Ringelblume

Gartentipps: Die Ringelblume als Schädlingsbekämpfer und Heilpflanze

Die Ringelblume kann Schädlinge im Garten bekämpfen oder als Salbe bei den verschiedensten Beschwerden helfen.
Die Ringelblume kann Schädlinge im Garten bekämpfen. Eine Salbe aus Ringelblumen hat heilende Wirkung bei den verschiedensten Beschwerden. Foto: Jupp Schröder
 
In jedem naturnahen Garten blühen jetzt die Ringelblumen. Wo sie sich einmal wohl fühlen, säen sie sich immer wieder selbst aus. Die Blütezeit erstreckt sich vom Juni bis zu den Frösten. Es handelt sich bei diesen typischen Bauerngartenpflanzen um wahre Wunderblumen. Neben ihrer Heilkraft für den Menschen machen sie auch den Boden gesund.


Die Ringelblume ist Schädlingsbekämpfer

Die Ringelblumen sind bekannt als Vernichteter von Nematoden. Hier handelt es sich um kleine Fadenwürmer, die an den Wurzeln saugen. Ringelblumen können diese häufig vorhandenen Schädlinge für Nutzpflanzen anlocken und mit großer Wirkung im Boden abtöten.


Die Ringelblume als Hausmittel gegen viele Beschwerden

Die leuchtend orangefarbenen Blüten der Ringelblumen kann man sehr vielseitig verwenden. In der Naturkosmetik werden sie gern als Kompresse zur Pflege von rissiger, rauer und entzündeter Haut verwendet. Weiter wirken die Blüten bei Geschwüren, Wunden, Verletzungen, Sonnenbrand, Erfrierungen. Als Tee helfen die Blüten bei Leber- und Gallenblasenleiden, Magenverstimmungen, Schleimhautproblemen sowie zum Gurgeln und Spülen bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum.

Die Blätter der Ringelblumenblüten sollten auch in keinem Wildsalat fehlen. Man kann mit ihnen so herrlich Speisen dekorieren. Oft dienen die orangefarbenen Blätter auch als Safranersatz.


Herstellung einer Salbe aus Ringelblumen

Ringelblumen und Calendulasalbe, Calendula ist der botanische Name der Ringelblume, gibt es in allen Fachgeschäften für Gesundheit zu kaufen. Mit frischen Blüten aus dem eigenen Garten kann man die Salbe leicht selbst herstellen. Dazu werden die Blütenköpfe in einen Topf mit ausgelassenem Schweineschmalz (ein Teil Blüten auf zwei Teile Fett) gemischt und bei einer milden Hitze etwa eine halbe Stunde lang immer wieder umgerührt. Dann wird alles durch ein Leinentuch gepresst. Die Herstellung der Heilsalbe geht auch ohne Schweineschmalz mit Sonnenblumenöl und Bienenwachs, so die Aussage einer versierten Bäuerin aus Unterpreppach im Landkreis Haßberge.

Das fertige Produkt wird am besten in kleinen Arzneitöpfchen dunkel und kühl aufbewahrt. Es hält sich bis zur nächsten Blüte im kommenden Sommer. Die Arzneitöpfchen mit der Salbe sind gern gesehene Geschenke. Die Wirkung der Ringelblume ist ähnlich wie die bei der Arnika. Diese bekannte und beliebte Heilpflanze ist leider in unserer Region ausgestorben.
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