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Blütenboxen

Patentierte Romantik aus Rhön

Zwei Mütter aus Bad Brückenau machen einen blumigen Trend aus dem Internet zu ihrem Geschäftsmodell. Die Idee schlug ein.
Katharina Romeis und Julia Schott (rechts) vertreiben über das Internet selbst entworfene Blumenboxen. Die größte davon mit drei Fächern haben sie zum Patent angemeldet. Foto: Wolfgang Dünnebier
 
Nach dem Muttertag ist vor dem Muttertag: Für Katharina Romeis und Julia Schott ist jede Zeit Zeit für Gefühl. Die beiden 30 und 32-jährigen Mütter verbreiten mit Produktion und Versand von Blumenschachteln für eine solvente Kundschaft edle Romantik. Ihre frisch gegründete BlossomBox GmbH hat seit dem ersten Webauftritt vor dem Valentinstag 2017 offenbar gut eingeschlagen.
So dekorierten die Frauen zum Muttertag auf Bestellung aus dem Internet 80 Blumenschachteln. An Fantasie fehlt es den Geschäftsfrauen dabei nicht. Inzwischen haben die beiden Frauen sogar ein Patent für eine sechseckige Faltschachtel angemeldet. Drei Fächer darin fahren sich beim Öffnen der Box elegant auf. Inzwischen denken die Urheberinnen über die Einstellung von Personal nach, weil sie mit der Arbeit kaum herumkommen.
"Den Trend habe ich 2015 in Dubai und Moskau aufgeschnappt", sagt Katharina Romeis. Edle Schachteln mit konservierten Rosen müssten auch in Deutschland gehen, dachte sich die leidenschaftliche Webdesignerin.
Sowieso hätte der Glanz der edlen Geschenke ohne das Internet nie aus der Rhön abstrahlen können. Schon deshalb, weil die Designerin nie persönlich so weit gereist ist. "Mit zwei Kindern, wie soll denn das gehen?", fragt sie im Gespräch. "Das habe ich aus den sozialen Netzwerken", fügt sie an.
Ein Jahr experimentierten die gestaltungsfreudigen Jungunternehmerinnen mit Form und Design der Schachteln und recherchierten Bezugsquellen. "Ein Ansporn war es, dass gleichzeitig drei Mitbewerber auf den Markt kamen", sagt Katharina Romeis.
Eine effektvolle Homepage musste her. An deren Gestaltung hat sich die Mutter über die Betreuung des Online-Auftrittes der Spedition ihres Bruders sowie einer Bad Brückenauer Klinik und durch das Schauen von Lehrvideos ebenfalls im Internet herangearbeitet.
Drei bis 60 Blütenköpfe zieren die Schachteln. Wenn die Blätter vorsichtig behandelt werden, strahlen sie mehrere Jahre Anmut aus.
Für den Einkauf ist Julia Schott zuständig. Die Rosenköpfe lassen sich die Frauen aus Kolumbien und Ecuador zuschicken. Die Rosenköpfe werden bereits konserviert angeliefert. Sie sind mit Glyzerinwasser konserviert. In Verbindung mit Lebensmittelfarben verspricht dies mehrjährige Haltbarkeit. Die längere Lebensdauer als bei Schnittblumen ist willkommenes Verkaufsargument bei Preisen zwischen 40 und 360 Euro.
Genauso exklusiv ist das Ambiente, das die Frauen im Internet um ihre Produkte aufbauen. Zum Fotoshooting für die Homepage stellten sich Models aus der Verwandtschaft einen Tag der Oberleichtersbacher Fotografin Kerstin Junker im Bad Brückenauer Dorint-Hotel. "Das war schon ein bisschen Germanys Next Topmodell"-Feeling", erinnert sich Katharina Romeis gerne.
Inzwischen sind auch Firmenkunden auf das Rhöner Start-up aufmerksam geworden. Es gebe sogar schon Anfragen von Kunden für 250 bis zu 5000 Blumenschachteln. Darunter ein Fertighaushersteller aus Norddeutschland, der Bauherren beim Bezug ihres Hauses ein exklusives Geschenk bereiten möchte.
Um eingängige Werbebotschaften sind die beiden Mütter nicht verlegen. "Mach mich zu einer Prinzessin" legen die GmbH-Gründerinnen anderen Frauen in einem Slogan in den Mund, um die Männer zum Beschenken ihrer Angebeteten zu animieren.
Selbst haben die beiden Mütter natürlich auch Wünsche für ihr Leben. Einer davon ist, einmal leibhaftig nach Dubai zu reisen. Vielleicht, um dort neue Trends aufzuspüren. Wolfgang Dünnebier
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