Der Oktober ist ein günstiger Monat, um Obstgehölzen zu pflanzen. In den nächsten Wochen, wenn die Blätter langsam einziehen und das Holz ausgereift ist, beginnt in den Baumschulen die Rodung der jungen Bäume und Sträucher. Bei einer Pflanzung im Herbst bilden Gehölze noch vor dem Winter Saugwurzeln. Somit können sie dann im Frühjahr zügig weiter wachsen. Nur bei frostempfindlichen Obstarten wie Pfirsiche und Aprikosen kann eine Frühjahrspflanzung vorteilhafter sein. Die Auswahl an passenden Sorten ist in den Baumschulen und Gartencentern im Herbst besonders groß. In den letzen Jahren hat sich der Winter immer mehr zum Frühjahr hin verschoben. Damit wurde die Zeitspanne für Neupflanzungen sehr verkürzt.


Veredelung der Obstsorte entscheidend

Beim Obstbaumkauf ist unbedingt auf die verwendete Unterlage zu achten, auf die, die jeweilige Kultursorte veredelt worden ist. Bei starkwüchsigen Apfel- und Birnenbäume handelt es sich um Sämlingsunterlagen. Diese haben ein kräftiges Wurzelwachstum und sind daher sehr standfest und können den Boden gut in tieferen Regionen aufschließen. In den immer kleiner werdenden Hausgärten spielen schwach wachsende Unterlagen wie etwa M27, M9 oder M26 für Äpfel eine immer größere Rolle. Sie kommen als Erziehungsformen für Busch, Spindel und Spalier in Frage. Birnen werden auf Quitten veredelt, um schwachwüchsige Exemplare zu bekommen. Bäume auf schwachen Unterlagen benötigen wegen der flachen Wurzeln zeitlebens einen Halt und einen offenen Boden.

Man sieht immer noch, dass Gehölze geschnitten werden. Diese können aber ihre Wunden in der vegetationslosen Zeit nicht mehr abschotten. Diese bilden dann im Spätherbst und Winter Eintrittspforten für Pilze. Eine alte Regel besagt, dass das Schneiden nur bis zum 20. September möglich ist. In diesem Jahr hat sich dieser Termin allerdings etwas verzögert. Es sollte aber grundsätzlich mit dem Schnitt jetzt gewartet werden bis die stärksten Fröste im Winter vorbei sind.
Das ist in der Regel Mitte und Ende Februar der Fall. Man weiß aber nie, wie ein Winter sich entwickelt. Um aber auf der sicheren Seite zu sein, sollten die alten Regeln eingehalten werden. Empfindliche Bäume wie Pfirsiche, werden überhaupt erst in der Blüte und Süßkirschen im Sommer behandelt. Man sollte auch bedenken, dass bei einem zu frühen Schnitt weniger Knospen am Baum vorhanden sind. Wenn dann der Saft bei mildem Wetter und zunehmender Tageslänge aufsteigt, werden die verbleibenden Knospen umso stärker "geflutet". Dadurch verringerte die Salzkonzentration im Gewebe. Die Frostgefahr erhöht sich dann deutlich.

Vor einem großen Frost sollten unbedingt Zucchini in und Kürbisse eingeräumt werden. Sie vertragen keine Minusgrade. Zucchini lassen sich in kühlen und trockenen Räumen einige Zeit lagern. Sie können auch gleich in Scheiben geschnitten und Eingefroren werden. Unreife Tomaten werden gerne an auf den Küchenschrank gelegt, damit sie dort nachreifen können. Kürbisse lieben ebenfalls einen kühlen und trockenen Keller oder einen nichtbewohnten, unbeheizten und frostfreien Raum. Das gleiche gilt für die Nüsse. Feuchte Keller aber sind für die aufgezählten Früchte ungeeignet.


Tomaten auf Platz Zwei

"Zwiebeln sind so viel wert wie eine ganze Apotheke", so sagte Paracelsus. Die Küchenzwiebeln sind nach den Tomaten das liebste und meist verwendete Gemüse in Deutschland. Die Zwiebeln werden als heimliche Könige der Küche bezeichnet. Küchenzwiebel, Lauchzwiebel, Perl- und Etagenzwiebeln gehören zusammen Schnittlauch, Porree, Knoblauch und Bärlauch zu der Gruppe "Zwiebelgemüse".

Klein geschnittene rohe Zwiebeln, mehrmals täglich eingenommen, bilden bei Erkältungskrankheiten ein bewährtes Hausrezept. Zwiebelsirup, der aus klein geschnittenen Zwiebeln, vermischt mit reichlich Zucker, durch ab Pressen gewonnen wird, kann selbst Kleinkindern als wirksames Heilmittel verabreicht werden. Man kann auch Zwiebeln klein schneiden, sie mit ein wenig Honig übergießen und das alles etwas ziehen lassen. Der daraus entstehende Saft ist ein prima Ersatz für Hustensaft und gerade in der Schwangerschaft eine ungefährliche Alternative. Täglich etwas rohe Zwiebeln mit den Speisen oder Salaten eingenommen, bildet gegen Erkältungskrankheiten die beste Vorbeugungsmaßnahme.