Nürnberg
Festnahme

Nürnberg: Mann wollte wohl kannibalistische Fantasien in die Tat umsetzen

Ein 41 Jahre alter Mann aus Nürnberg soll kannibalistische Fantasien gehabt und im Netz nach potenziellen Opfern gesucht haben.
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Ein 41 Jahre alter Mann aus Nürnberg soll kannibalistische Fantasien gehabt und im Netz nach potenziellen Opfern gesucht haben. Symbolfoto: Matthias Hoch
Ein 41 Jahre alter Mann aus Nürnberg soll kannibalistische Fantasien gehabt und im Netz nach potenziellen Opfern gesucht haben. Symbolfoto: Matthias Hoch
Aufgrund kannibalistischer Fantasien wird ein Mann aus Nürnberg bereits seit Herbst in der Forensischen Klinik in Ansbach hinter Gittern behandelt. Der Mann soll aufgrund seiner psychischen Erkrankung für die Allgemeinheit gefährlich sein. Ermittler sollen einer im Internet angekündigten Straftat des Mannes mit der Verhaftung zuvor gekommen sein.

Der 41-Jährige soll allein und zurückgezogen in der Frankenmetropole gelebt haben. Laut Medienberichten leide der Mann bereits seit seiner Kindheit unter kannibalistischen Fantasien. Bereits 2014 soll der Mann den Drang verspürt haben, seine abnormen Neigungen in die Tat umzusetzen. Damals suchte er offensichtlich selbstständig Hilfe bei den Behörden. Diese verwiesen ihn an das Klinikum in Ansbach, dass seit 2012 eine Präventionsambulanz betreibt, die Straftaten von psychisch Kranken bereits im Vorfeld verhindern soll.

Die "Nürnberger Nachrichten" wollen erfahren haben, dass der Mann nach der Behandlung mit triebdämpfenden Medikamenten bis zum Herbst 2016 wieder als Computerfachmann gearbeitet habe. Bis die Internetfahnder der Polizei offensichtlich abermals alarmierende Hinweise darauf erhielten, dass der Mann erneut Gefahr lief, seine Fantasien in die Tat umzumünzen. Im Netz soll der 41-Jährige nach potenziellen Opfern gesucht haben.

Laut einer Sprecherin der Staatsanwaltschaft werde gegen den Mann aufgrund "öffentlicher Aufforderung zu Straftaten" ermittelt. Ein psychiatrisches Gutachten sei noch in Arbeit. Rechtliche Grundlage für die Unterbringung in der Forensik in Ansbach ist der Paragraf 63 des Strafgesetzbuches. Demnach können potenzielle Täter auch präventiv in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden, wenn besondere Umstände des Zustandes dafür sprechen, dass die Begehung erheblich rechtswidriger Taten zu erwarten ist.
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