Nürnberg
Zweite Bundesliga

Der 1. FC Nürnberg quält sich zu seinem siebten Saisonsieg

Der 1. FC Nürnberg siegte dank Ishak und Teuchert 2:1 gegen Dynamo Dresden. Das 2:1 ist schmeichelhaft für den Club.
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Der Nürnberger Cedric Teuchert (2.v.l.) jubelt mit seinen Kollegen Kevin Möhwald (l), Mikael Ishak und Patrick Erras (r) über seinen Treffer zum 2:1. Foto: Daniel Karmann/dpa
Der Nürnberger Cedric Teuchert (2.v.l.) jubelt mit seinen Kollegen Kevin Möhwald (l), Mikael Ishak und Patrick Erras (r) über seinen Treffer zum 2:1. Foto: Daniel Karmann/dpa
Dank seiner Dauertorjäger Mikael Ishak und Cedric Teuchert hat sich der 1. FC Nürnberg in der Spitzengruppe der 2. Fußball-Bundesliga festgesetzt. Die lange gehemmt auftretenden Franken bezwangen am Sonntag ein spielerisch starkes Dynamo Dresden glücklich mit 2:1 (1:0) und bleiben Dritter der Tabelle.

Ishak (7. Minute) brachte den FCN vor 33 601 Zuschauern mit seinem achten Saisontor glücklich in Führung. Nach einer ungeschickten Aktion von Tim Leibold gegen Erich Berko verwandelte Peniel Mlapa (69.) einen umstrittenen Foulelfmeter zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Teuchert (82.) bescherte den Franken mit seinem sechsten Saisontor doch noch den siebten Saisonsieg. Dresdens Philip Heise (90.+3) musste nach einem groben Foul mit Rot noch vom Platz.

"Die Leistung von uns war heute nicht so gut, wir sind über drei Punkte froh. Wir wissen aber auch, dass wir viele Fehler gemacht haben und besser spielen müssen", räumte Mittelfeldspieler Patrick Erras im TV-Sender Sky ein. "Wir schauen auf Mittwoch, da haben wir den nächsten Fight vor uns." Da will der "Club" beim Drittligisten VfL Osnabrück ins Achtelfinale des DFB-Pokals einziehen.

"Wir haben früh getroffen, hatten danach aber 20 Minuten mit uns zu kämpfen. Wir haben viele falsche Entscheidungen getroffen", kritisierte Köllner, der sich jedoch über den "Punch" wenige Minuten vor dem Schluss durch Teuchert freute. "Es war ab kurz vor der Pause ein ausgeglichenes Spiel und wenn man die Chancen sieht auch kein unverdienter Sieg."

17 Tore, vier der vergangenen fünf Partien gewonnen - nach so einer Bilanz hat man als Trainer eigentlich keinen Grund zum Wechseln. "Club"-Coach Michael Köllner ist aber kein Fan davon, sich auf eine feste Elf zu verlassen. Der 47-Jährige nahm dennoch nur eine Änderung in seiner Startformation vor: Nach dem 4:3 am Montag in Darmstadt musste Patrick Kammerbauer für Leibold auf die Bank.

"Es ist wichtig, stabil zu stehen, um drei Punkte hier zu behalten", gab Köllner seiner offensivstarken Mannschaft mit auf den Weg. Das war auch nötig, denn die Gäste aus Sachsen setzten die Nürnberger von Beginn an unter großen Druck. Die schmeichelhafte Führung erzielte aber der FCN. Nach einer offenbar einstudierten Ecke über Enrico Valentini und Kapitän Hanno Behrens musste der sträflich ungedeckte Ishak aus drei Metern nur noch einschieben. Der Schwede traf damit in der sechsten Partie am Stück.
Spielbestimmend waren aber die Dresdner, die schnell in die Deckung der Hausherren kombinierten. Aias Aosman (11.) und Manuel Konrad (19.) aus der Distanz, Andreas Lambertz (29.) mit einem Kopfball an den Pfosten und Haris Duljevic (31.) ließen jedoch Chancen für Dynamo liegen. Die Franken wirkten phasenweise sogar fahrig und erlaubten sich ganz ungewohnt viele Fehlpässe. Vor allem bei Erras und Eduard Löwen im Mittelfeld fehlte die Präzision.

Als die nimmermüden und präsenteren Dresdner kurz vor der Pause Luft holten, hätte der FCN fast wieder eiskalt zugeschlagen. Der reaktionsschnelle Schlussmann Marvin Schwäbe war bei der Doppelchance von Teuchert und Kevin Möhwald (40.) aber auf dem Posten.

Der Ausgleich war dann verdient, kann aber durchaus auch als kleines Geschenk bezeichnet werden. Nach einem leichten Kontakt zwischen dem ungeschickten Leibold und Berko fiel der eingewechselte Dresdner theatral. Den Elfmeter verwandelte Mlapa zum vierten Saisontor.

Einen Dresdner Fehler im Mittelfeld nutzte Erras aber mit einem Pass auf Teuchert blitzschnell aus. Der Stürmer bescherte den Nürnbergern mit seinem Tor doch noch den Sieg. Heise sorgte schließlich mit seinem Platzverweis für den negativen Höhepunkt der Partie.
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