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Tiere

Deshalb sind Delfine im Zoo gesünder als in freier Wildbahn

In einem US-Fachmagazin heißt es, Delfine in freier Wildbahn seien häufiger krank als ihre Zoo-Artgenossen. Deutsche Tierschützer widersprechen.
In einem US-Fachmagazin heißt es, Delfine in freier Wildbahn seien häufiger krank als ihre Zoo-Artgenossen. Deutsche Tierschützer widersprechen. Foto: Tiergarten Nürnberg
 
Nachdem das Fachmagazin "Plos one" in den USA eine Forschungsarbeit veröffentlicht hat, in der es heißt, Delfine in freier Wildbahn seien häufiger als ihre Artgenossen in Gefangenschaft, haben sich nun auch Deutsche Tierschütze hierzu zu Wort gemeldet.

Das Wal- und Delfinschutzforum (WDSF) weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass Defline in Delfinarien mit Medikamenten behandelt und am Leben erhalten werden. Die Studie in dem US-Magazin sei daher nicht wirklich aussagekräftig.

In den Delfinarien in Nürnberg und Duisburg zum Beispiel habe das WDSF, so heißt es in der Mitteilung, festgestellt, dass eine Vielzahl von Präparaten zum Einsatz kommen. In Nürnberg seien dies etwa 30 verschiedene Medikamente.

Vor allem Antibiotika bekämen die Delfine in Nürnberg verabreicht, daneben das Psychopharmakum Diazepam (Valium) und Serenin. Das WDSF hatte ermittelt, dass in einem Zeitraum von weniger als fünf Jahren im Tiergarten Nürnberg bei sechs Delfinen insgesamt über 10.000 Milligramm Diazepam und zusätzlich über 1.000 Kapseln des Beruhigungsmittel Serenin angewandt wurden.

Das Landesinstitut für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) äußerte sich nach der Aufdeckung der Psychopharmakagabe durch das WDSF im Tiergarten Nürnberg nach einer eigenen Kontrolle: "Bei der arzneimittelrechtlichen Überprüfung wurde festgestellt, dass entgegen den Angaben des Tiergartens mindestens drei Delfine Diazepam zur Behandlung von Verhaltensproblemen erhalten haben. Aus Sicht des Tierschutzes ist eine dauerhafte Haltung von Tieren nicht verhaltensgerecht, wenn sie nur mit Einsatz von Medikamenten zur Beruhigung möglich ist." Die Aussage zur Verwendung von Medikamenten bei Tieren in Zoos hatte auch die Bundesregierung im Jahr 2015 in einer Antwort auf eine Fraktionsanfrage getroffen.

WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller: "Die Studie zu Krankheitssymptomen bei Delfinen in freier Wildbahn ist sicherlich korrekt, weil schädliche Umwelteinflüsse das Immunsystem dieser Delfine aktivieren. Die Belastung von frei lebenden Delfinen und auch der Wale mit Quecksilber und PCB's ist inzwischen beträchtlich. Allerdings hinkt die US-Studie, wenn der Gesundheitszustand von frei lebenden Delfinen mit nur zwei Delfin-Anlagen mit Delfinen in Gefangenschaft in den USA verglichen wird. Es ist davon auszugehen, dass sämtliche Delfine in Gefangenschaft nur durch Medikamente überleben."
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