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Sparkasse schließt fünf Filialen

Niedrigzinsen sowie der Trend zum Online-Banking zwingen die Sparkasse zu einer Reduzierung der Geschäftsstellen
Aus Sicht des Bankhauses eine notwendige Anpassung: Die Sparkasse Bad Neustadt muss fünf ihrer Geschäftsstellen im Landkreis schließen.  Foto: Stefan Kritzer
 
Die Sparkasse reduziert die Anzahl ihrer Geschäftsstellen von derzeit 25 auf 20. Betroffen sind die Filialen in Niederlauer, Schönau, Wollbach, Bastheim sowie am Hainberg in Mellrichstadt. Als Gründe werden die derzeitige Niedrigzinspolitik wie auch ein verändertes Kundenverhalten genannt. Betriebsbedingte Kündigungen wird es nicht geben.

In der vergangenen Woche hat die Sparkasse Bad Neustadt die Kunden der jeweiligen Filialen informiert. Auch die Vertreter der Kommunen wussten von dem Schritt des Bankhauses. Nachdem in den vergangenen Monaten in Mainfranken zahlreiche Sparkassen-Geschäftsstellen geschlossen wurden, erreicht die Welle der Schließung kleiner und kleinster Filialen jetzt auch den Landkreis Rhön-Grabfeld. "Wir haben Mitte September den Beschluss für die Schließung im Verwaltungsrat auf den Weg gebracht", sagte der Vorstandsvorsitzende Georg Straub in einem Pressegespräch und präsentierte auch gleich den Zeitplan. Demnach ist in der Geschäftsstelle in Niederlauer bereits am 15. Oktober Schluss, es folgen Schönau, Wollbach und Bastheim am 31. Oktober und am 30. November schließt die Filiale am Hainberg in Mellrichstadt.
Auch die Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker an den Standorten, soweit vorhanden, werden abgebaut. Der Geldautomat am Hainberg findet in der Filiale in der Mellrichstädter Hauptstraße ein neues Zuhause.
Die Geschäftsstellen, die nun geschlossen werden, haben sich bereits seit Jahren als kaum wirtschaftlich herauskristallisiert. Bei Öffnungszeiten von einem halben Tag in der Woche oder im besten Fall einem ganzen Tag, ist die Aufrechterhaltung betriebswirtschaftlich kaum zu rechtfertigen. Nicht nur die niedrigen Zinsen sorgen für die Schließung, sondern das sich verändernde Kundenverhalten. Immer mehr Kunden des Bankhauses nutzen den bequemen Service des Online-Bankings und besuchen "ihre" Sparkasse nur noch selten. Mittlerweile lassen sich Bankgeschäfte problemlos vom Smartphone oder vom Tablet aus erledigen, sogar das Speichern der Kontoauszüge ist heute mit dem Computer möglich. "Die Kunden haben auch mit den Füßen abgestimmt, welche der Geschäftsstellen erhalten bleiben und welche nicht", sagte Georg Straub. Nahezu 44 Prozent der Sparkassen-Kunden führen ihr Girokonto am Computer oder mit dem Smartphone.
Den Bewohnern der von der Schließung der Filialen betroffenen Gemeinden wurden andere Möglichkeiten dargelegt bis hin zum Bargeldservice für Senioren oder Menschen mit Behinderung. Entlassungen, betriebsbedingte Kündigungen oder die Reduzierung von Arbeitszeiten kommen nicht auf die Mitarbeiter zu. Sie finden Beschäftigung in einer der übrigen Filialen.
Übrig bleiben im Landkreis 20 Geschäftsstellen. Laut Georg Straub immer noch eine "enorme Filialdichte" gemessen an der Einwohnerzahl von Rhön-Grabfeld. Gleichzeitig, hob Straub hervor, werde in andere Standorte investiert, beispielsweise in den Neubau der Geschäftsstelle in Bad Königshofen.
Ob es bei der Schließung der fünf Filialen bleibt, wollte Straub nicht bestätigen. Im kommenden Jubiläumsjahr der Sparkasse versprach er den Erhalt der verbleibenden Geschäftsstellen. "Wir müssen die weitere Entwicklung abwarten", so der Sparkassendirektor. An den niedrigen Zinsen dürfte sich aber so schnell nichts ändern, am Trend zum Online-Banking auch nicht. Was weitere Schließungen von Geschäftsstellen vielleicht schon bald unabdingbar macht. Stefan Kritzer
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