Nürnberg
Gewürzmischungen

Snacken für den guten Zweck: Nürnberger Startup Dipster mischt Lebensmittelmarkt auf

"Chili Gonzales" oder "Hakuna Matata" heißen die Saucen des Nürnberger Unternehmens Dipster. Mit den Produkten unterstützen die Gründer soziale Projekte.
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"Chili Gonzales" oder "Hakuna Matata" heißen die Saucen des Nürnberger Unternehmens Dipster. Mit den Produkten unterstützen die Gründer soziale Projekte. Foto: Dipster
"Chili Gonzales" oder "Hakuna Matata" heißen die Saucen des Nürnberger Unternehmens Dipster. Mit den Produkten unterstützen die Gründer soziale Projekte. Foto: Dipster
Ein junges Unternehmen aus Nürnberg will mit Saucen zum Dippen den Lebensmittelmarkt aufmischen und soziale Projekte unterstützen. "Dipster" haben Dominik Müller und Johannes Duus ihre Startup-Firma getauft.

Die kleinen Dosen heißen "Chili Gonzales" oder "Hakuna Matata". Darin befinden sich Gewürzmischungen, mit deren Hilfe die Kunden im Handumdrehen exotische Saucen kreieren können. Für den feurigen Chili-Dip liest sich die Gebrauchsanweisung in etwa wie folgt: Creme fraîche und Quark in einer Schüssel verrühren und neben einem ordentlichen Schuss aus der Flasche mit dem guten Olivenöl noch zwei Teelöffel aus der Dipster-Dose hinzufügen. Zum Verfeinern empfehlen Dominik Müller und Johannis Duus noch eine Prise Rohrzucker.

Insgesamt hat das junge Unternehmen aus Nürnberg derzeit zwölf Gewürzmischungen im Angebot. "Mit unserer Produktpalette wollen wir unseren Kunden eine kulinarische Reise um die Welt ermöglichen", sagt Johannes und erklärt, dass hauptsächlich fair gehandelte Gewürze in die Dipster-Dosen aus Nürnberg kommen. Die Geschmacksnerven der Kunden könnten sich genauso auf die Vielfalt Südafrikas ("Hakuna Matata") wie den indischen Traum von Bollywood ("Mister Mumbastik") freuen. Neben den Exoten hätten die Firmengründer aus Franken auch vertrautere Klassiker im Programm. Die kommen allerdings mit frischen Namen daher wie "Monsieur Franz Hose" (für die französische Dip-Mischung zum Herstellen raffinierter Sahnesaucen) oder "Don Mafiosi" (für die italienische und etwas feurig-scharfe Variante zum Tunken).


Das Dipster-Motto: Jede Dose tut Gutes


"Einer unserer größten Verkaufsargumente ist aber der soziale Zweck", betont Johannes und verweist auf den Slogan, der stolz auf jeder Dipster-Mischung steht: "Jede Dose tut Gutes." Soziales Unternehmertum wollen die Nürnberger mit ihrem Startup groß schreiben. "Wir spenden pro Dose zehn Prozent an soziale Einrichtungen. Wir haben uns in Deutschland gezielt nach Initiativen umgeschaut, die etwas bewegen wollen. In Nürnberg unterstützen wir den Verein ,Hängematte`, der sich um Drogenabhängige kümmert. Wir finden, in Nürnberg gibt es zu wenig Hilfsangebote für Schwerstabhängige."

Auf die Idee mit den Gewürz-Dosen sei Dominik in Australien gekommen. In den Bars und Restaurants "down-under" habe er festgestellt, dass zu jedem Essen der passende Dip serviert wird. Zurück in Deutschland haben Dominik und Johannes den Markt für Saucen analysiert. "Hier gibt es zwar Ketchup und Senf. Aber nicht diese Vielfalt beim Dippen", ist sich Johannes sicher und erklärt, das der Trend zur Tunksauce auch hier ankommen wird. Die moderne Devise in der Küche laute schließlich frisch, gesund und schnell. "Mit unseren würzigen Dips zum Selbermachen kann die schnelle Küchen im Handumdrehen aufgepimpt werden", freut sich Johannes und erzählt, wie er zum Firmengründer geworden ist.

"Ich war in einem Konzern gefangen und hatte Lust auf einen neuen Job, mit dem ich gleichzeitig etwas gutes tun kann", erklärt der 32-jährige Wirtschaftsingenieur, der zuletzt als Wirtschaftsprüfer gearbeitet hat. "Wir wollten mit unserer Geschäftsidee in den Online-Markt. Deshalb setzen wir auf Trockenmischungen." Die seien nicht nur einfacher zum Verschicken sondern auch wesentlicher vielfältiger in der Anwendung. "Mit unseren Gewürzmischungen kann man neben Saucen auch Fleisch, Fisch und Gemüse verfeinern." Gleichzeitig wollten die Gründer mit ihrem jungen Unternehmen etwas sinnvolles tun. "Unser langfristiges Ziel ist es, mit unserer sozialen Geschäftsidee die Supermärkte in Deutschland als Marke zu erobern", erklärt Johannes, der weiß, dass es noch ein weiter Weg ist, bis alle beim Dippen an "Dipster" denken.



Dipster: Neues Startup aus Nürnberg


Gründer: Dominik Müller und Johannes Duus gründen 2015 das junge Unternehmen. Ein Jahr später schützen sie den Markennamen "Dipster" und heißen Tom Willig als Investor an Bord willkommen.

Idee: Dipster verkauft Gewürzmischungen im Internet. Mit den kleinen Dosen für rund zehn Euro kaufen die Kunden leckere Saucen zum Selbermachen. Den unternehmerischen Erfolg will die Firma mit sozialen Projekten teilen. Für jede verkaufte Dose spendet Dispter einen Euro. In Nürnberg unterstützt das Startup den Verein "Hängematte".

Internet: Die Produkte mit vielen Rezeptvorschlägen finden Sie im Internet unter www.dipster.de.
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