Nürnberg
Betrug

Warnung vor Telefonbetrug in Franken: So verhalten Sie sich richtig

"Falsche" Polizisten rufen aktuell mit Nummern der Polizei in ganz Mittelfranken an. Aber Vorsicht: Auch in Ober- und Unterfranken sollten Sie aufpassen.
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Mit vorgetäuschter Telefonnummer geben sich Gauner aktuell als Polizeibeamte am Telefon aus. Die "echte" Polizei warnt deshalb vor den Betrügern. Foto: Martin Gerten/dpa
Mit vorgetäuschter Telefonnummer geben sich Gauner aktuell als Polizeibeamte am Telefon aus. Die "echte" Polizei warnt deshalb vor den Betrügern. Foto: Martin Gerten/dpa
In den vergangenen Tagen hat die mittelfränkische Polizei ein erhöhtes Auftreten falscher Polizeibeamter mittels Telefon registriert. Die Gauner haben dazu unter anderem auch real existierende Telefonnummern von Polizeidienststellen verwendet.

"Call-ID-Spoofing" nennt sich die Methode, bei der Anrufe unter einer für den Angerufenen vorgetäuschten Nummer geführt werden können. Dabei wird bei einer Rufnummernanzeige des angerufenen Telefons anstatt der Originalrufnummer des Anrufers eine in der Regel frei wählbare Identifikationsinformation angezeigt. Hierdurch wird es möglich, die wahre Identität des Anrufers beim Angerufenen zu verschleiern. Meist wurde hier die Nummer des Polizeinotrufs 110 verwendet.

Allein zwischen dem 25.11. und 27.11.2017 wurden der Kripo Nürnberg mehr als 40 Fälle mit dieser Vorgehensweise gemeldet. Glücklichweise blieb es dabei nur bei versuchten Betrügen. Zu einer geforderten Geldübergabe kam es nicht, wie die Polizei mitteilt. Aufpassen sollten Sie aber auch in den anderen Teilen Frankens - in Ober- und Unterfranken könnten die Gauner ebenfalls anrufen.


Um künftig nicht Opfer eines solchen Betrugs zu werden, gibt die Polizei Mittelfranken deshalb folgende Verhaltenstipps:


1. Achten Sie bei dem Gespräch auf die Nummer, die am Telefon angezeigt wird und notieren Sie
diese.
2. Seien Sie sehr misstrauisch gegenüber dem Anrufer.
3. Sollten Sie von der Richtigkeit des Anrufes überzeugt sein,
fragen Sie nach der genauen Amtsbezeichnung, den Namen und der Dienststelle des Anrufers.
Echte Polizei- oder Kriminalbeamte werden dieser Bitte gerne nachkommen.
4. Kündigen Sie einen Rückruf an.
5. Suchen Sie sich dazu die Telefonnummer der vom Anrufer
angegeben Polizeidienststelle selbst heraus.
6. Lassen Sie sich gegebenenfalls über die Vermittlung der Polizei (in Nürnberg ist dies die
0911/2112-0) mit dem mutmaßlichen Anrufer verbinden.
7. Sollten Sie trotz des sicheren Auftretens des Anrufers Zweifel
an der Identität seiner Person haben, beenden Sie das Gespräch.
8. Verständigen Sie danach umgehend Ihre zuständige Polizeidienststelle oder den Polizeinotruf
110.
9. Geben Sie keinesfalls Geld oder Wertgegenstände heraus.

Sollten Sie trotz aller Vorsicht bereits Opfer dieser Masche geworden sein, scheuen Sie sich nicht, Anzeige zu erstatten. Wenn möglich, löschen Sie aus Ihrem Telefon nicht das Anruferprotokoll.
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