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Rettung aus der Dose

Kostenloses Angebot für Alleinstehende und Ältere für schnelle Hilfe im Notfall
Rettung aus dem Kühlschrank: Die SOS-Dose bewahrt man im Kühlschrank auf, damit Ersthelfer sie dort in einem Notfall schnell finden. Das Bild zeigt Allianzmanagerin Michaela Schleiffer.  Foto: Marion Eckert
 
von MARION ECKERT
In einem Notfall zählt nach dem Eintreffen des Rettungsdienstes jede Minute. Ist der Patient nicht ansprechbar und niemand vor Ort, der Auskunft geben kann, verstreicht wertvolle Zeit für wichtige Informationen für die Ersthelfer. Damit diese im Notfall schnell zur Hand sind, gibt es seit einiger Zeit eine Rettungsdose, in der ein Blatt mit den wichtigsten persönlichen Informationen hinterlegt wird. Im Notfall stehen diese Daten den Helfer-Diensten schnell zur Verfügung.

Die Rettungsdose ist zwölf Zentimeter groß und mit einem roten Deckel und rotem Logo auffallend gestaltet. Auf dem Datenblatt sind die Wichtigsten persönlichen Daten hinterlegt: Name, Anschrift, ein aktuelles Foto und die Anschrift des Hausarztes. Beschrieben werden sollen auch derzeitige Erkrankungen, Allergien und Unverträglichkeiten. Ebenfalls der Aufbewahrungsort der Medikamente und Hinweise auf Patientenverfügungen oder Vorsorgevollmachten. Wichtig sind außerdem Informationen, wer bei plötzlicher Abwesenheit versorgt werden muss, und Kontaktdaten von nahestehenden Personen, die im Notfall benachrichtigt werden sollen.
Die SOS-Dose soll in der Innentür des Kühlschranks gut sichtbar aufbewahrt werden. Nicht, weil sie gekühlt werden muss, sondern weil auch Fremde den Kühlschrank in einem Haus leicht finden, statt lange in Schubladen oder Schränken zu suchen. Durch einen Aufkleber innen an der Hauseingangs- oder Wohnungstür und an der Kühlschranktür wissen die Helfer-Dienste sofort, dass eine SOS-Dose vorhanden ist. Im Notfall spart das den Helfern Zeit und rettet womöglich Leben.
Die Kreuzbergallianz hat ein Kontingent dieser Dosen für die Bevölkerung angeschafft. Sie sind ab sofort unentgeltlich in den jeweiligen Rathäusern erhältlich.
Michaela Schleiffer, Allianzmanagerin, sieht die Rettungsdose als wichtigen Bürgerservice. "Vor allem für ältere und alleinstehende Menschen ist dieses Angebot von Nutzen und sehr hilfreich." So könne sichergestellt werden, dass schnell und effektiv Hilfe geleistet werde. Allerdings bat Schleiffer, die Nutzer die Aufkleber nicht von außen an der Eingangstüre anzubringen, sondern gut sichtbar im Innenbereich. Denn potenzielle Täter könnten daraus Rückschlüsse ziehen, dass dort eine ältere oder kranke Person wohne.
"Wir bei der Kreuzbergallianz wollen dazu beitragen, dass die Rettungsdose verbreitet wird. Die Einsatzkräfte profitieren davon wie auch Ersthelfer und natürlich die Betroffenen, die Hilfe im Notfall benötigen." Falls Hilfe beim Ausfüllen des Datenblattes gewünscht wird, unterstützen die Mitarbeiter der Bürgerbüros in den jeweiligen Gemeindeverwaltungen gerne.
Marion Eckert
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