Nürnberg
Nürnberg

Aufregung um "falschen" Elfmeter - 1. FC Nürnberg verliert gegen Ingolstadt

Der 1. FC Nürnberg verlor am Montagabend den dritten Tabellenrang. Spieler und Trainer machen dafür den Schiedsrichter verantwortlich.
Artikel einbetten
Der Nürnberger Hanno Behrens (r) kämpft mit dem Ingolstädter Max Christiansen um den Ball. Foto: Daniel Karmann/dpa
Der Nürnberger Hanno Behrens (r) kämpft mit dem Ingolstädter Max Christiansen um den Ball. Foto: Daniel Karmann/dpa
Der 1. FC Nürnberg hat im Nachbarschaftsduell mit dem FC Ingolstadt den nächsten Rückschlag kassiert und den dritten Tabellenrang in der 2. Fußball-Bundesliga eingebüßt. In einer spielerisch dürftigen Partie vor der Länderspielpause erlitten die Franken am Montagabend beim 1:2 (1:1) die zweite Niederlage nacheinander.

Die Ingolstädter konnten ihren deutlichen Aufwärtstrend mit dem dreizehnten Punkt aus den vergangenen fünf Partien fortsetzen und sind bis auf zwei Zähler an Nürnberg dran. Ausgerechnet der frühere FCN-Stürmer Stefan Kutschke  (14. Minute) brachte die Gäste  vor 24 191 Zuschauern in Führung. Kevin Möhwald (36.) glich für die Franken zwischenzeitlich aus, ehe der eingewechselte Dario Lezcano (81. Foulelfmeter) in einer hektischen Endphase das Siegtor erzielte.


Ärger über Schiedsrichter

"Ich denke, dass der Sieg hochverdient war. Wir waren über das ganze Spiel hinweg die bessere Mannschaft - Kompliment an meine Spieler", lobte Ingolstadts Trainer Stefan Leitl. "Mit den Erfolgen steigt das Selbstvertrauen. Spielerisch können wir sicher noch einen Ticken zulegen." Kollege Michael Köllner war dagegen sauer und schimpfte ebenso wie Club-Keeper Thorsten Kirschbaum auf Schiedsrichter Felix Zwayer. Denn Lezcano hatte seinen Anlauf beim Strafstoß kurz unterbrochen. "Den Elfmeter darf man so nicht ausführen", sagte Köllner. Kirschbaum bemerkte aber auch selbstkritisch zur spielentscheidenden Szene: "Anstatt den Ball anzunehmen und sicher abzuspielen, habe ich die schlechtere Entscheidung getroffen."

Für einen Aufstiegsanwärter waren die Nürnberger anfangs viel zu fahrig und nervös. Immer wieder landeten Bälle in die Spitze beim Gegner oder im Nichts. Den Ingolstädtern reichte dann eine gefährliche Situation mit schnellem Spiel über die Außen zum 1:0. Ein abgefälschtes Zuspiel landete beim flinken Thomas Pledl auf der rechten Bahn, der Kutschke bediente. Für den Stürmer, der ein halbes Jahr erfolglos beim FCN unter Vertrag stand, war es das vierte Saisontor. Eduard Löwen auf der linken Position in der Nürnberger Dreierabwehrkette hinterließ keinen sicheren Eindruck.


Ingolstadt überzeugt spielerisch nicht

Zwei Schüsse von Enrico Valentini (19., 20.) waren zunächst die offensiven Höhepunkte der Franken, ehe Cedric Teuchert zum Solo aus der eigenen Hälfte ansetzte. Da ihn der Kapitän der Schanzer, Marvin Matip, nicht vehement genug störte, konnte der Youngster Möhwald vorbildlich vorlegen. Der Spielmacher stellte mit einem feinen Schuss unter die Latte den Ausgleich für langsam aufwachende Hausherren her.
Basketball-Bundesliga
Beim spielerisch blassen FCI, wo Tobias Levels nach der Sperre für Marcel Gaus links verteidigte, konnte auch der zuletzt so formstarke Offensivmann Sonny Kittel kaum Akzente setzen. Nach dem Wechsel traten die Schanzer aber phasenweise mutiger und entschlossener auf. Die Nürnberger zeigten zwar über die gesamten 90 Minuten die reifere Anlage, hatten im Angriff aber keinen zündenden Ideen. Mikael Ishak (80.) scheiterte in der Schlussphase an Ingolstadts Keeper Örjan Nyland, auf der Gegenseite verwandelte Lezcano den Foulelfmeter.
Verwandte Fotoserien
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren