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Odyssee

Die vergebliche Zimmersuche eines Ehepaars in Würzburg endet in Bad Kissingen

EIn Ehepaar aus dem Sauerland hat eine Autopanne bei Würzburg und sucht verzweifelt nach einem Hotelzimmer - findet aber erst eines in Bad Kissingen.
In Würzburg war kein Zimmer frei, aber in Kissingen: Rita und Paul Hoffmann. Foto: Thomas Menke
 
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Offensichtlich besonders gut, wenn er bei Würzburg eine Panne hat und abends ein Hotelzimmer sucht. So wie der 80-jährige Paul Hoffmann und seine ein Jahr ältere Frau Rita aus Plettenberg im Sauerland, die am 27. September, einem Dienstag, damit Probleme hatten.


Bordelektronik versagte

"Wir waren auf der Rückreise von Füssen", erzählt der 80-Jährige mit kräftiger Stimme am Telefon. "Da wollten wir wie immer auf halber Strecke in Biebelried übernachten. Aber da war nicht einmal mehr ein Einzelzimmer frei. Also haben wir uns auf Ratschlag des Mannes am Empfang entschlossen, weiter nach Würzburg zu fahren und dort Quartier zu nehmen. Das sei ja eine große Stadt, hat er gesagt, da würden wir schon etwas finden."

Wenige Kilometer später versagte auch noch auf der Autobahn gegen 18.30 Uhr die Bordelektronik des Autos der Hoffmanns. Der ADAC konnte erst mit Hilfe der Polizei den Standort der beiden finden. Bis der "gelbe Engel" den Wagen aufgeladen hatte und die beiden Sauerländer samt Auto zur Niederlassung der betreffenden Marke gebracht hatte, war es bereits 22 Uhr.

Da um diese Zeit in der Werkstatt niemand mehr arbeitet, warf Hofmann auf Anraten des ADAC-Mitarbeiters, der zusagte, die Zentrale werde sich gleich am Morgen um alles Weitere kümmern, den Wagenschlüssel in den Einwurfschlitz des Niederlassung. Der ADAC-Mann besorgte den beiden die Adresse eines Hotels, rief ein Taxi und fuhr weiter.

"Das Taxi brachte uns zu einem Hotel ohne Rezeption, mit einem Automaten zum Einchecken", sagt Hoffmann. "Ich steckte meine EC-Karte in den Schlitz, und eine Schrift leuchtete auf: Belegt. Also brachte uns der Taxifahrer zum Ghotel", erinnert sich Hofmann. "Aber auch hier war kein Zimmer mehr frei."

"Dem Mann hinter dem Empfangstresen des Hotels bin ich heute noch dankbar," fährt er fort, "dieser versuchte per Telefon über eine halbe Stunde in der Stadt ein Hotelzimmer für uns zu finden. Dann hatte er Erfolg" erzählt Hoffmann weiter.

Allerdings nicht in Würzburg. "Das nächste freie Zimmer, so sagte er uns, sei in Bad Kissingen, für 118 Euro pro Nacht. Das war uns beiden aber mittlerweile egal", berichtet der ältere Herr. Also riefen sie wieder ein Taxi und ließen sich noch für weitere hundert Euro nach Bad Kissingen fahren.


Ankunft um ein Uhr nachts

Um ein Uhr nachts endlich hatte die Odyssee ein Ende. "Dort angekommen, erzählte uns der Hotelier aber, wir seien in dieser Nacht schon das vierte Ehepaar, das statt wie beabsichtigt in Würzburg, bei ihm Zuflucht suchen würde", berichtet der 80-Jährige. Am nächsten Morgen um 10.30 Uhr fuhren sie zurück nach Würzburg, erneut mit dem Taxi, dort war ihr Auto dann um 15.30 Uhr fertig zur Weiterreise heim nach Plettenberg.

Ernst Lauterbach

zum Thema "Kurioses"

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