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Kindesmissbrauch

Nürnberg: Lehrer soll zahlreiche Buben missbraucht haben

In Nürnberg ist ein Lehrer angeklagt wegen sexuellen Missbrauchs von mehreren Buben.
Außenansicht des Landgerichts Nürnberg-Fürth in Nürnberg Foto: Daniel Karmann, dpa
 
von NIKOLAS PELKE
Das Urteil im Prozess gegen einen Lehrer wegen sexuellen Missbrauchs von Jungen in 27 Fällen wird am Donnerstag vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth erwartet. Der 59-jährige Pädagoge soll sich den Minderjährigen über Sport- und Freizeitaktivitäten angenähert haben.

Während der Verhandlungstage schwieg der Lehrer, der an einer Mittelschule in Nürnberg unterrichtet. Seine Anwälte erklärten für ihren Mandanten, dass an den Vorwürfen nichts dran sei.

Wie die "Nürnberger Nachrichten" am Mittwoch berichteten, soll der Lehrer und Volleyball-Trainer laut Prozessakten vor einer Hausdurchsuchung von einem Polizisten gewarnt worden sein. Angeblich soll sich der Angeklagte auch mehrfach damit gebrüstet haben, dass man ihm nichts anhaben könne, weil sein Schwager eine große Rechtsanwaltskanzlei habe und seine Schwester eine anerkannte Richterin sei.

Ein ehemaliger Schüler hatte durch seine Aussagen den Prozess ins Rollen gebracht. Der heute 28-jährige Student tritt als Nebenkläger auf. Im Prozessverlauf belasteten zwei weitere Zeugen den Mittelschullehrer, der sich an den Buben beispielsweise beim gemeinsamen Zelten vergangen haben soll, schwer.

Dabei soll sich der Lehrer im Vorfeld der Übergriffe mit den Eltern angefreundet haben. Vor Gericht sollen diese nach Prozessbeobachtern teilweise unter Tränen ausgesagt haben. In anderen Fällen soll sich der Angeklagte gezielt mit Kindern von Alleinerziehenden angefreundet haben. Mittlerweile sollen sich bei der Polizei weitere mutmaßliche Zeugen gemeldet haben. Am Mittwoch sagte ein befreundeter Kollege aus, dass der 59-jährige Angeklagte beinahe ausschließlich Unterstufen-Klassen der 5. und 6. Jahrgangsstufe unterrichtet habe. Zu seinen Lieblingsschülern hätten nur Knaben gezählt. Mit Mädchen sei der ledige 59-Jährige dagegen nicht so gut klargekommen.

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