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Aktivpark und Gesundheit

Die Rheumaliga Bad Königshofen lud zum Vortrag ein
Das Thema "Gesundheit und die neue Pflegegesetzgebung" stand im Mittelpunkt eines Vortrags, zu dem der Arbeitskreis der Rheumaliga Bad Königshofen eingeladen hatte.  Foto: Friedrich
 
von HANNS FRIEDRICH
Den neuen Aktivpark, der auf der Wiese am Gradierpavillon im kommenden Monat eröffnet werden soll, stellte Stadträtin Erika Idriss bei einem Vortragsnachmittag der Rheumaliga Bad Königshofen im kleinen Kursaal vor. Gerade auch die Mitglieder Rheumaliga sollten das kostenfreie Angebot annehmen und ihren Körper fit halten. Dazu gebe es die verschiedensten Gerätschaften. Arme, Bauch und Rücken würden unter anderem durch entsprechende Übungen angesprochen.

Die Stadt Bad Königshofen finanziert dieses Projekt unterstützt durch entsprechende Spenden des Lionsklub Bad Königshofen für die Seniorenarbeit in der Stadt und hat dazu hochwertige Geräte angeschafft, die bereits im Bauhof der Stadt lagern.
"Am 1. April wird eröffnet", sagte Erika Idriss. Christine Baumann, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Rheumaliga Bad Königshofen meinte, dass man ganz sicher dieses Angebot gerne annehmen werde. Ihr besonderer Gruß galt aber dann der Referentin des Nachmittags, der SPD Bundestagsabgeordneten Sabine Dittmar, die zum Thema "Gesundheit und die neue Pflegegesetzgebung" sprach.
In ihrem kurzweilig gehaltenem Vortrag sagte Dittmar, dass es derzeit 4,5 Millionen Pflegebedürftige bundesweit gibt. 1,6 Millionen werden zu Hause gepflegt, weitere 1,3 Millionen nur von ihren Angehörigen. Deshalb habe das Thema "Pflege" eine große Bedeutung. So ist denn auch das erste Pflegeschwerpunktgesetz entstanden. Seit 2015 wurden dann immer wieder Mehrleistungen auf den Weg gebracht.
Insgesamt sind im Bundeshaushalt für den Bereich Pflege fünf Milliarden Euro veranschlagt. "Das ist die größte Sozialreform bisher." Wichtig ist es Sabine Dittmar, dass auch der Pflegedienst besser gestellt ist und Betreuungs- und Entlastungsleistungen fließen. Zuschüsse gibt es zum Beispiel bei einem Wohnungsumbau oder bei Wohnumfeld verbessernden Maßnahmen. Erhöht wurde der Betreuungsschlüssel.
In diesem Jahr trat dann auch die Pflegereform in Kraft. Darin wurden die Pflegestufen neu festgelegt. Es gibt Pflegegründe, die von eins bis fünf gestaffelt sind. Da geht es darum, was der Patient noch selbstständig kann oder auch, wie seine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist.
Dittmar war es wichtig, dass auch die Pflegenden zu Hause finanziell unterstützt werden und nicht nur der Patient. Das Pflegestärkungsgesetz habe sich bewährt. "Wir haben etwas Gutes auf den Weg gebracht." Jetzt müsse man noch herausfinden, wo es hakt und Verbesserungen vornehmen. Acht Pflegestützpunkte gibt es in Bayern, einer davon ist in Rhön-Grabfeld. Angesprochen hat die SPD Bundestagsabgeordnete das Heil- und Hilfsmittelgesetz. Etwas, das durchaus auch für die Rheumaliga interessant sein dürfte. Hier gebe es im Gesundheitsausschuss aber noch Handlungsbedarf. Zur Pflege im Krankenhaus sprach Sabine Dittmar das Thema "Personaluntergrenze" an. Diese soll ab Januar 2019 greifen. Bei Nichteinhaltung drohen den Kliniken sogar Sanktionen. Auch in Senioren- und Altenheimen wird dieses Thema eine Rolle spielen, allerdings wohl erst 2020.
Die zahlreichen Zwischenfragen zeigten der Referentin, dass ihr Thema in Bad Königshofen auf großes Interessen gestoßen ist. Hanns Friedrich
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