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Mobilität

Raum Nürnberg: Wo Pendler auf Radschnellwege umsteigen sollen

Im Raum Nürnberg wurde untersucht, auf welchen Strecken sich Schnellwege für Radler lohnen.
Ein Radfahrer fährt am 13.09.2017 in Nürnberg (Bayern) auf einer Fahrradspur auf der Straße. Das bayerische Verkehrsministerium und die Stadt Nürnberg haben am Vormittag eine Studie über Radschnellwege vorgestellt. Verkehrsplaner haben für die Studie untersucht, wo kreuzungsfreie Radschnellwege sinnvoll und machbar und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 25 Stundenkilometer möglich sind. Foto: Daniel Karmann/dpa
 
von DPA
Bessere Luft und weniger Staus: Mit Radschnellwegen in Ballungsräumen will Bayern Berufspendler zum Umstieg vom Auto aufs Fahrrad bewegen. In einer Machbarkeitsstudie für den Großraum Nürnberg wurden beispielhaft sieben Trassen genauer untersucht.

Die Kosten für den Ausbau würden auf 150 Millionen Euro geschätzt, sagte Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch. Dies sei zwar nicht "spottbillig", relativiere sich aber, wenn man die Ausgaben für Straßenbau und ÖPNV vergleiche. Er wolle den Bau solcher Wege vorantreiben: "Lassen Sie uns gemeinsam in die Pedale treten, um Radschnellwege möglichst zügig zu realisieren."

Auch Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) sagte: "Wir sind wild entschlossen, uns auf den Weg zu machen." Baureferent Daniel Ulrich hält es für realistisch, dass 2020 mit den ersten Baumaßnahmen begonnen werde. 60 Prozent der Pendler in Nürnberg nutzen laut Maly das Auto - und von ihnen wiederum die Hälfte haben nur eine Strecke von weniger als zehn Kilometern. Auch dank der E-Bikes sei es nicht unrealistisch, einige von ihnen zum Radfahren zu bringen.


Ehrgeizige Ziele

Bislang habe Bayern keine Erfahrungen mit Radschnellwegen, sagte Herrmann. Kürzere Strecken gibt es laut Daniel Ulrich bislang nur in NRW und Niedersachsen. "Wir sind hier ganz vorne mit dabei."

Wenn es gelinge, fünf bis sieben Prozent der 400 000 bis 500 000 Auto-Pendler in Nürnberg zum Umstieg zu bewegen, sei dies schon "spürbar". Ziel Bayerns sei, den Anteil der Radler am Gesamtverkehr bis 2025 auf 20 Prozent zu erhöhen, sagte Innenminister Herrmann.

Das wäre in etwa eine Verdopplung im Vergleich zur letzten Erhebung im Jahr 2008. Kommunen, Freistaat und Bund sollten nun die Detailplanungen und die Umsetzung des Konzepts vorantreiben, sagte Herrmann. Sofern das Land nicht selbst für den Bau zuständig sei, wolle es die Kommunen finanziell unterstützen. Bereits jetzt investiere Bayern jährlich rund 40 Millionen Euro in Radwege. "Es ist durchaus möglich, diesen Betrag bei Bedarf weiter zu steigern", sagte Herrmann. Das Land hat zudem die Hälfte der Gutachterkosten von 170 000 Euro getragen.

An der Nürnberger Studie beteiligt waren insgesamt fünf Städte und vier Landkreise. Auf den sieben Trassen haben die Planungsbüros rund 600 Einzelmaßnahmen vorgeschlagen. Insgesamt sollen die Strecken rund 100 Kilometer lang sein.

Folgende Verbindungen wurden als besonders attraktiv eingestuft: Nürnberg-Fürth, Nürnberg-Erlangen, Nürnberg-Lauf, Nürnberg-Schwabach, Nürnberg-Zirndorf sowie Fürth-Erlangen und Erlangen-Herzogenaurach.

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