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Natur

Wie "Urmel aus dem Ei": Seltene Kubakrokodile schlüpfen in Fulda

Das Kubakrokodil: Eine Reptilienart, die in freier Wildbahn, wie auch in Gefangenschaft vom Aussterben bedroht ist. Zwei der wenigen Exemplare leben in Fulda; und haben nun erstmals Nachwuchs bekommen. Eine "zoologische Sensation", wie die Züchter selbstbewusst erklären, wird dieser Umstand allerdings erst dadurch, dass sie reinerbig sind.
Ein Kubakrokodil-Jungtier beim Schlüpfen. Vier neue Jungtiere gibt es nun in Fulda. Foto: Aquarien- und Terrarienverein
 
Damit sind "Urmel aus dem Ei" und ihre drei Geschwister die erste Brut ihrer Art in Deutschland. Großes Medieninteresse herrschte auf dem Vereinsgelände des Aquarien- und Terrarienvereins "Scalare" in der Marberzeller Straße. Die Ursache, warum sich ein Dutzend Fotografen um einen kleinen Glaskasten drängen, ist weniger als 30 Zentimeter lang und noch keinen Monat alt. Vier frischgeschlüpfte Kubakrokodile tummeln sich in dem Terrarium.


Erste Aufzucht in Deutschland

Das wäre insofern etwas Besonderes, als dass die Aufzucht in ganz Europa in der Vergangenheit erst zweimal gelang, in Deutschland war es sogar das erste Mal. Für ein noch breiteres Lächeln bei den Züchtern Matthias Frank, Markus Jäger und Melanie El-Mohamad sorgt allerdings ein Schreiben aus den USA, das die drei kürzlich erreichte. Darin attestiert ihnen ein Institut für Reptilienforschung, dass es sich bei den Eltern von "Urmel aus dem Ei" und ihren drei noch namenlosen Geschwistern um reinerbige Tiere handelt.


Wertvolle Tiere

Was daran besonders ist, erläutert Christian Redweik, Vorsitzender des Fuldaer Aquarien- und Terrarienvereins. So gebe es in der Heimat der Tiere auf Kuba eine starke Hybridisierung, sprich Kreuzung, von Kubakrokodil und dem dort ebenfalls beheimateten Spitzkrokodil. Da das Spitzkrokodil allerdings deutlich häufiger auftauche, werde es sich auf längere Sicht genetisch durchsetzen. Wie viele wirklich reinrassige Exemplare es derzeit überhaupt noch gibt, könne niemand genau wissen, erklärt Züchter und Vereinsmitglied Matthias Frank. Deswegen seien die Tiere auch so wertvoll.

Frank und Kollege Markus Jäger hatten vor 18 Jahren die Pflege der Eltern übernommen. Die beiden Reptilien waren beschlagnahmt worden und nach mehreren Stationen letztendlich in Fulda gelandet.
Seit fünf Jahren versuchen die drei Züchter nun bereits, die bedrohte Art schlüpfen zu lassen. Mit der bereits gesammelten Erfahrung und Tipps von anderen Züchtern rund um den Erdball hat es nun endlich geklappt. Ein wenig mehr UV-Licht, Calcium und Vitamine lautete letztendlich die Formel zum Erfolg. Nach 96 Tagen Brutzeit bildeten sich die ersten Risse in der Eischale, an Tag 97 hatten vier Kubakrokodile das Licht der Welt erblickt.


Wahrscheinlich Weibchen

Es handelt sich dabei um Weibchen, vermuten die Züchter. Die Bruttemperatur entscheidet, ob letztendlich Männchen oder Weibchen schlüpfen. Sicher lasse sich das Geschlecht allerdings erst nach einem oder zwei Jahren bestimmen, erklärt Frank.


Biologisches Gleichgewicht

Nun sollen die Tiere mindestens ein Jahr in Fulda bleiben, bis sie an Zoos und Krokodilfarmen weitergegeben werden. "Es waren direkt einige Liebhaber zur Stelle, doch die bekommen von uns nichts", erklärt Vorsitzender Redweik. "Es geht hierbei nicht nur um den Zuchterfolg, sondern auch darum, das biologische Gleichgewicht wiederherzustellen", gibt er zu bedenken. Und deswegen haben sie sich direkt ein ambitioniertes Ziel für das kommende Jahr gesetzt: männlichen und weiblichen Nachwuchs der Krokodile. Zu sehen sind die Reptilien nur an Sonn- und Feiertagen im Fuldaer Tümpelgarten. Markus Kubiak




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