Fussball

SpVgg Greuther Fürth gewinnt Frankenderby gegen den 1. FC Nürnberg

Beim Derby in Nürnberg hat die SpVgg Greuther Fürth drei Punkte holen können. Der 1. FC Nürnberg rutscht damit auf den letzten Tabellenplatz.
Fußball: 2. Bundesliga, 1. FC Nürnberg - SpVgg Greuther Fürth, 6. Spieltag am 20.09.2016 in Grundig Stadion, Nürnberg (Bayern). Der Fürther Daniel Steininger (M) jubelt mit seinen Kollegen Nicolai Rapp (l), Veton Berisha (2vl) und Niko Gießelmann über seinen Treffer zum 0:2. Foto: Daniel Karmann/dpa
 
von DPA
Nach der nächsten Enttäuschung ausgerechnet im so wichtigen Franken-Derby schlittert der 1. FC Nürnberg immer tiefer in die Krise. Der "Club" unterlag am Dienstag dem Erzrivalen SpVgg Greuther Fürth vor eigenem Publikum mit 1:2 (0:1) und rutschte auf den letzten Tabellenplatz der 2. Fußball-Bundesliga. Für Trainer Alois Schwartz wird die Lage beim neunmaligen Meister immer prekärer.

Die Fürther dagegen bejubelten vor 32 362 Zuschauern den fünften Sieg in zuletzt acht Derbys und revanchierten sich für die 0:3-Heimniederlage am Freitag gegen Würzburg. Serdar Dursun (40. Minute) und Daniel Steininger (54.) sorgten für die Tore der Gäste. Guido Burgstallers 1:2 in der Nachspielzeit war nur noch Ergebniskosmetik.
Nach den zurückliegenden Schreckenswochen der Nürnberger mit drei Niederlagen und 6:13 Toren war der "Club" zunächst drauf und dran, sich zu rehabilitieren. Die Schwartz-Elf spielte engagiert und mutig nach vorne und ließ dem Erzrivalen in der Defensive kaum Zeit zu Verschnaufen.
Allein neun Eckbälle erarbeiteten sich die Gastgeber vor der Pause und waren genau dabei gefährlich: Zunächst köpfte ein etwas überraschter Edgar Salli das Leder aus kurzer Distanz über das Tor (20.), zwei Minuten später scheiterte Tim Matavz ebenfalls per Kopf am Querbalken. Eigentlich hatten die Nürnberger, die von zuletzt 16 Franken-Derbys nur zwei gewonnen hatten, die Partie im Griff.

Dann aber reichte wieder einmal eine halbwegs gefährliche Aktion des Gegners, und die Hintermannschaft des FCN war überrumpelt. Nach einem Schlenzer des Fürthers Niko Gießelmann an die Latte kam der Ball zum wiedergenesenen Sebastian Freis, und der passte sofort vor das Tor. Dort vollendete Dursun - gänzlich unbewacht - mit einem Volleyschuss.

"Wir müssen zusammen aus dem Mist rauskommen", hatte Trainer Schwartz vor Anpfiff am Sky-Mikrofon gesagt, er meinte damit auch die "Club"-Fans. Nach einer knappen Stunde hörte man dann aber nur noch die paar Tausend Gäste-Anhänger im bei weitem nicht ausverkauften Stadion - als nämlich der Ball zum zweiten Mal im Nürnberger Tor landete. Ein Schuss von der Strafraumgrenze von Steininger wurde von Laszlo Sepsi so abgefälscht, dass er über Keeper Thorsten Kirschbaum einschlug.

Schwartz musste riskieren, brachte die offensiven Guido Burgstaller und Cedric Teuchert - und sofort wurde es gefährlich vor dem Tor von Balasz Megyeri. Zunächst fischte der Schlussmann einen Kopfball von Matavz noch glänzend von der Linie (65.), danach ging ein Schuss von Tim Leibold nach Vorarbeit von Teuchert knapp vorbei (68.). Als neun Minuten vor Schluss auch ein Versuch von Teuchert knapp am Pfosten vorbeiging, war die Heimpleite der Nürnberger besiegelt.

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