Besuch der Jury

Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden..."
Die Jury für den Wettbewerb schaute sich Großbardorf an, mit dabei (von links) Bürgermeister Josef Demar, Barbara Ramann, Reinhold Albert, Georg Hansul, Gemeindearbeiter Wolfgang Harth, OGV- Vorsitzender Ralf Behr, Carina Stretz, Barbara Hein und Jürgen Wangorsch.  Foto: Regina Vossenkaul
 
Elektrisch unterwegs waren die Mitglieder der Jury für den 26. Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - unser Dorf soll schöner werden". Im Landkreis Rhön-Grabfeld hatten sich diesmal nur zwei Dörfer der Bewertung gestellt, die aufgrund der Bevölkerungszahl in unterschiedlichen Kategorien starten: Breitensee mit aktuell 161 Einwohnern und Großbardorf mit 883 Einwohnern.

Nach einer Vorbesprechung der Jury, bestehend aus Organisator und Kreisfachberater für Gartenkultur, Georg Hansul, Barbara Ramann vom Kreisbauamt, Barbara Hein von der Landwirtschaftsschule Bischofsheim, Abteilung Hauswirtschaft, Carina Stretz als Vertreterin des Sachgebiets Naturschutz im Landratsamt, Jürgen Wangorsch, ehemaliger Leiter der Abteilung Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung, sowie Kreisheimatpfleger Reinhold Albert, erkundeten die Mitglieder vormittags Großbardorf mit seinen vielen unterschiedlichen Aspekten.
Wie Hansul zuvor erläuterte, werden inzwischen alle Teilaspekte gleich stark bewertet, damit soll verhindert werden, dass wirtschaftlich begünstigte Orte immer ganz oben stehen. "Es kommt darauf an, was aus der Ausgangssituation gemacht wurde", erklärte Hansul. Früher hatte man hauptsächlich auf die Architektur und die Gestaltung mit viel Grün geachtet, heute sind die Kategorien Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen, soziale und kulturelle Aktivitäten Baugestaltung und -entwicklung, Grüngestaltung und -entwicklung und das Dorf in der Landschaft gleichberechtigt und können von den Jurymitgliedern mit jeweils 20 Punkten bewertet werden. Ist die Punktzahl am Ende ausreichend, nehmen die Orte am Bezirksentscheid teil. In diesem Jahr gab es aufgrund der geringen Anmeldezahl keinen Wettbewerb auf Kreisebene.



Erneute Teilnahme

Wie Hansul erläuterte, wird in diesem Fall als Ausnahmeregelung der Wettbewerb eine Etage höher, auf Bezirksebene, ausgetragen, dort warten auf jeden Fall mehrere Konkurrenten. Er hofft, dass die Ausnahme zur Regel wird, denn es ist schade, wenn ein Bewerber ganz herausfällt, weil es im Landkreis keine weiteren Bewerber gibt, wie im Fall von Eichenhausen schon einmal geschehen.
Großbardorf hat sich vor drei Jahren schon einmal dem Wettbewerb gestellt und kam hinter Reyersbach und Irmelshausen auf Platz drei. "Solange kein "Gold" auf Bundesebene erreicht wurde, kann die Teilnahme wiederholt werden", erklärte Hansul. Bürgermeister Josef Demar findet Wettbewerbe dieser Art wichtig, weil es besonders im Grabfeld noch Defizite in der Entwicklung gibt und der Umbau von bäuerlichen Gemeinden zu Wohngemeinden gelingen soll. Man müsse auf die gegenwärtigen Herausforderungen reagieren, meinte Demar. "Die Zeiten, in denen es wichtig war, dass zwei Gummiwägen vor die Haustür passen, sind vorbei. Wenn die Wohnqualität stimmt, bleiben die Leute im Ort, wenn es irgendwie möglich ist", so der Bürgermeister.
Die Förder- und Entwicklungsmöglichkeiten sollten genutzt werden, darauf werde bei diesen Anlässen auch hingewiesen. Vier alte Häuser konnten in Großbardorf bereits verkauft werden und die Jury schaute sich ein attraktives Beispiel an für neu geschaffenen Wohnraum im Innenort, der Komfort bietet und sich trotzdem in die vorhandene Bebauung einfügt. Vieles hat sich verändert seit der Teilnahme am Wettbewerb vor drei Jahren, beispielsweise ist das Rathaus in das sanierte alte Schulhaus umgezogen, der Kindergarten wurde umgestaltet und eine Krippe angebaut und vieles mehr.



Breitensee

Am Nachmittag war Breitensee an der Reihe, wo Schatten spendende Bäume auf dem ortsprägenden Dorfanger, die Jurymitglieder erwarteten.

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