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35 neue Mountainbike-Touren

Rahmenkonzept des Biosphärenreservats liegt vor
Das Mountainbikenetz in der bayerischen Rhön soll von 600 auf 1.300 Kilometer erweitert werden.  Foto: M. Eckert
 
von MARION ECKERT
Zu wenig Zeit, zu viele Seiten und dann auch noch über die Sommermonate - der Entwurf zum Rahmenkonzept des Biosphärenreservates beziehungsweise Umfang und Zeitrahmen zur Stellungnahme standen in der Mitgliederversammlung des Vereins Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön in der Kritik.

Riedenbergs Bürgermeister Roland Römmelt war der Auffassung, dass 800 Seiten "zu umfassend" seien, um sie in der Kürze der Zeit mit dem Gemeinderat durchzuarbeiten. "Wir hätten mindestens zwei Monate mehr Zeit benötigt", sagte er und verwies auf den zudem unglücklich gewählten Zeitraum über die Sommermonate. "Ein Bearbeiten war nicht möglich. Der Zeitrahmen war nicht in Ordnung", so seine Auffassung. Unterstützung erhielt er von weiteren Bürgermeistern. Es sei für kleinere Gemeinden mit kleinen Verwaltungen nicht leistbar gewesen, den Entwurf zu bearbeiten. Es wurde von Bürgermeister Jochen Vogel (Motten) gar der Verdacht geäußert, dass in dem Konzept Dinge stehen könnten, die einer Gemeinde übergestülpt werden sollen, die aber in der Kürze der Zeit nicht in Gänze in ihrer Bedeutung erfasst werden konnten.
Der Leiter der Bayerischen Verwaltungsstelle Michael Geier versuchte die Bedenken auszuräumen und gab einen kurzen Abriss zum Rahmenkonzept. Am 26. Juni habe die öffentliche Auslegung begonnen, sie dauere noch bis 29. September. 817 Seiten umfasse der Entwurf. Zudem gab es drei Informationsveranstaltungen, in denen ein geraffter Überblick über die Inhalte des Rahmenkonzeptes gegeben wurde. Diese fanden am 9. August in Bad Bocklet, am 31. August in Mellrichstadt und am 19. September in Hammelburg statt.
57 Stellungnahmen seien in der Verwaltungsstelle bisher eingegangen, die zentral für alle drei Länder gesammelt werden. Wenn die Stellungnahmen keine des Biosphärenreservat widerstehenden Aussagen enthalte oder zu Differenzen führen, die noch geklärt werden müssten, werden die Anregungen in den Entwurf eingearbeitet.
Anfang November soll der abgestimmte Entwurf allen drei beteiligten Länderministerien zur weiteren Bearbeitung und Beschlussfassung vorgelegt werden. In Bayern sei dies der Ministerrat. Die öffentliche Bekanntgabe des Rahmenkonzeptes soll am 16. Mai 2018 in Gersfeld durch die Minister der drei Länder erfolgen, die Umsetzung soll dann zeitnah in Angriff genommen werden.
Zum angesprochenen Problem der Auslegung während der Sommer- und Ferienzeit meinte Geier, dass es grundsätzlich schwierig sei, bei drei Ländern mit unterschiedlichen Ferienzeiten eine ferienfreie Zeit zu finden. Wer wenig Zeit zur Bearbeitung der drei Bände habe, der könne sich auf Band zwei konzentrieren, in dem es um Ziele und Maßnahmen gehe.
Weniger als 800 Seiten seien keinesfalls möglich gewesen, im Gegenteil, denn durch die Stellungnahmen werde der Umfang sogar noch steigen. "In den Anregungen heißt es stets, dass da und dort noch dieses und jenes fehle. Da kommen gut und gerne noch ein paar Dutzend Seiten dazu. Weniger ging nicht, es wäre noch viel mehr gegangen." Was den Verdacht angehe, dass Kommunen mit dem Rahmenkonzept Dinge übergestülpt werden sollten, verwies Geier auf die Unverbindlichkeit des Zielkonzeptes. "Es ist nichts verpflichtend. Es ist kein rechtsförmiger Regionalplan der bindend ist."
Geschäftsführer Klaus Spitzl gab einen Einblick in den aktuellen Stand zum Leader-Projekt Mountainbike Bayerische Rhön. Demnach seien 35 neue Touren entwickelt worden, um das bestehende Mountainbikenetz zu erweitern und miteinander zu verbinden. Zu den Touren wurden Streckenblätter und Streckenbeschreibungen erstellt. Bisher gab es rund 600 Kilometer Mountainbikewege, laut aktueller Planung sollen es künftig 1.300 Kilometer sein. Die naturschutzfachliche Anhörung sei mittlerweile beinahe beendet, im nächsten Schritt erfolge die Abstimmung mit den Kommunen. Nach Abstimmung mit allen Beteiligten werde die Beschilderung, Erstellung von Informationsmaterial und Werbung beginnen.
Der Landkreis Bad Kissingen übernahm das Haus der Schwarzen Berge im Markt Wildflecken und plant bauliche Veränderungen in einem Kostenrahmen von rund 1 Million Euro, das gab der Vorsitzende des Vereins Bad Kissingens Landrat Thomas Bold bekannt. Bisher seien die Nutzungen von Touristinformation, Direktvermarktung und Café eher diffus über das Gebäude verteilt. Durch den Umbau des Eingangsbereiches soll eine zentrale Anlaufstelle für den Gast entstehen, außerdem sei die Sanierung und Ergänzung der Toilettenanlagen, eine neue Heizung und ein separater Eingang zu den Tagungs- und Sitzungsräumen vorgesehen. Nach dem Jahreswechsel soll mit dem Umbau begonnen werden. me
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