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Stocklufttherapie-Zentrum offiziell eröffnet

Viel Lob für Engagement und Durchhaltevermögen des Imkervereins Bad Königshofen und Umgebung
Führung mit stellvertretendem Vorsitzenden des Imkervereins, Johannes Gräter: Josef Demar, Annette Seehaus-Arnold, Birgit Erb und Ursula Schneider interessieren sich für die Funktion des Absauggeräts.  Foto: Regina Vossenkaul
 
Mit vielen Festgästen und einer ökumenischen Andacht gemeinsam mit Pfarrerin Beate Hofmann-Landgraf und Pastoralassistent Johannes Krebs begann das Fest anlässlich der offiziellen Inbetriebnahme der Bienenstocklufttherapie im Bienenzentrum Rhön-Grabfeld in Bad Königshofen.

Eine Welt ohne Bienen sei undenkbar, darauf wies Krebs in der Andacht hin und zitierte Einstein, der sinngemäß gesagt haben soll, dass der am Ende der Nahrungskette stehende Mensch vier Jahre nach dem Aussterben der Biene keine ausreichende Lebensgrundlage mehr hat.
Die Biene sei ein grundlegender Faktor in der Natur und für die Ökosysteme unverzichtbar. Damit sprach er dem Vorsitzenden des Imkervereins Bad Königshofen und Umgebung, Markus Gütlein, aus dem Herzen, der sich freute viele Imker und Gäste begrüßen zu können, darunter die Kreisvorsitzende der Imker Rhön-Grabfeld, Annette Seehaus-Arnold, Kurdirektor Werner Angermüller und Ursula Schneider von der Stabsstelle Kreisentwicklung, zuständig für Leader-Projekte, zu denen das Stockluft-Projekt zählt.
Stellvertretender Landrat Josef Demar gratulierte und erinnerte an die Anfänge, als der Imkerverein ein neues Zentrum für die Imker baute. Mit Aktionen, Vorträgen und dem Probeimkern ist er sehr aktiv. Nun gebe es als "Sahnehäubchen" noch die Stocklufttherapie, dafür wurden zwei Räume angebaut. Die Honigbiene sei wegen ihrer Bestäubungsleistung enorm wichtig in der Natur und der Landwirtschaft, nebenbei gebe es gesunden Honig und weitere Produkte. Dass auch die Bienenstockluft gesundheitsförderlich ist, haben Vorsitzender Gütlein und sein Team erkannt und danach gehandelt. Nun können Menschen mit Atemwegserkrankungen dort Linderung finden.
Seinen Respekt und höchste Anerkennung sprach Demar dem Verein aus, der ehrenamtliches Engagement zeigt und auch die LAG Rhön-Grabfeld begeistern konnte. Das Imker-Team habe nie den Mut verloren, auch wenn das neue Angebot bei den Behörden auf Diskussionsbedarf stieß. Nun sei alles geregelt und der Verein habe als einer der ersten Anbieter die gesundheitsbehördliche Zulassung. Die Geräte sind als medizinische Produkte anerkannt, die Zusammenarbeit mit Ärzten und einer Physiotherapeutin sei hervorragend, so stehe einem erfolgreichen Betrieb nichts mehr im Wege.
Birgit Erb, Kreisvorsitzende des Bayerischen Gemeindetags und stellvertretende Vorsitzende der LAG Rhön-Grabfeld e. V. erinnerte an erste Kontaktaufnahmen 2014 und Verzögerungen, weil zunächst der Landkreis wieder als Leader-Region anerkannt werden musste. Nach einem holprigen Beginn konnte der Förderantrag des Vereins am 4. Mai 2016 bewilligt werden, für die konstruktive Begleitung dankte Erb dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
Gesamtkosten in Höhe von 92.322 Euro wurden investiert, davon haben die Vereinsmitglieder 12.000 Euro durch Eigenleistung eingebracht. Die Zuwendungen aus ELER betrugen 44.823 Euro, das Landratsamt und die Kurbetriebs-GmbH haben je 5.000 Euro dazugegeben. Sie bedankte sich für das Engagement der Imker und wünschte stets starke Bienenvölker.
Die Glückwünsche der Stadt überbrachte stellvertretender Bürgermeister Philipp Sebald, der allen dankte, die zur Realisierung des Projekts beigetragen haben, inklusive Ärzte und Kurverwaltung. Viel Stehvermögen habe man für den Riesenaufwand gebraucht, das Ganze sei nicht nur ein finanzieller Kraftakt, sondern bedeute auch für die Stadt ein neues Alleinstellungsmerkmal. Er hofft auf wirtschaftlichen Erfolg und dass die Patienten Linderung erfahren.
Mit geselligem Beisammensein, wobei die Stadtkapelle musikalisch unterhielt, wurde der Abend fortgesetzt. Stellvertretender Vorsitzender Johannes Gräter bot Führungen an und erläuterte den interessierten Gästen das Konzept der Bienenstocklufttherapie.
Regina Vossenkaul
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