Nürnberg
Neueröffnung

Einkaufen ohne Verpackungen: "Zero Hero" in Nürnberg eröffnet

In Nürnberg hat der erste Unverpackt-Laden eröffnet. Zur Eröffnung standen die Kunden im "Zero Hero" in Gostenhof bereits Schlange.
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Mit "Zero Hero" hat am Donnerstag in Nürnberg der erste Unverpackt-Laden in der Stadt eröffnet.  Foto: Nikolas Pelke
Mit "Zero Hero" hat am Donnerstag in Nürnberg der erste Unverpackt-Laden in der Stadt eröffnet. Foto: Nikolas Pelke
Mit "Zero Hero" hat am Donnerstag in Nürnberg der erste Unverpackt-Laden in der Stadt eröffnet. Die Kunden haben die Idee von Thomas Linhardt von Anfang an unterstützt. "Der Weg war lang und steinig. Aber heute ist es geschafft und jetzt geht es endlich rund", freut sich Thomas Linhardt und zeigt auf die vielen Menschen, die sich bereits zum Eröffnung in dem neuen Öko-Laden in der Oberen Kanalstraße im Stadtteil Gostenhof umschauen. Über 300 Produkte hat der 38-Jährige in seinem Geschäft im Angebot. Das Motto im "Zero Hero" lautet Müllvermeidung.


Lisa hat wie die meisten Kunden einige wiederverschließbare Gefäße zum Einkaufen mitgebracht. "Ich fülle mir hier gerade ein paar Mandeln in meine Tupperdose", sagt die junge Nürnbergerin und lässt die Nüsse in die Schale rieseln. "Hier ist alles ein bisschen teuer. Aber dafür kann ich Müll vermeiden", freut sich Lisa.

Besonders gut findet sie das Angebot an losem Getreide. "Die Auswahl an Kosmetik ist auch toll", findet Lisa und packt eine unverpackte Seife in ihren mitgebrachten Jute-Beutel. "Hier kann man wie früher im Tante-Emma-Laden einkaufen. Nur die Einrichtung ist total modern, hell und sympathisch", freut sich die Freundin des Unverpackt-Ladens.




Wie an der Tankstelle


Derweil steht Tine vor dem Regal mit den Speiseölen. Wie an der Tankstelle kann man sich hier die gewünschte Menge selber aus großen Bottichen abzapfen. "Ich bin ein Fan der ersten Stunde", verrät die Nürnbergerin und erzählt, dass sie die Crowdfunding-Kampagne der Gründer im Internet mit einer Spende unterstützt habe. "Der Laden ist genial. Hier kann ich auch kleine Mengen einkaufen", freut sich Tine und wendet sich dem frischen Obst und Gemüse aus der Region zu.

Derweil wird die Schlange vor der Kasse an der langen Holztheke immer länger. "Ohne die Unterstützung der Nürnberger wären wir nicht soweit gekommen", ist sich Thomas Linhardt sicher. Über 20.000 Euro seien über den Spendenaufruf im Internet zur Unterstützung des Projektes unter dem Motto "ehrlich und unverpackt" zusammengekommen, erzählt der frischgebackene Ladenbesitzer.



Nach dieser riesigen Resonanz konnte Linhardt davon ausgehen, dass die Nürnberger seinen Laden wirklich wollen. "Hätten wir mit der Crowdfunding-Kampagne nichts erreicht, hätten wir die Idee für Nürnberg vielleicht verworfen", ist sich der Firmengründer sicher. Dass es am Ende anders gekommen ist, darüber freuen sich Thomas Linhardt und die Freunde des unverpackten Einkaufens in Nürnberg.
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