Bad Königshofen im Grabfeld
Weihnachtskonzert

Stehende Ovationen für die Musikschüler

Wieder einmal hat die Berufsfachschule für Musik Bad Königshofen mit dem schon traditionellen Adventskonzert ganz besondere adventliche Stimmung in die Stadtpfarrkirche von Bad Königshofen gezaubert, wie die Aussagen einiger Zuhörer bewiesen. Stehende Ovationen am Ende des Konzertes zeigten den Schülerinnen und Schülern die Begeisterung der Besucher.
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In der Stadtpfarrkirche Bad Königshofen begeisterten Chor und Orchester der Berufsfaschschule für Musik beim schon traditionellen Adventskonzert. Die Leitung lag in den Händen von Schulleiter Ernst Oestreicher. Foto: Friedrich
In der Stadtpfarrkirche Bad Königshofen begeisterten Chor und Orchester der Berufsfaschschule für Musik beim schon traditionellen Adventskonzert. Die Leitung lag in den Händen von Schulleiter Ernst Oestreicher. Foto: Friedrich
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Sogar Schulleiter Ernst Oestreicher applaudierte. Mit den Kantaten eins bis drei aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach haben die Ausführenden den Zuhörern einen ganz besonderen Abend geschenkt.

Neben Chor und Orchester der Berufsfachschule für Musik begeisterten vor allem aber auch die Solisten mit Cornelia Muth und Brigitte Schmidt (Sopran), Anne Greiling (Alt), Fabian Christen und Christopher Kessner (Tenor) und Thomas Rosenfeldt (Bass). "Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage": Mit diesem bekannten Chorsatz eröffneten Chor und Orchester das Konzert.

Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach gehört heute zu den beliebtesten und meistgespielten Werken christlicher Kirchenmusik. Bestehend aus sechs Kantaten stellt das Oratorium eine fortlaufende Erzählung der Weihnachtsgeschehnisse dar und wirkt somit wie ein inhaltlich zusammenhängendes Gesamtwerk. Dabei bilden die biblischen Berichte der Geburt Jesu, der Verkündigung durch den Engel, der Anbetung der Hirten, der Namensgebung Jesu und der Weisen aus dem Morgenland die textliche Grundlage.

Frühere weltliche Werke wieder aufgefriffen

Robin Becker, Schüler der zweiten Klasse der Berufsfachschule für Musik Bad Königshofen schreibt dazu, dass als Ergänzung dazu einige freie geistliche Dichtungen für Chöre, Rezitative und Arien geschrieben wurden. Bach, der das Werk für das Weihnachtsfest 1734 schrieb, verwendete dabei das in dieser Zeit nicht unübliche "Parodieverfahren", wobei er als musikalische Vorlage Material aus früheren, meist weltlichen Werken nahm. Dabei griff er auf einige Teile seiner in den Jahren zuvor komponierten Glückwunsch- und Huldigungskantaten, die an Mitglieder des Kurfürstlichen Hauses von Sachsen gerichtet waren, zurück. So beispielsweise der Chor "Tönet, ihr Pauken, erschallet, Trompeten!" Es ist dies ein Teil einer Glückwunschkantate zum Geburtstag der Kurfürstin von Sachsen.

Bach hat diesen in seiner ersten Kantate des Weihnachtsoratoriums verwendet. Hier bildet dieser den Eingangschor "Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage". Bach selbst hatte eine komplette Aufführung der sechs Kantaten als Gesamtwerk nicht miterlebt, da eine solche in der Liturgie nicht vorgesehen war und den zeitlichen Rahmen gesprengt hätte.

In der Stadtpfarrkirche von Bad Königshofen erklangen am Sonntagabend die ersten drei der insgesamt sechs Kantaten, die von Chor und Orchester brillant dargeboten wurden. So war es am Ende selbstverständlich, dass der Schulleiter die Solisten vorstellte und dass Schülerinnen und Schüler außerdem Rosen an die Mitglieder verteilten. Wieder einmal hat sich damit gezeigt, dass die Berufsfachschule für Musik in Bad Königshofen eine große Familie ist, der es erneut gelungen ist die Zuhörer in der Stadtpfarrkirche für sich und die Musik von Johann Sebastian Bach zu begeistern.
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