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Interview

Interview: Organisator Marco Kühnl über Nürnberger Jazzfestival "NUEJAZZ"

Marco Kühnl organisiert zusammen mit dem "Jazzmusikerverein" in Nürnberg das Jazzfestival "NUEJAZZ". Im Gespräch verriet er Ziele sowie Programm-Highlights.
Jazzmusiker und Festivalmacher: Marco Kühnl. Foto: Privat
 
von NIKOLAS PELKE
Marco Kühnl ist Jazzmusiker und Festivalmacher. Zusammen mit seinen Mitstreitern vom Nürnberger "Jazzmusikerverein" organisiert der 40-jährige Kontrabassist das junge Jazzfestival "NUEJAZZ " in der Frankenmetropole. In den nächsten vier Tagen steht Nürnberg ganz im Zeichen der vierten Auflage des Musikfestivals. Wir haben mit dem fränkischen Musiker über die Ziele des jungen Festivals, die glorreiche Vergangenheit und die diesjährigen Programm-Highlights bis zum Sonntag gesprochen.

Herr Kühnl, Nürnberg ist für seine leckeren Lebkuchen und nicht für seinen guten Jazz bekannt. Sie würden sicher sagen zu unrecht, oder?
MARCO KÜHNL: Naja, das stimmt schon. Die Jazzszene ist in Nürnberg im neuen Jahrtausend ein bisschen dahingeplätschert. Im Blickpunkt standen Städte wie Berlin und Köln. Dabei gibt es in Nürnberg so viele gute Jazzmusiker. Nürnberg hat auch eine große Jazztradition. Mit unserem jungen Jazzfestival "NUEJAZZ" wollen wir Nürnberg wieder als wichtigen Ort in der deutschen Jazzszene etablieren. Denn hier gibt es nicht zuletzt aufgrund der Musikhochschule eine ganze Reihe sehr guter Jazzmusiker.

Welche zum Beispiel?
MARCO KÜHNL: Nürnberg hat Jazzstars wie den wohl bekanntesten Jazzdrummer Wolfgang Haffner oder den Avantgardejazzer Frank Möbus hervorgebracht. Nur um zwei ganz Große des Jazz zu nennen. Nürnberg ist allein durch das ,Jazzstudio` ein Begriff in Deutschland. Der Club ist schließlich einer der ältesten Jazzkeller im ganzen Land. Hier standen schon Ella Fitzgerald und John Coltrane in den 50er Jahren auf der Bühne. Dieser großen Tradition wollen wir mit unserem Festival wieder auf die Beine helfen.

Das machen Sie seit vier Jahren mit wachsendem Erfolg. Heuer hat Sie sogar das Opernhaus in seine heiligen Hallen eingeladen.

MARCO KÜHNL: Ja, das ist der Wahnsinn! Für unser Starkonzert mit Avishai Cohen dürfen wir heuer zum ersten Mal ein Jazzkonzert im Opernhaus machen. Das Nürnberger Staatstheater ist auf uns zugekommen und hat auch uns diese Kooperation angeboten. Das ist natürlich ein Ritterschlag für uns. Das hätten wir uns vor vier Jahren, als wir angefangen haben, nicht erträumt. Ich finde, das ist auch eine Auszeichnung für das besondere Format des "NUEJAZZ"-Festivals.

Was zeichnet die NUEJAZZ Ihrer Meinung nach aus?
MARCO KÜHNL: Bei uns stehen jeden Abend drei Bands auf der Bühne. Und das an drei Tagen hintereinander. Nur am Samstagabend im Opernhaus steht unser diesjähriger Stargast heuer mit seinem Trio alleine auf der Bühne. Aber durch dieses Konzept - drei Jazz-Formationen an einem Abend - können Jazzfans bei uns ganz viele Eindrücke an einem Abend sammeln. Dadurch bekommen auch junge Jazzmusiker eine Chance, vor einem großen Publikum zu spielen. Wir setzen nicht auf große Namen sondern auf musikalische Qualität, eine lockere Atmosphäre und einen guten Sound. Das kommt offensichtlich an. Das Publikum lässt sich darauf ein. Das zeigen die Besucherzahlen, die von Jahr zu Jahr steigen.

Auf welchen Musiker freuen Sie sich in diesem Jahr besonders?
MARCO KÜHNL: Ich freue mich auf heute Abend. Denn am Mittwochabend geht es endlich los und der schweißtreibende Aufbau ist beendet. Aber Spaß beiseite. Als Kontrabassist freue ich mich am allermeisten auf den Samstagabend, wenn Avishai Cohen auf der Bühne des Opernhauses steht. Ich bin einfach ein Riesenfan von ihm. Deswegen haben wir ihn auch nach Nürnberg geholt (lacht).

Das Gespräch führte Nikolas Pelke.
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