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Eine Sprungschanze und viele Milchsammelstellen

Das Heimatjahrbuch überrascht einmal mehr mit außergewöhnlichen Geschichten - 39. Jahrgang jetzt im Buchhandel
Landrat Thomas Habermann und Schriftleiter Reinhold Albert (von links) stellten das neue Heimatjahrbuch vor. Ohne die Mithilfe (von rechts) der Verleger Claudia und Jürgen Mack, Annabell Helbling und Thea Höhn aus der Abteilung Kreisentwicklung im Landratsamt sowie der Ehefrau des Schriftleiters Marianne Albert geht es bei der Herstellung des beliebten Buches aber nicht.  Foto: Stefan Kritzer
 
Es ist wie erwartet auch diesmal ein Buch mit 480 Seiten geworden. Schriftleiter Reinhold Albert hat im Kreis der Autoren das Heimatjahrbuch Rhön-Grabfeld 2017 vorgestellt. Insgesamt 93 Beiträge hat der Kreisheimat- und Archivpfleger aus Sternberg darin untergebracht und erneut ein vielschichtiges Kompendium des Landkreises Rhön-Grabfeld vorgelegt. Und zwar eines, dass nicht nur in die Vergangenheit blickt, sondern auch die Gegenwart zum Thema hat.

Ein Abendessen im Kreis der Autoren und ein Heimatjahrbuch das - da muss man kein Prophet sein - auch in diesem Vorweihnachtsgeschäft ein Renner im Buchhandel sein wird. Schriftleiter Reinhold Albert hat im Raum 7 gemeinsam mit Landrat Thomas Habermann das Jahrbuch im 39. Jahrgang vorgestellt. Darin zu entdecken gibt es vieles. Auch vieles, dass längst in Vergessenheit geraten ist. Wer erinnert sich zum Beispiel daran, dass es in Mellrichstadt einmal eine Skisprungschanze gegeben hat. Deren Schanzenrekord lag bei bescheidenen zwölf Metern, die Erinnerung an die Sportstätte ist heute aber beinahe gänzlich verblasst.
Genau für solche Gegebenheiten aus der Vergangenheit ist Reinhold Albert immer wieder empfänglich und zeichnet sie nur zu gerne für die Nachwelt im Heimatjahrbuch auf. Oder die Milchsammelstellen, die es früher in jedem Dorf gab. Heute sind die Sammelplätze fast vergessen, und es braucht schon einen Heimatforscher wie Ansgar Büttner aus Wargolshausen, ein solch schwieriges Thema interessant aufzubereiten. Büttner und natürlich Reinhold Albert selbst, der unter anderem die Mellrichstädter Sprungschanze beschrieben hat, sind nur zwei der vielen Autoren, die für die Qualität des neuen Jahrbuchs stehen.
Nicht weniger als 480 Seiten sind es auch diesmal geworden, knapp ein Drittel davon in Farbe. Die Umschlagfotos zeigen die Kirchenburg in Ostheim sowie die Gemeinde Heustreu im abendlichen Licht und stammen vom Hobbyfotograf Dr. Jan Gensler aus Mellrichstadt. Erstmals zieren Fotos des etablierten Rhönfotografen den Titel des Heimatjahrbuchs. Entstanden ist die diesjährige Ausgabe wie immer in den Werkstätten der Druckerei Mack in Mellrichstadt. Jürgen Mack versäumte nicht, sich für die hohe Qualität der gelieferten Beiträge und die gelungene Aufarbeitung durch den Schriftleiter zu bedanken.
Landrat Thomas Habermann freut sich, im Heimatjahrbuch wieder "echte Schätze und Neuigkeiten aus Rhön-Grabfeld" zu entdecken. Habermann nannte das Jahrbuch ein "Buch zum in die Hand nehmen, nicht zum Downloaden".
An Themen ist das Heimatjahrbuch wie stets breit aufgestellt. Neben Ereignissen aus dem Kriegsjahr 1917, also vor 100 Jahren, findet sich ebenso eine Reisebeschreibung mit dem Fahrrad von Ostheim vor der Rhön nach Ostheim im Elsass. Dr. Frieder Voigt widmet sich den Zisterzienserinnen im Kloster Wechterswinkel in früherer Zeit und Reinhold Albert erinnert an das traurige Schicksal der "Schwarz Marie" aus Bad Königshofen, die in Auschwitz ums Leben gekommen ist.
Autoren wie Cilli Pigor und Hanns Friedrich, Bernd Thanisch und Roland Sauer - letzterer mit einem großen Beitrag über Weihbischof Eucharius Sang aus Mellrichstadt - Thomas Künzl, Heinrich Hacker und Josef Hesselbach sind auch diesmal wieder im Heimatjahrbuch vertreten. Mit wissenschaftlichen Beiträgen genauso wie mit Gedichten, natürlich auch in der Rhöner Mundart. Und auch aktuelle Themen wie die Elektromobilität oder die Vorstellung von Unternehmen kommt im Jahrbuch nicht zu kurz.
Das Heimatjahrbuch Rhön-Grabfeld 2017 in der Schriftleitung von Reinhold Albert ist in einer Auflage von 1.600 Exemplaren ab sofort im Buchhandel zum Preis von 19,90 Euro erhältlich. Stefan Kritzer
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