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Musik von ganz oben

Türmergilde ist zum "Aushängeschild" der Stadt geworden
Die Türmergilde Bad Königshofen ist heute ein "Aushängeschild" der Stadt Bad Königshofen geworden. Von März bis November spielen sie jeden Sonntag um 11 Uhr vom Turm der Stadtpfarrkirche.  Foto: Hanns Friedrich
 
von HANNS FRIEDRICH
Ein großes Lob gab es bei der Jahresversammlung der Türmergilde Bad Königshofen von Bürgermeister Thomas Helbling und dem Verein für Heimatgeschichte im Grabfeld e.V. Der Grund: Die Türmergilde ist in den vergangenen Jahren zu einem "Aushängeschild" von Bad Königshofen geworden. Sie ist gleichzeitig aber auch Garant dafür, dass die Tradition des Turmblasens fortgeführt wird.

Es ist sogar gelungen, das Turmblasen an Maria Verkündigung und an Heilig Abend wieder aufleben zu lassen. "Etwas, das bei den Gästen aber auch den Bad Königshöfer Bürger und Bürgerinnen sehr gut ankommt", sagte der Vorsitzende des Vereins für Heimatgeschichte im Grabfeld, Hanns Friedrich, bei der Jahresversammlung.
Dort bedankte sich auch Bürgermeister Thomas Helbling für die gezeigten Aktivitäten des vergangenen Jahres. Sein Dank galt Clemens Behr mit seinem Team, der die Türmergilde 2007 ins Leben gerufen hatte. Nach wie vor sind es 29 musikbegeisterte Spieler, die den Brauch in Bad Königshofen wach halten. Der Bürgermeister bedankte sich bei allen Musikern und freute sich, dass auch die Jugend stark vertreten ist. Der jüngste Musiker ist 15 Jahre alt, der älteste 78 Jahre alt, fügte Clemens Behr ein.
"Die Türmergilde ist nicht mehr aus dem kulturellen Leben der Stadt wegzudenken", stellte das Stadtoberhaupt fest. Sowohl Stadt Bad Königshofen als auch Verein für Heimatgeschichte unterstützen die "Türmergilde" von Beginn an finanziell und honorieren damit die ehrenamtlichen Leistungen der Turmbläser. Das Stadtoberhaupt erwähnte die Gäste aber auch die Einheimischen, die mittlerweile sonntags schon auf das Trompetenspiel vom Kirchturm warten. "Das ist eine besondere Attraktion für unsere Stadt."
In seinem Jahresbericht sagte Clemens Behr, dass im Jahr 2007 die Türmergilde entstanden ist. "Damit können wir in diesem Jahr unser Zehnjähriges feiern!" Kurz streifte Behr die Aktivitäten. Hinzu kamen Führungen am Kirchturm bei Klassentreffen und es gab auch Privatanfragen. Selbst die Gäste der Partnerstadt Arlington/Texas informierten sich hoch oben über der Stadt beim großen Stadtjubiläum im Juli vergangenen Jahres.
Behr erinnerte an das Türmerspiel zur Eröffnung der "langen Einkaufsnacht" der Werbegemeinschaft Bad Königshofen. Einen ungewöhnlichen "Einsatz" hatten die Musiker beim Dekanats-Seniorentag im Juli im Festzelt. Dort war man mit anderen aktiven Musikern im Einsatz und gestaltete den Gottesdienst. Die zwölf Musiker wurden vom Leiter der Berufsfachschule für Musik, Ernst Oestreicher dirigiert.
Dass die Türmer ein wichtiger kultureller Bestandteil der Stadt sind, zeigt sich durch eine Information mit Bild in der Info-Broschüre der Stadt Bad Königshofen. Unter der Rubrik Heimatpflege sind einige Türmer beim Trompetenspiel abgebildet.
Mit dabei war die Türmergilde natürlich bei der 1275 Jahrfeier der Stadt. Nach dem Sternmarsch der Musikkapellen eröffneten sie mit dem Lieblingslied des ehemaligen Türmers Engelbert Weber. "Der spielte immer, wenn hohe Herren in der Stadt waren, das Volkslied: Alle Vögel sind schon da", sagte Behr. Auch Journalisten aus Deutschland waren am Turm im Rahmen einer Rundreise des Bäderland Bayerische Rhön.
Behr berichtete von Arbeiten einer Gruppe am Türmeraufgang, von einer neuen Abteilung mit Heiligenbilder aus den Wohn- und Schlafzimmern und Bildern, die man auch bei der Fronleichnamsprozession als Altarschmuck findet. "In diesem Jahr soll der von Hanns und Andrea Friedrich gestaltete Türmer-Flyer neu aufgelegt werden", so Behr. Die Turmbesucher nehmen diese Informationsunterlage sehr gerne mit. Nicht vom Tisch ist die Idee, eine historische Türmerstube ein zu richten. Ganz besonders freute sich Behr über das starke Team der Türmergilde, den Zusammenhalt und die gute Stimmung bei den Auftritten. hf
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