In diesem Jahr sind die Sträucher und Bäume in den Wildhecken und Straßenböschungen reich beladen mit Wildfrüchten. Hier kann sich die Vogelwelt, wie in einem Tante-Emma-Laden, nach Herzenslust mit Leckereien wie Hagebutten, Schlehen Früchte des Weißdorns und des Schneeballes sowie mit Eicheln in den Wäldern bedienen. Das lässt erahnen, dass es einen härteren Winter geben wird als in den vergangenen Jahren. Sicher kann man sich aber nie sein. Die Pflanzen und Tiere unserer Region sind auf eine kalte Jahreszeit eingestellt. Warme Winter bringen das biologische Gleichgewicht in der Natur durcheinander.


Gartentipps für die kalte Jahreszeit: Quitten

Quitten werden durch die leckeren Produkte, die man aus ihnen herstellen kann, zunehmend beliebter. Pflückreif sind die Früchte, wenn der Flaum verschwindet. Gute Sorten für den Hausgarten sind nach neuesten Erkenntnissen: Krinska, mit etwas weicherem Fruchtfleisch und apfelförmigem Aussehen, Cydora Robusta, mit birnenförmigen Früchten, die Mitte Oktober reif sind und Muskatnaja, mit einem sehr kompakten Wuchs.

Ein Quittenbaum passt auch in einen relativ kleinen Garten. Er ist mindestens so dekorativ wie ein anderes Gehölz, welches nur der Zierde dienen soll. Der kleinkronige Baum verzaubert nicht nur mit seinen Früchten, die sehr angenehm duften sondern auch mit wunderschönen großen Blüten. So ist ein Quittenbaum auch im Vorgarten ein ganz besonderer Schmuck. Die Früchte leuchten im Herbst wie Christbaumkugel.


Gartentipps für die kalte Jahreszeit: Heidelbeeren

Wer im Garten Heidelbeeren anpflanzen will, sollte dabei beachten, dass sie einen sehr sauren Boden lieben. Deshalb darf kein kalkhaltiges Wasser zum Gießen genommen werden. Kompost und Mist eignen sich nicht zum Düngen, da dadurch auch Kalk in den Boden gelangt Am besten eignet sich ein spezieller Heidelbeer- oder Rhododendrondünger. Durch ein laufendes Mulchen mit Fichtennadelstreu bleibt der Boden ebenfalls sauer.

Heidelbeeren sind in eine Erdmischung von Sand, Sägespäne und Rindenmulch von Nadelgehölzen zu gleichen Teilen zu pflanzen. Das Loch sollte mindestens 80/60 cm groß sein und einen Wasserabzug haben. Die Erdwände sind mit Folie zu schützen, damit keine kalkhaltige Feuchtigkeit von der Seite einwandern kann und die Wurzeln schön in dem dargebotenen Substrat bleiben. Bei einer Pflanzung in große Kübel nimmt am besten Rhododendronerde. Heidelbeeren lieben, nicht wie meistens angenommen den Halbschatten, sondern einen sonnigen Standort. Empfehlenswerte Sorten sind Duke, Patriot, Elizabeth und Reka. Für den Ertrag ist es besser, nicht nur eine Pflanze zu setzen.


Gartentipps für die kalte Jahreszeit: Dahlien

Die schönen Dahlien können solange auf dem Beet oder hinter dem Gartenzaun verbleiben bis sie dem Frost zum Opfer fallen. Dann werden die Blüten und Blätter schwarz. Um die Knollen nach Farben und Größe sortieren zu können ist daher ein vorzeitiges Etikettieren notwendig. Nach dem Zurückschneiden werden die Knollen mit der Grabgabel aus dem Boden gehoben, durch Abschütteln von Erde befreit und einige Tage bei frostfreiem Wetter kopfüber zum Trocknen auf die Stängel gestellt. Erst dann kommen die Knollen ins Winterlager. Auf dem Lande gibt es in kühlen und feuchten Kellern noch gute Überwinterungsmöglichkeiten. Die Lagerung hat wie bei den Kartoffeln zu erfolgen. In milden Wintern können sie sogar im Boden bleiben. Eine starke Laubabdeckung als Schütz wäre dabei gut.


Gartentipps für die kalte Jahreszeit: Funkie

Die sehr beliebte Funkie hat als Staude das Grün aus ihren Blättern eingezogen. Es ist es gut, wenn diese nicht weggenommen werden. Auch das Laub der Bäume und Sträucher bietet diesen aparten Stauden einen zusätzlichen Schutz vor Kälte. Sehr wichtig ist jetzt die Markierung mit einem Stab, damit man sie bei der Gartenarbeit im Frühjahr nicht übersieht. Funkien treiben nämlich erst sehr spät aus. Hier heißt es dann im Frühjahr, sich in sehr viel Geduld zu üben.


Gartentipps für die kalte Jahreszeit: Herbstanemonen

Herbstanemonen verleihen dem Garten im Spätjahr einen besonderen Zauber. Manche Sorten bringen nach der Blüte auffällige Samenstände hervor und zieren so bis in den Winter hinein. Schon deshalb, vor allem aber, um die Spätblüher nicht zu gefährden, werden sie erst im Frühjahr zurückgeschnitten. Als Frostschutz ist eine Laubabdeckung des Bodens angebracht. Übrigens, die Samenstände dienen besonders dem Stieglitz als Futterquelle.


Gartentipps für die kalte Jahreszeit: Rasen

Rasen sollte unbedingt kurz in den Winter gehen. Von Vorteil ist es, wenn sich das aufliegende Laub beim Schneiden mit dem Rasenmäher mit dem Gras vermischt. Dieses Substrat eignet sich gut für die Abdeckung von Gemüsebeeten und zum Kompostieren.


Gartentipps für die kalte Jahreszeit: Kohlarten

Knollensellerie, Gelbe Rüben, Rote Rüben, Winterrettiche und verschiedene Kohlarten sollten erst Ende Oktober beziehungsweise Anfang November geerntet werden. Zu frühes Einlagern kann die Haltbarkeit im Winterlager verkürzen. Gerade das Wachstum der Kohlgemüse ist jetzt noch beträchtlich.