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Fränkische Emojis werben in Nürnberg für Max-Morlock-Stadion

Eine Crowdfunding-Aktion möchte das Max-Morlock-Stadion in Nürnberg verwirklichen. Dabei sollen jetzt eigens kreierte fränkische Emojis helfen.
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Das Stadion in Nürnberg soll nach dem Willen einiger Club-Fans bald Max-Morlock-Stadion heißen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa
Das Stadion in Nürnberg soll nach dem Willen einiger Club-Fans bald Max-Morlock-Stadion heißen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa
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Die Plakate appellieren an das fränkische Heimatgefühl. Neben Bratwürsten und Brezeln als stilisierte Bildmotive ist das achteckige Frankenstadion zu sehen, das mit Hilfe der Spendenbereitschaft der Fans in "Max-Morlock-Stadion" umbenannt werden soll. Am 31. März startet die Crowdfunding-Kampagne für die Namensänderung des Nürnberger Fußballstadions. Insgesamt sollen die Club-Anhänger bis Mitte Mai gemeinsam 800.000 Euro aufbringen, damit die Heimspielstätte des 1. FC Nürnberg nach dem legendären Club-Kicker umbenannt werden kann.

Insgesamt verlangt die Stadt Nürnberg als Stadioneigentümer für die Namensrechte in den nächsten drei Jahren stolze 3,2 Millionen Euro. 2,4 Millionen Euro will eine Direktbank bezahlen, die ihren Firmensitz in der Frankenmetropole hat. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass auch die Clubberer in die Tasche greifen und nach dem Motto "Alle legen zusammen" ihren Anteil an der Gesamtsumme in Höhe von 25 Prozent für die Namensrechte aufbringen. Die Anhänger des Traditionsclubs wünschen sich schon seit Jahren die Umbenennung des Stadions.


Emojis nur für diese Kampagne

Mit den Plakaten, die ab sofort in und um Nürnberg zu sehen sind, will die Consorsbank, die zur französischen BNP Parisbas gehört, für die Aktion werben. Auf den Plakaten ist der Schriftzug des Geldhauses nur am rechten unteren Rand zu sehen. Die Bildmotive neben den meisten Platz ein. Die fränkischen Emojis seien für die Plakatkampagne eigens entworfen worden, teilte die Bank in einem Schreiben mit. Emojis sind stilisierte Bilder, die für eine Idee und nicht für den abgebildeten Gegenstand stehen. Smileygesichter sind wohl die bekanntesten Motive. Emojiys sind in Japan entstanden und haben mit dem Mobiltelefonen zwischenzeitlich ihren Siegeszug über die ganze Welt angetreten.

Lustige Bilder hin oder her. Nicht alle Club-Anhänger sind offensichtlich von dem aktuellen Versuch der Stadionumbenennung begeistert. Schließlich wäre mit dem Geld der Stadionwunschname der Fans nur für die nächsten drei Jahre gesichert. Danach könnte ein neuer Namenssponsor kommen und das Stadion erneut umbenennen. Dauerhaft könnte wohl nur die Stadt als Eigentümer selbst dem Stadion einen neuen Namen geben. Die Frankenmetropole will auf die Einnahmen aus den Namensrechten allerdings aufgrund knapper Kassen nicht verzichten. Zuletzt hat die Stadt vergeblich nach einem Geldgeber für die Namensrechte gesucht. Bis die Bank gemeinsam mit der Stadt die Crowdfunding-Aktion vorgestellt hat.

Bislang haben sich auf der Internet-Seite www.maxgemeinsam.degenau 3266 Unterstützer registriert. Bis Ende diesen Monats hofft die Bank darauf, dass sich rund 10.000 Club-Fans im Internet als potenzielle Spender anmelden. Die Bank hat vorsorglich bereits angekündigt, dass die Fans das gespendete Geld zurück bekommen werden, falls die ganze Aktion scheitert und die Spendensumme von 800.000 Euro nicht erreicht wird.
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