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Kunst aus Hölzern, Wurzeln und einem überfahrenen Frosch

Ausstellung von Ingrid Benkert im Haus der Langen Rhön
Ingrid Benkert zeigt in Haus der Langen Rhön in Oberelsbach ihre Fundstücke aus Wald und Flur sowie ihre Rhönbilder.  Foto: Marion Eckert
 
von MARION ECKERT
Die neue Ausstellung im Haus der Langen Rhön zeigt Bilder und Fundstücke aus Wald und Flur von Ingrid Benkert aus Windshausen.

"Wenn ich durch den Wald und die Flur gehen, sammele ich Hölzer und Wurzeln, in denen ich Besonderes erkennen kann." In einer dieser besonderen Wurzelformen sieht Ingrid Benkert einen schelmischen Kobold. "Ich bin kein Bildhauer, ich habe nicht Kunst studiert, aber ich sehe diese Dinge und möchte sie teilen. Jeder kann sich selbst Gedanken machen, was in den Hölzern zu sehen ist", sagte sie. Die Wurzelhölzer und Äste werden von ihr nur gereinigt und kaum weiter nachbearbeitet.
Neben dem Kobold gibt es einen Traumtänzer, einen balzenden Birkhahn mit Henne auf einem Moorauge, eine tauchende Wasseramsel und eine Rabenkrähe.
Diese Rabenkrähe ist für Ingrid Benkert ein ganz besonderes Werkstück, weil sie hieran gearbeitet hat. "Als ich das Holz bei einem Spaziergang fand, war mir klar, da will ein Vogel raus." Die passende Anleitung, den Vogel sichtbar zu machen, holte sie sich bei einem Schnitzkurs in Bischofsheim. "Die Flügel und der Schnabel sind angedeutet."
Die Inspiration für ihre Bilder holt sich Ingrid Benkert ebenfalls aus der Natur. "Das ist ihren Bildern und den Fundstücken anzusehen", sagte Michael Dohrmann. "Daher passt die Ausstellung auch so gut in unser Haus." Verschiedene Bilder in Acryl und Aquarell zeigen die Rhön, wie sie Ingrid Benkert sieht. Teilweise abstrakt, stets mit einer großen Dymanik und voller Leben. Ob Rhönbuchen, Salzkristalle, eine Schlangenbrut oder glühende Basaltsäulen. "Es gefällt mir gut, dass es so abstrakt ist, das gibt viel Freiraum zum Nachdenken", kommentierte Dohrmann.
Auch Bedrückendes gehört für Ingrid Benkert in eine Ausstellung rund um die Natur. "Es geschieht auch viel Tragisches", sagte sie und zeigt auf das Bild eines Hasen in einem Strohballen. Sie habe vor einigen Jahren darüber in einem Pressebericht gelesen und ihrer Betroffenheit auf künstlerische Weise Ausdruck verliehen. "Kunst soll auch aufregen", begründet Benkert ihre Entscheidung diese Bild im Haus der Langen Rhön zu zeigen. "Wenn nicht hier, wo dann?", fragte sie.
Nachdenkliches über die Natur und den menschlichen Umgang mit der Schöpfung hat Ingrid Benkert in einer Collage über die Erde mit einem Gedicht von Reinhilde Schreiber verbunden. "Ich möchte aufmerksam und bewusst machen", sagte Benkert.
Zum Hinschauen reizt auch die Collage mit einem überfahren Frosch, Totholz und getrocknetem Klatschmohn. "Auf und davon", hat sie dieses Werk genannt. "Der Frosch scheint ein zweites Leben zu haben und zu springen, obwohl er tot ist", sagte Michael Dohrmann Seit 1975 befasst sich Ingrid Benkert mit Malerei. Verschiedene Kurse in der Volkshochschule Bad Neustadt und Bad Kissingen habe sie besucht, um sich stetig fortzubilden und neue Anregungen zu holen.
Die Ausstellung ist bis 9. Januar, täglich außer Dienstag von 10 bis 16 Uhr zu sehen. M. Eckert
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