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Braveheart-Battle

Tapfere Herzen im Schlamm

"Und wieder durch die Hölle" ist das Motto des Braveheart-Battle 2016. Der Rhöner Hindernislauf führt heuer von Bischofsheim über den Kreuzberg.
Braveheart-Battle: Bald ist es wieder soweit. Foto: Barbara Herbst/Archiv
 
von MARKUS KLEIN
Die Hölle hat ihre Adresse geändert. Haben die "Bravehearts" in den vergangenen fünf Jahren noch in Münnerstadt Berge und Flüsse bezwungen, geht es heuer von Bischofsheim aus stolze 30 Kilometer um den Kreuzberg herum, auf und ab. Durch Schlamm und Wasser, über Waldwege, Mauern und Röhren, rennend, kriechend und hangelnd müssen die Teilnehmer ihre Tapferkeit unter Beweis stellen - und für die Tortur außerdem 65 Euro bezahlen. Zuschauen ist dagegen umsonst.
Die Beliebtheit des BraveheartBattle nimmt weiter zu. Schon vor Monaten waren die 3500 Startplätze vergeben. Am Samstag, 12. März, geht es wieder los, steht die nächste Schlacht an und bei Organisator Joachim von Hippel gehen bereits erste Anfragen für 2017 ein.


Strecke und Neuigkeiten

"Bischofsheim wird genauso hart wie Münnerstadt, nur mit mehr natürlichen Hindernissen", sagt von Hippel, der den Lauf organisiert. Der gebürtige Bad Kissinger ist "Masterchief", also der Leiter, des Pas-Teams. "Pas" steht für "Power Action Survival", die Firma organisiert inzwischen drei solcher Extrem-Hindernisläufe im Jahr. Zudem bietet sie Überlebens-Trainings an, etwa zur Vorbereitung von Reportern, die aus Kriegsgebieten berichten wollen.
Auf den Braveheart-Battles geht es in der Regel friedlich und kameradschaftlich zu. Viele Läufer starten in Teams. Aber alleine ist man auch sonst nicht: "Ich bin als Einzelläufer gestartet und zusammen mit einem Team von über 2300 Läufern im Ziel angekommen", beschreibt ein ehemaliger Teilnehmer seine Erfahrungen auf der Internetseite der Veranstaltung. Tatsächlich sieht man auf den Bildern vergangener "Battles" stets, wie sich die "Bravehearts" die Hand reichen, über Mauern und durch Schlammgruben helfen und gegenseitig motivieren, nicht aufzugeben.


Die Strecke ist fordernd

Und das scheint bitter nötig in Anbetracht von 2400 Höhenmetern, die am 12. März überwunden werden müssen. Dazu 50 Hindernisse wie etwa die riesige Lehmgrube in der Nähe des Bischofsheimer Schwimmbades, das steile Auf und Ab an der Ski-Sprungschanze und die Geländetouren der im März noch kalten Rhön, teils kriechend im Nebelmaschinen-Rauch.
Monate im Voraus trainieren die "Bravehearts" für den Lauf, Videos mit Tipps kursieren auf der Facebook-Seite der Veranstaltung. Eiswasser-Bäder, steile Ausdauerläufe und Muskeltraining stehen auf dem Programm. Einige Teilnehmer aus der Region treffen sich seit Januar am Kreuzberg zu regelmäßigen Trainings. Es sind Trockenübungen, denn die künstlichen Hindernisse werden erst am Abend vor dem Lauf aufgestellt. Sie kommen in der Regel von Sponsoren.
Ein Baumarkt stellt beispielsweise Zementrohre zur Verfügung, ein Autohaus Autoreifen, die Bundeswehr hebt die Lehmgrube aus, und ein Gastwirt sponsort Trikots und die Nebelmaschine. Kekse und Tee für die Läufer wird im Übrigen eine Wohngruppe der Lebenshilfe Rhön-Grabfeld anbieten.


Hundertschaft Rettungskräfte

Rund 180 Rettungskräfte werden bei der Veranstaltung vor Ort sein. Dazu zählen etwa Feuerwehr, Sanitäter, Berg- und Wasserwacht. Die sind allerdings nicht kostenlos: 12 500 Euro gibt der Veranstalter für die Sicherheitskräfte aus. Verletzungen und Unterkühlungen kommen jedes Jahr vor, ein größeres Unglück gab es noch nicht.

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