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1. FC Nürnberg

1. FC Nürnberg weiter tief in roten Zahlen - Bader nicht entlastet

Der 1. FC Nürnberg hat weitere Verbindlichkeiten angehäuft und ist nun mit 17,7 Millionen Euro verschuldet. Für viele der Hauptschuldige: Ex-Manager Bader.
Symbolfoto: Daniel Karmann, dpa
 
Der 1. FC Nürnberg hat in seiner zweiten Saison in der 2. Fußball-Bundesliga weitere Verbindlichkeiten angehäuft und ist nun mit 17,7 Millionen Euro verschuldet. Das waren zum Stichtag 30. Juni 1,5 Millionen Euro mehr als noch im Jahr zuvor, wie die Franken bei ihrer Bilanz-Pressekonferenz am Donnerstag bekanntgaben. Für einen großen Verein wie Nürnberg ist die 2. Liga weiterhin finanziell heikel. "Die Lage bleibt schwierig", sagte Finanz-Vorstand Michael Meeske. "Wir haben viele kleine Schritte in die richtige Richtung gemacht, aber der große Befreiungsschlag ist ausgeblieben."

Der Jahresfehlbetrag zum Ende der Saison 2015/16 betrug 1,9 Millionen Euro. Dadurch erhöhte sich der Gesamt-Fehlbetrag, der nicht durch Vereinsvermögen gedeckt ist, auf 5,1 Millionen Euro (2015: 3,2 Mio).

Demgegenüber stünden stille Reserven des Clubs in ausreichender Höhe, hieß es vor der Mitgliederversammlung am Abend. Die Nürnberger gehen davon aus, zum Ende des Kalenderjahres 2016 einen Fehlbetrag vorzuweisen, der keine Folgen für die Lizenzierung durch die DFL hat.

"Für das Geschäftsjahr 2016/17 plant der 1. FC Nürnberg mit einem ausgeglichenen Etat", sagte Meeske. Er betonte aber, dass der Verein weiter unter Druck stehe, auf dem Transfermarkt Geld einzunehmen.

Der Umsatz in der abgelaufenen Spielzeit, als die Nürnberger erst in der Relegation den Aufstieg in die Bundesliga verpasst hatten, ging um 1,0 Millionen Euro zurück und betrug nur noch 46,2 Millionen. Zum Vergleich: 2013/14 hatte Nürnberg noch 64,4 Millionen eingenommen.

Der Wirtschaftsbericht zum Geschäftsjahr 2015/16



FCN berät über Profi-Ausgliederung

Bei der Mitgliederversammlung am Donnerstagabend wurde außerdem über eine Auslagerung der Profiabteilung in eine Kapitalgesellschaft beraten. Das bei Traditionalisten umstrittene Thema wurde zunächst angesprochen und soll künftig erörtert werden. Man wolle "zu gegebener Zeit in Ruhe darüber diskutieren", sagte Aufsichtsratschef Thomas Grethlein.

Finanz-Vorstand Michael Meeske, der durch eine Neuausrichtung an frisches Geld kommen könnte, sagte: "Letztlich muss das die Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit entscheiden. Wir machen das nicht im stillen Kämmerlein." Der Manager erntete von den Mitgliedern Zustimmung für seine Arbeit der vergangenen Monate, und das trotz eines auf 17,7 Millionen Euro angewachsenen Schuldenberges.


Bader der Hauptschuldige für finanzielle Schieflage

Als Verantwortlichen für die finanziell angespannte Situation sehen viele weiterhin den ehemaligen Vorstand Martin Bader, der Nürnberg vor einem Jahr in Richtung Hannover verlassen hatte. Er erhielt am Donnerstag eine symbolische Ohrfeige, als ihm die Mitglieder wie schon vor einem Jahr an gleicher Stelle die Entlastung verweigerten.


Hockey-Olympiasieger Müller in Aufsichtsrat gewählt

Spät am Abend wurden noch drei Aufsichtsratsmitglieder neu gewählt, die dem Aufsichtsrat bis 2019 angehören. Kandidaten waren Stefan Aster, Johannes Bisping, Heinz Büttner, Stefan Engeln, Norbert Gunkler, Maximilian Müller, Karl Georg Musiol, Georg Obenauf und Thomas Steiner, die die rund 1100 stimmberchtigten Mitglieder in jeweils dreiminütigen Reden von sich zu überzeugen versuchten.

Ins Gremium gewählt wurden der zweimalige Hockey-Olympiasieger Maximilian Müller (712 Stimmen), Johannes Bisping (523 Stimmen) und Norbert Gunkler (423 Stimmen). Der 29-jährige Müller hatte 2015 seine Nationalmannschafts-Karriere beendet, nachdem er im Auswahltrikot neben den zwei Goldmedaillen in Peking und London unter anderem auch den EM-Titel 2011 und die Champions Trophy 2007 gewonnen hatte. Im Frühjahr 2016 machte er dann auch als Aktiver beim Bundesligisten Nürnberger HTC Schluss. 2014 war der gebürtige Mittelfranke für die CSU in den Stadtrat von Nürnberg eingezogen.

Nicht mehr zur Wahl stellten sich Ralf Peisl und Rainer Gömmel, die damit nach sechs beziehungsweise zwei Jahren aus ihrem Amt ausschieden. dpa/ak

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