Nürnberg
2. Liga

1. FC Nürnberg erwartet "dickes Brett" in Regensburg

Weiter geht's! Ein Dreier bei Jahn Regensburg würde die Zuversicht auf einen Spitzenplatz in der 2. Bundesliga weiter schüren.
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1. FC Nürnberg erwartet "dickes Brett" - Regensburg als "Underdog". Foto: Daniel Karmann/dpa
1. FC Nürnberg erwartet "dickes Brett" - Regensburg als "Underdog". Foto: Daniel Karmann/dpa
Irgendwann will Michael Köllner vom Topstarter 1. FC Nürnberg seinen Lebensmittelpunkt wieder in die Oberpfalz verlegen. An diesem Sonntag (13.30 Uhr) möchte der Coach des fränkischen Fußball-Zweitligisten dem Aufsteiger SSV Jahn Regensburg aber erstmal die Heimpremiere vermiesen.

"Wir wollen nach dem guten Auftakt natürlich auch aus Regensburg mit Punkten heimfahren. Wir wissen aber, dass uns da ein dickes Brett erwartet", sagte Köllner, der aus Fuchsmühl im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth stammt. "Wir müssen neben unseren kämpferischen und läuferischen Tugenden auch kühlen Kopf bewahren."
Die Nürnberger haben zum Auftakt 3:0 gegen Kaiserslautern gewonnen und damit im Frankenland Euphorie entfacht. Freude bereitet Köllner vor der Dienstreise in die Oberpfalz der Konkurrenzkampf in seinem Kader. Spieler wie Adam Zrelak oder Lukas Jäger würden "mit aller Macht" in die Mannschaft drängen. Selbst ein Platz im Kader verlangt den Nürnberger Kickern vieles ab.

Trotz des verheißungsvollen Auftakts ließ Köllner Änderungen in seiner Formation offen. "Ich bin kein Freund des 'Never change a winning team'-Gedankens", räumte der 47-Jährige ein. "Damit würde ich das Leistungsprinzip außer Kraft setzen." Verletzungsbedingt wird Köllner nicht umbauen müssen. Auch Sebastian Kerk dürfte trotz eines Schlags auf den Knöchel einsatzbereit sein.

"Für Regensburg hat das Pokalspielcharakter. Sie sind gefühlt der 'Underdog'", meinte Köllner. Dass der "Club" Favorit ist, steht auch für Regensburgs Trainer Achim Beierlorzer fest. "Nürnberg in dieser Verfassung ist ein ganz, ganz harter Brocken, der da auf uns wartet", urteilte Beierlorzer, dessen Mannschaft unglücklich mit einem 1:2 bei Arminia Bielefeld gestartet war.

Verzichten muss Beierlorzer weiter auf Johannes Stingl und Oliver Hein, die im Aufbautraining sind. Mittelfeldspieler Uwe Hesse zog sich im Training einen Außenbandriss im linken Sprunggelenk zu und wird voraussichtlich drei Wochen fehlen.

Irritationen innerhalb der Mannschaft löst Beierlorzer zufolge auch der juristische Druck auf Investor Philipp Schober nicht aus. Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung und Betrug.

"Ich habe keine Zeit, mir diese Zeitungsartikel im Detail durchzulesen, weil es überhaupt nicht mein Fokus ist. Mein Fokus ist der 1. FC Nürnberg, mein Fokus ist die schwere Aufgabe, die wir zuhause zu lösen haben", betonte Beierlorzer.
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