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Region  // Nürnberg

Kriminalstatistik

Gewalt gegen Polizeibeamte erreicht Höchstwert in Mittelfranken

Die Zahl der Straftaten ist in Mittelfranken leicht gestiegen. Vor allem gab es im Regierungsbezirk mehr Gewalttaten im Jahr 2016.
Die Gewalt gegen Polizeibeamte hat in Mittelfranken einen Höchstwert erreicht. Symbolfoto: RiegerPress
 
Die Zahl der Straftaten ist im Jahr 2016 in Mittelfranken leicht angestiegen. Das teilt die Polizei Mittelfranken in ihrer Kriminalstatistik mit. Gleichzeitig verbesserte sich aber die Aufklärungsquote weiter.

Auch im vergangenen Jahr wurden die Fallzahlen von der Flüchtlingssituation geprägt. Im Bereich der Straftaten gegen das Aufenthaltsgesetz beziehungsweise Asylverfahrensgesetz registrierte die Polizei erneut 3.414 Fälle. Dennoch wirken sie sich deutlich auf die Statistik aus und beeinflussen nicht nur die Gesamtfallzahlen, sondern auch die Werte der Aufklärungsquoten und die Häufigkeitszahlen. In den folgenden Darstellungen stellt die Polizei deshalb die Fallzahlen und die Anzahl der Tatverdächtigen ohne Einbeziehung der Straftaten gegen das Aufenthaltsgesetz dar.


Zahl der Straftaten stieg leicht an

Im Regierungsbezirk gab es 2016 insgesamt 95.260 Straftaten. Das bedeutet eine Steigerung von 0,8 Prozent gegenüber 2015. Die Aufklärungsquote erhöhte sich von 64,8 auf 65,5 Prozent. Ohne die ausländerrechtlichen Verstöße gab es einen leichten Anstieg von 0,9 Prozent auf 90.985 Fälle.

In der Großstadt Nürnberg ist die Anzahl der Straftaten mit 45.992 Straftaten nahezu gleich geblieben. Fürth bleibt auch in diesem Jahr die sicherste Großstadt Bayerns mit einem Rückgang der Gesamtzahl der Straftaten um 0,8 % auf 5.950 Fälle.

Bei den Gesamtstraftaten ermittelten die Beamten 43.326 Tatverdächtige. Darunter finden sich erneut mehr nichtdeutsche Verdächtige - eine Steigerung um 8,8 Prozent. Insgesamt sind 37,4 Prozent aller Tatverdächtigen Nichtdeutsche, wobei Zuwanderer bereits darin enthalten sind. Die Steigerung tatverdächtiger Zuwanderer ist die Hauptursache für die negative Entwicklung bei den nichtdeutschen Tatverdächtigen, so die Polizei Mittelfranken.


Gewalt gegen Polizei erreicht Höchstwert

Bei den einzelnen Delikten steigerte sich die Zahl der Fälle bei den Rohheitsdelikten um 10,8 Prozent. Vor allem gab es erstmals seit drei Jahren wieder mehr Körperverletzungen (10,8 Prozent). Vermehrt traten außerdem Straftaten gegen das Leben auf. Diese stiegen um 16,7 Prozent auf 91 Fälle, wobei vor allem Totschlagsdelikte verantwortlich sind.

Auch die Gewalt gegen Polizeibeamte erreichte im vergangenen Jahr den Spitzenwert mit 1000 Delikten (7,9 Prozent mehr). Dazu die Tötung eines SEK-Beamten beim Einsatz gegen einen Reichsbürger in Georgensgmünd. Höchstniveau erreichte auch die Betäubungsmittelkriminalität mit 7.469 Fällen (plus 23,9 Prozent).

Wesentlich mehr zu tun hatte die Polizei auch wegen politisch motivierter Straftaten - es gab hier einen Zuwachs von 27,6 Prozent. Hauptverantwortlich sind dabei rechts motivierte Straftaten, die um 38,7 Prozent gestiegen sind. Die Taten aus dem linken Spektrum blieben mit 193 nahezu gleich.

Rückläufig sind die Fälle im Bereich Diebstahl (4,5 Prozent), Wohnungseinbruchsdiebstahl (11,8 Prozent) und Sexualdelikte (1,8 Prozent).

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