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Fernsehen

Letzte Klappe für den vierten Franken-Tatort: Ermittlung in der Chefkantine des Quelle-Areals

Die Dreharbeiten für die Kult-Krimireihe sind beendet. Im neuen Fall wird ein Geschwisterpaar ermordet. Sendetermin ist Frühsommer 2018.
Dagmar Manzel, Andreas Leopold Schadt und Eli Wasserscheid (von links)Matthias Hoch
 
von CHRISTIAN PACK
Viel erinnert im Quelle-Hauptgebäude in Nürnberg nicht mehr an das einst modernste Versandhaus der Welt. Ewig-leere Gänge, kaum Mobiliar, das zweitgrößte leerstehende Gebäude Deutschlands hinterlässt beim Besucher ein eher beklemmendes Gefühl. In einem der vielen Räume ist aber wieder Leben eingekehrt - zumindest kurzzeitig. Von der ehemaligen Chefkantine ausermittelte die Mordkommission Franken die letzten sechs Wochen für den vierten Franken-Tatort "Ich töte niemand" (Regie: Max Färberböck).

Zwischen Aktenschränken, Schreibtischen und Fotos der Tatwaffe steht Kirsten Hager. Die Produzentin schaut sich zufrieden um. Nicht nur, weil der Raum detailgetreu gestaltet wurde und heute hier die letzte Klappe gefallen ist. Sondern auch, weil das gesamte Team nach über 20 Drehtagen wieder ein positives "Franken-Fazit" zieht. "Wir sind mit offene Armen empfangen worden", freut sich Hager. Zwei Monate habe man in Nürnberg und Umgebung nach den passenden Motiven gesucht und wurde dabei auch von den Menschen aus der Region unterstützt - und das nicht nur wegen der knapp 400 Komparsen. "Zwischenzeitlich hatte uns zum Beispiel ein Haus als Drehort gefehlt. Da hat sich praktisch ganz Franken gemeldet."


Nürnberg bleibt wichtigster Standort

In den vergangenen fünf Wochen war an mehreren Orten in Nürnberg, Erlangen und Umgebung gedreht worden, unter anderem am Polizeipräsidium Mittelfranken und im Nürnberger Stadtteil St. Johannis. Speziell in die mittelfränkische Großstadt habe sich die Crew verliebt, sagte Redakteurin Stephanie Heckner. Es käme nicht von ungefähr, dass die Stadt in allen Teilen so eine wichtige Rolle einnimmt - und auch in Zukunft einnehmen wird. "Die Mordkommission braucht einen Platz, von wo aus sie agiert."

Dass die Schauspieler auch beim fünften Tatort hauptsächlich vom Kommissariat im ehemaligen Quelle-Gebäude aus ermitteln, ist aber unwahrscheinlich. Der nächste Teil, so Heckner, wird in einer anderen Region Frankens spielen. Wo, wird nicht verraten. "Auf jeden Fall soll auch dieser Teil wieder den Charakter der Region erzählen", so Heckner. Und natürlich etwas die Sehnsucht jener Fans befriedigen, die sich wünschen, dass der Tatort in anderen Ecken Frankens spielt. Der Vorwurf, man sei zu stark auf Mittelfranken fixiert, ist natürlich auch bis zum Produktionsteam vorgedrungen.


Inhalt: Geschwisterpaar wird brutal ermordet

In "Ich töte niemand" wird in Nürnberg ein Geschwisterpaar brutal erschlagen, während die Mitglieder der Mordkommission Franken die Einweihung von Felix Voss' neuer Wohnung feiern. Die Opfer sind Bruder und Schwester, beide Ende 50, vor vielen Jahren aus Libyen nach Deutschland gekommen. Ihr Ziehsohn, ein beliebter und hochbegabter Student, hatte sich zur Tatzeit im Haus der Opfer aufgehalten und ist seither verschwunden. War er Zeuge? Oder gar Täter?
Tage später stirbt ein Kollege der Nürnberger Polizei während einer Autofahrt. Der Tote war ein sehr enger Freund von Hauptkommissarin Paula Ringelhahn. Kurz vor dem Doppelmord hatte er versucht, sie zu erreichen. Ein am Tatort gefundenes Indiz führt den Mord an den beiden Geschwistern und den toten Kollegen zusammen ...


Diskussion um fränkischen Dialekt

Erneut versucht das bewährte Team um Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel), Felix Voss (Fabian Hinrichs), Wanda Goldwasser (Eli Wasserscheid), Sebastian Fleischer (Andreas Leopold Schadt) und Michael Schatz (Matthias Egersdörfer) den Fall zu lösen. Gerade die fränkischen Darsteller Wasserscheid, Egersdörfer und Schadt haben die Diskussion um den richtigen oder falschen Einsatz des fränkischen Dialekts mitbekommen. Die Bambergerin Eli Wasserscheid findet es "interessant, dass die Kritik so heftig ausfällt". Der gebürtige Hofer Andreas Leopold Schadt, den es mittlerweile der Liebe wegen nach Coburg verschlagen hat, wird deutlicher. "Ich finde es seltsam, dass darüber überhaupt diskutiert wird." Franken sei facettenreich und vielseitig und nicht auf eine Region oder einen Dialekt zu beschränken.

Beim ersten Franken-Tatort "Der Himmel ist ein Platz auf Erden" hatten 12,11 Zuschauer eingeschaltet, den zweiten Teil "Das Recht, sich zu sorgen" sahen 8,41 Millionen Menschen. Im dritten Film "Am Ende geht man nackt" lag die Quote bei 8,16 Millionen.


Ausstrahlung im Frühsommer 2018

Als Sendetermin für "Ich töte niemand" ist der Frühsommer 2018 geplant. Genaueres kann Stephanie Heckner noch nicht sagen. Die Produzentin verspricht aber, dass sich die Fans auf einen Tatort "der emotional harten Gangart" freuen können.
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