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Wegen geringer Schuld

Kreuzworträtsel-Kunstwerk ausgefüllt: Verfahren gegen Rentnerin eingestellt

Nach dem Ausfüllen eines Kreuzworträtsel-Kunstwerks in einem Nürnberger Museum hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen eine Rentnerin eingestellt. 
Die Collage des verstorbenen Fluxus-Künstlers Arthur Köpcke, "Reading/Work-Pieces (a und B)" aus dem Jahre 1965, ist am 04.08.2016 im Neuen Museum in Nürnberg. ausgestellt. Eine Rentnerin hat im Juli mit einem Kugelschreiber das auf dem Werk vorhande Kreuzworträtsel im Museum ausgefüllt. Foto: Daniel Karmann/dpa
 
von DPA
Der Fall sei "mit der gebotenen Gründlichkeit geprüft" worden, sagte eine Behördensprecherin am Dienstag.

Danach sei der Fall wegen geringer Schuld zu den Akten gelegt worden. Die 90-Jährige habe keinen großen und vor allem keinen bleibenden Schaden verursacht, sagte die Sprecherin zur Begründung. Außerdem habe das Museum nicht auf einer Ahndung bestanden und die Seniorin sei bisher auch nicht strafrechtlich aufgefallen.


Schrift konnte rückstandsfrei entfernt werden

Mitte Juli war die 90-Jährige bundesweit in die Schlagzeilen geraten: Sie hatte im Neuen Museum mit einem Kugelschreiber Buchstaben in ein Kreuzworträtsel eingefügt, das Teil eines Bildes des Fluxus-Künstlers Arthur Köpcke ist. Die Rentnerin hatte die Aufforderung "Insert words" ("Setze Wörter ein") am oberen Bildrand wörtlich genommen. Inzwischen hat das Museum die Schrift mit Lösungsmitteln rückstandsfrei entfernen können. Ein Sammler hatte das mit 80.000 Euro versicherte Bild "Reading-work-piece" dem Museum als Leihgabe zur Verfügung gestellt.

Die Staatsanwaltschaft habe neben sorgfältiger rechtlicher Prüfung mit Augenmaß gehandelt, teilte der Anwalt der 90-Jährigen mit - "wobei - was mich freut - ein Auge etwas zu zwinkern schien".

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