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Unfallschwerpunkt wird entschärft

Bauarbeiten für den Kreisel an der Umgehung Bad Königshofen haben begonnen
 
Unfallschwerpunkte beseitigen und Umgehungen bauen - damit sei man in der Region derzeit beschäftigt, sagte Staatssekretär Gerhard Eck beim feierlichen Spatenstich für den Kreisverkehr an der Ottelmannshäuser Kreuzung in Bad Königshofen. Die Region habe die Unterstützung verdient, so Eck, der noch einmal bestätigte, dass später auch an der Herbstädter Kreuzung ein Kreisel entstehen soll.

Bürgermeister Thomas Helbling begrüßte vor Ort die Festgäste, darunter Behördenvertreter, Stadträte und Bürgermeister aus den umliegenden Allianz-Gemeinden.
Lange hat die Stadt für eine Entschärfung der Verkehrssituation an einer der unfallträchtigsten Kreuzungen Bayerns mittels eines Kreisels und nicht durch eine Ampel, die aus Kosten- und Zeitgründen vom Bauamt favorisiert wurde, gekämpft. Es wurden unter der Federführung der Fraktion CSU/Bündnis 90/Die Grünen und Junge Liste mehr als 4.600 Unterschriften gesammelt und die Behörden immer wieder auf den Wunsch der Bürger aufmerksam gemacht. Die Stadt muss sich an den Baukosten beteiligen, das nimmt sie in Kauf, zumal unter dem Strich nicht viel übrig bleibt, wie Eck vorrechnete. Von den Baukosten in Höhe von 327000 Euro muss die Stadt rund 75000 Euro tragen, die werden auch noch einmal mit 75 Prozent bezuschusst, aber aus einem anderen Topf, wie Eck versicherte. Die übrig bleibenden 18750 Euro seien wohl trotz Stabilisierungshilfe aufzubringen. "Wir haben die Stadt bei dieser Maßnahme fest im Arm", sagte Eck, worauf der Bürgermeister schlagfertig antwortete: "Oder im Schwitzkasten".
Helbling hatte dabei den Eigenanteil der Stadt im Hinterkopf, der damals nicht angefallen wäre, wenn die Baubehörde dem Wunsch der Stadt entsprochen und gleich einen Kreisel beim Bau der Nordumgehung eingebaut hätte.
An der Kreuzung treffen die Staatsstraßen 2282 und 2275 sowie die Ottelmannshäuser Straße und die dazugehörenden Abbiegespuren zusammen. Nach mehreren schwere Unfällen und als weder Geschwindigkeitsbegrenzungen noch Sichtblenden Abhilfe brachten, war ein Kreisverkehr erneut in die Diskussion gekommen.
Inzwischen ist jedoch eine der zum Kreisel führenden Straßen zur Gemeindestraße herabgestuft worden, deshalb wird die Stadt anteilig zur Kasse gebeten.
Man sollte nicht über den Straßenverkehr jammern, sondern bedenken, dass Mobilität für die ländliche Bevölkerung besonders wichtig und ein Grundrecht sei, sagte Eck in seiner Ansprache. Er lobte Bayern als "prosperierendes Land mit bester Finanzkraft", das Land sei auf einem ausgezeichneten Weg, bis in die kleinste ländliche Region hinein. Die Pendler sollen ohne Gefahr ihre Arbeitsplätze in den Ballungszentren erreichen, so Eck. Er bedankte sich für die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den Behördenvertretern und der Stadt, sein Dank galt auch den Grundstückseigentümern, die Land abgetreten haben.
Der Leitende Baudirektor des Staatlichen Bauamts, Holger Bothe, freute sich, dass dieser Verkehrsknotenpunkt nun bald sicherer wird und dass diesmal mit nach erfolgter Ausschreibung ein einheimischer Bauunternehmer beauftragt werden konnte. Er erinnerte an die ehemaligen Prognosen bezüglich des Verkehrs auf dieser Umgehungsstraße - man hatte mit dem Doppelten gerechnet von dem, was jetzt eingetreten ist. Er hofft, dass sich die bauliche Veränderung in den zukünftigen Unfallstatistiken auch niederschlägt.
Der stellvertretende Landrat Josef Demar meinte, dass dies ein großer Tag sei für die Stadt und alle Bürger. Man habe viel diskutiert und er dankte allen, die sich engagiert haben. "Probleme löst man, indem man sie anpackt", so Demar, der den Kreisel eine zusätzliche "Lebensversicherung" für die Verkehrsteilnehmer nannte.
Nach dem symbolischen Spatenstich gab es einen kleinen Imbiss vor Ort, während die Baumaschinen schon starteten. Wie Oliver Haschke informierte, hofft er in acht Wochen fertig zu sein. Bis dahin müssen die Bürger eine Umleitung in Kauf nehmen, denn die Umgehung ist an dieser Stelle total gesperrt.
vos
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