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Region  // Rhön-Grabfeld

Auf der Suche nach der richtigen Lehrstelle

Der Infotag Jugend und Beruf zog viele Interessenten an
Andrang beim Infotag Jugend und Beruf. Erneut nutzten hunderte Besucher die Gelegenheit, mit Unternehmen bezüglich einer Lehrstelle in Kontakt zu treten.  Foto: Stefan Kritzer
 
Eine Lehrstelle zu bekommen, scheint heutzutage nicht mehr kompliziert zu sein. Schließlich gibt es eine Fülle von unbesetzten Ausbildungsplätzen und die Unternehmen suchen händeringend nach Fachkräften. Dennoch, die Wahl der Lehrstelle will wohlüberlegt sein, kann sie doch richtungsweisend für das ganze Leben sein. Der Infotag Jugend und Beruf hat nun zum 21. Mal Hilfestellung bei dieser Suche gegeben.

Fünfzig regionale Aussteller und 90 vorgestellte Ausbildungsberufe. Der Infotag Jugend und Beruf war als kleine Ausbildungsmesse in der Staatlichen Wirtschaftsschule und der Jakob-Preh-Berufsschule auch diesmal wieder ein voller Erfolg. Schon gleich nach der Eröffnung strömten künftige Schulabgänger gemeinsam mit den Eltern in die beiden Schulen auf der Suche nach Informationen rund um den Start in das Erwerbsleben. Samt und sonders alle großen Unternehmen der Region waren in den beiden Schulen mit Ständen vertreten. Häufig waren Auszubildende selbst an den Infoständen zu finden, wer sonst könnte besser über Ausbildungsplätze Auskunft geben.
Traditionell wird der Infotag mit einer kleinen Feierstunde in der Aula der Berufsschule eröffnet, die, ebenso traditionell, von Musikern der Berufsfachschule für Musik Bad Königshofen umrahmt wurde. Die Schulleiter Kurt Haßfurter (Jakob-Preh-Schule) und Ralf Kaminski (Wirtschaftsschule) begrüßten eine große Zahl an Gästen aus Wirtschaft, Politik und Bildung. Den Infotag Jugend und Beruf bezeichnete Kaminski als "Hilfe bei einer der wichtigsten Entscheidungen des Lebens", und fügte hinzu: "Inzwischen haben 20 Schülergenerationen ihren Nutzen aus der Veranstaltung gezogen." Der Infotag in Bad Neustadt gilt mittlerweile als Vorbild für ähnliche Veranstaltungen in anderen Städten.
Landrat Thomas Habermann zog einen Vergleich zwischen den Metropolregionen, wo sich der Fachkräftemangel noch stärker niederschlägt, zur ländlichen Region in Mainfranken, wo die Lage auf dem Ausbildungsmarkt zwar angespannt, aber noch nicht ganz so prekär ist. "Der Infotag zeigt die vielfältigen Möglichkeiten der Berufswahl auf", sagte die 2. Bürgermeisterin Rita Rösch in ihrem Grußwort und forderte die jungen Leute auf, auch mal abseits des Königsweges nach Möglichkeiten der Berufswahl Ausschau zu halten.
Das Impulsreferat zum diesjährigen Infotag Jugend und Beruf hielt Dr. Lukas Kagerbauer, Bereichsleiter Berufsausbildung bei der IHK Würzburg-Schweinfurt, über das Thema Industrie 4.0. Kagerbauer bezeichnete das Zukunftsmotto Industrie und Wirtschaft 4.0 als "absolut zentrales Thema". Kagerbauer ist sich jedoch völlig bewusst, dass der Nutzen vielen noch nicht recht klar ist. In einer Industrie 4.0 kommunizieren Maschinen untereinander, übernehmen Bereiche der Entwicklung über die Produktion bis hin zum Recycling selbstständig und werden von Menschen nur noch überwacht. Das führt dahin, dass auch die gefertigten Produkte "kommunizieren" können, das Stichwort lautet hierbei: Internet der Dinge. "Das klingt heute noch etwas abgedreht", sagte Kagerbauer. "Aber es wird Realität werden!"
"Die Industrie 4.0 muss unbedingt mit einer Bildung 4.0 einhergehen", forderte Lukas Kagerbauer. Zum Thema Fachkräftemangel äußerte er seine Bedenken, ob die Anforderungen aus der Industrie umgesetzt werden können, wenn es Mitarbeiter in Unternehmen einfach zu wenige hat. Vor allem müssen die mit Industrie 4.0 beschäftigten Mitarbeiter eine hochwertige Ausbildung absolviert haben, um den Anforderungen gerecht zu werden. "Industrie 4.0 wird alle Facetten unseres Wirtschaftens verändern", ist sich Kagerbauer heute schon sicher. Erste Anregungen, wo die Zukunft der Industrie, des gesamten Wirtschaftslebens und der Bildung zu finden sind, gab es beim Infotag Jugend und Beruf. Stefan Kritzer
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