Ich willige einX

Diese Website verwendet das Besucheraktions-Pixel von Facebook für statistische Zwecke. Mit einem Cookie kann so nachvollzogen werden, wie unser Marketing auf Facebook wirkt und wie wir es verbessern können. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihr Einverständnis hierzu erteilen. Eine genaue Beschreibung zum „Besucheraktions-Pixel“, zu Cookies im Allgemeinen und Ihrem Widerspruchsrecht, das Sie jederzeit ausüben können, steht Ihnen in unserer Datenschutzerklärung unter hier zur Verfügung.

Modehauskette Wöhrl

Nach Finanzhof-Urteil: Das Ringen um die Wöhrl-Rettung geht in die zweite Runde

Fast schien die Rettung der Modehauskette Wöhrl in trockenen Tüchern. Doch nach einem Gerichtsurteil muss das Rettungspaket noch einmal aufgeschnürt werden.
Blick auf das Logo des Bekleidungsgeschäfts Wöhrl, aufgenommen am 15.08.2014 in Nürnberg (Bayern). Foto: Daniel Karmann/dpa
 
von DPA
Das Ringen um die Rettung der Nürnberger Modehauskette Wöhrl durch Wöhrl-Sohn Christian Greiner geht in die zweite Runde.

Restrukturierungsvorstand Christian Gerloff sehe sich nach einem Bundesfinanzhof-Urteil gezwungen, das bereits Ende Januar von den Gläubigern gebilligte Sanierungspaket noch einmal aufzuschnüren, teilte ein Firmensprecher am Montag mit. Mit dem Urteil sei eine wesentliche Übernahmebedingung, Gewinne aus der Sanierung nicht versteuern zu müssen, nicht mehr erfüllt gewesen. Daher habe man erst eine andere Konstruktion finden müssen, sagte der Sprecher.

Die nun gefundene Lösung sehe vor, das operative Geschäft der Wöhrl AG - also den normalen Geschäftsbetrieb - aus der Wöhrl auszugliedern und in eine eigene Gesellschaft zu übernehmen. Die Wöhrl AG selbst bliebe damit nur als Hülle erhalten. Die Rechte und Ansprüche der Wöhrl-Beschäftigten blieben damit unberührt.

Der Bundesfinanzhof hatte unlängst den sogenannten Sanierungserlass des Bundesfinanzministeriums gekippt. Danach waren bisher sogenannte Sanierungsgewinne, etwa der Verzicht von Gläubigern auf einen Teil ihrer Forderung, für den Käufer des Unternehmens steuerfrei. Der Bundesfinanzhof sieht darin aber einen Verstoß gegen den Grundsatz, dass Ministerien Steuern nicht ohne Gesetz regeln dürfen.

Die Gläubigerversammlung hatte sich bereits Ende Januar darauf verständigt, die Modehauskette in der Hand der Familie Wöhrl zu belassen. Mit Christian Greiner soll künftig der Sohn des Unternehmers Hans Rudolf Wöhrl die Geschicke des Unternehmen lenken. Einer entsprechenden Investorenvereinbarung hatten seinerzeit neben Anleihebesitzern auch Banken und Lieferanten zugestimmt.

Zur Sanierung der Modehauskette hatte der Insolvenzvorstand damit begonnen, unter anderem 4 der 34 Filialen zu schließen. Davon waren 146 der rund 2000 Mitarbeiter betroffen. Rund 100 davon hätten inzwischen eine Stelle in einer anderen Wöhrl-Filiale gefunden, hatte die Wöhrl-Führung Ende Januar betont. In allen übrigen Wöhrl-Häusern geht der Geschäftsbetrieb nach Firmenangaben uneingeschränkt weiter.

zum Thema "Wöhrl"

Newsletter kostenlos abonnieren


noch Zeichen



Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.