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Urteil

Neun Brände in Nürnberg gelegt: Täter laut Gericht nur vermindert schuldfähig

Das Landgericht Nürnberg-Fürth verurteilt den 21-Jährigen wegen Brandstiftung in neun Fällen. Er ist aber nur vermindert schuldfähig.
Wegen Serienbrandstiftung ist ein 21 Jahre alter Mann zu sieben Jahren Jugendstrafe und Unterbringung in einer Entziehungsanstalt verurteilt worden. Symbolfoto: Ronald Rinklef
 
von DPA
Wegen Serienbrandstiftung ist ein 21 Jahre alter Mann zu sieben Jahren Jugendstrafe und Unterbringung in einer Entziehungsanstalt verurteilt worden. Er habe die Taten im Alkoholrausch begangen und sei vermindert schuldfähig, teilte die Jugendkammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth am Dienstag mit.

Vom Tatvorwurf des Mordversuchs sah sie ab, da der Verurteilte offenbar zum Tatzeitpunkt die Folgen der Brandstiftung nicht habe überblicken können.

Neun Mal soll der Angeklagte nachts Feuer in Wohngebäuden gelegt haben - mehrere Bewohner erlitten dadurch Rauchvergiftungen. Die Taten ereigneten sich zwischen September 2015 und Juni 2016 im Raum Nürnberg und Fürth.

Laut einer Justizsprecherin muss der junge Mann für ein Jahr und sechs Monate in Haft, im Anschluss wird er in einer Entziehungsanstalt untergebracht. Die Staatsanwaltschaft hatte acht Jahre Haft gefordert, die Verteidigung sechs Jahre.
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