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Region  // Nürnberg

denkst-16

Familienblogger treffen sich am Samstag in Nürnberg

Bloggende Mamas und Papas treffen sich am Samstag zur "denkst-16"-Konferenz, um sich über Kindererziehung und Familienthemen auszutauschen.
Auf dem undatierten Foto ist die Berliner Bloggerin Béa Beste zu sehen. Die 47-Jährige betreibt seit dem Jahr 2012 den Familienblog «Tollabea». Am 23.04.2016 treffen sich in Nürnberg (Bayern) etwa 100 Familienblogger bei der Konferenz «denkst-16» zum Austausch und zur besseren Vernetzung. Foto: Béa Beste/dpa
 
von DPA
Bei Fragen zu Kindererziehung, aber auch allen möglichen anderen Themen rund um die Familie, machen sogenannte Elternblogger zunehmend Zeitschriften Konkurrenz. Die bloggenden Mamas und Papas unterschieden sich von Journalisten dadurch, dass sie subjektiv und sehr persönlich über das Leben schreiben, sagt die Bloggerin Béa Beste. Dadurch könnten sich viele Leser mit ihnen identifizieren.
Fast 2000 Eltern- oder Familienblogs listet die Zeitschrift "Brigitte" im Internet auf. Die beliebtesten hätten mehrere zehntausend regelmäßige Leser, sagt Beste, die früher Unternehmensberaterin war.

An diesem Samstag (23. April) treffen sich etwa 100 Mama-, Papa- und Familienblogger bei der Konferenz "denkst-16" in Nürnberg.


Themen wie in einer klassischen Elternzeitschrift

Beliebt in den Blogs seien Themen wie gesundes Essen, Durchschlafen, Konflikte, Trotzphase und Pubertät, sagt Beste. "Am besten kommen Themen an, die Tausende betreffen." Viele Familienblogger schrieben auch über gemeinsames Basteln sowie Reisen mit Kind oder auch Kochen und Backen. "Es sind die Themen wie in einer klassischen Elternzeitschrift, doch jeder Blogger schreibt aus seiner persönlichen Sicht und meistens deutlich meinungslastiger."

Die meisten Elternblogs seien eher pragmatisch und humorvoll. Einzelne Blogs gingen die Themen aber auch wissenschaftlich-erklärend und pädagogisch an. "Das meiste findet aber auf der Ebene statt: Ich öffne mein Herz, ich öffne mein Haus." Dies sei auch die größte Stärke der Blogger: "Die müssen nicht objektiv bleiben. Die können in die Vollen gehen und zeigen: Ich bin so, wie ich bin. Das macht den Charme für die Leser aus." Auf diese Weise erfolgreich geworden seien etwa Marisa Hart von "Baby, Kind und Meer", Henriette ("Jette") Zwick von "Super Mom" oder Christian Hanne mit "Familienbetrieb".


Persönliche Beziehung zu den Lesern

Viele Blogger bekämen so fast schon eine persönliche Beziehung zu ihren Lesern, die sich dann auch mit Fragen an den Blogger wenden. "Die Leute sehen mich als Instanz. Davon kann man auch mal überfordert sein, wenn sich jemand mit schlimmen Problemen an einen wendet", berichtet Beste.

Die reichweitenstärksten Blogs erreichten mehr als 75.000 Zugriffe pro Monat, sagt die 47-Jährige Berlinerin. Und obwohl es bereits seit etwa zehn Jahren Elternblogs gebe, wachse die Zahl noch immer. "In den USA gibt es ein paar Millionen Blogs. Da ist das auch noch mehr ein Geschäft." Die großen Internet-Tagebücher finanzierten sich inzwischen über Werbung oder sogenannte Sponsored Posts, also vom Werbekunden bezahlte Artikel. Dabei sei es für die Blogger wichtig, sich nicht zu sehr für ein Produkt zu verbiegen, sagt Beste, die seit 2012 den Blog "Tollabea" betreibt. "Wenn man über die eigene Familie und die eigenen Kinder bloggt, dann sollte man auch nicht jedes Produkt annehmen, sondern nur solche, die zu einem passen."

Überhaupt machten "Authentizität, Persönlichkeit und eine gewisse Eigenwilligkeit" einen guten Blog aus. Die meisten Blogger seien jedoch keine ausgebildeten Schreiber, hätten aber vorher schon etwas mit Kommunikation oder Erziehung zu tun gehabt. Ein dickes Fell müsse aber jeder Blogger haben, sagt Beste. "Man darf sich nicht aufregen über Leute, die anderer Meinung sind." Man kehre schließlich sein Familienleben nach außen und werde dafür auch oft kritisiert.


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