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Statistik

1. FC Nürnberg im Faktencheck: Der Club ist unberechenbar

Am 6. Februar wird es für den 1. FC Nürnberg wieder ernst. Der Club muss dann auswärts gegen 1860 München ran. Doch wie stark kommt der FCN aus der Winterpause? Der Faktencheck.
So könnte es aus Nürnberger Sicht in der Zweiten Liga gerne weitergehen: (v. l.) Patrick Erras, Torschütze Guido Burgstaller, Georg Margreitter und Kapitän Miso Brecko feiern einen Treffer gegen Heidenheim. Foto: Stefan Puchner/dpa
 
von PETER GROSCURTH
Der 1. FC Nürnberg steht nach 19 Spielen als Tabellendritter endlich wieder sehr gut da. Nach dem ersten Spieltag in der Zweiten Liga sah die Welt noch anders aus, damals war der Club auf dem letzten Platz. Doch durch couragierte Spiele am Ende des vergangenen Jahres gelang dem Team von Trainer René Weiler das Comeback.

Die Fans freuen sich nun auf die verbleibenden 15 Spiele (vielleicht werden es ja noch zwei mehr, Stichwort: Relegation). Am 6. Februar tritt der Club auswärts um 13 Uhr gegen den TSV 1860 München an. Eine der spannendsten Fragen: Wie kann der Abgang von Alessandro Schöpf für rund sechs Millionen Euro zum FC Schalke 04 aus sportlicher Sicht verkraftet werden? Schließlich war er nicht nur ein genialer Vorbereiter von Toren (fünf Vorlagen), sondern er traf selbst sechs Mal. Zudem absolvierte er im Schnitt 12,4 Kilometer pro Spiel (viertbester Wert in der Zweiten Liga).
Wird der Schöpf-Ersatz im Mittelfeld, Zoltán Stieber, seine starken Leistungen aus den Vorbereitungsspielen erneut abrufen können? Fraglich ist, wie weit der Ungar bereits ist. In der Hinrunde stand er für den HSV nur zwei Mal auf dem Platz - und das insgesamt nur sechs Minuten. Ihm fehlt die Spielpraxis. Wollen die Nürnberger tatsächlich aufsteigen, müssen sie hoffen, dass Stieber möglichst schnell an frühere (Fürther) Leistungen anknüpfen kann. Dann ist er nicht nur ein guter Ersatz für Schöpf, sondern kann auch ein Garant für den Aufstieg sein.


1. FC Nürnberg - der Faktencheck des Teams

Wer aber überzeugte in der Hinserie mit starken Leistungen? Hier der Faktencheck des Teams:

Erfolgreichster Torschütze: Klarer Top-Knipser beim Club ist Stürmer Guido Burgstaller (26) mit neun Treffern.

Höchste Abwehrleistung: Innenverteidiger Georg Margreitter (27) gilt als unumstrittener Herrscher der Lüfte, der Österreicher gewann nämlich 79 Prozent der Kopfballduelle.

Bester Newcomer: Patrick Erras schaffte einen tollen Einstand im Profiteam. Der gebürtige Oberpfälzer stand zum ersten Mal am 11. September 2015 im Kader und hat seitdem kein Spiel mehr verpasst. Er ist damit auch noch ungeschlagen in Liga Zwei.

Gut aufgelegt: Kevin Möhwald machte mit starken Spielen auf sich aufmerksam. Der Lohn für den 22-Jährigen: Er legte acht Tore auf und nimmt in dieser Statistik Platz eins in der Zweiten Bundesliga ein. Möhwald liegt damit sogar vor Maximilian Philipp (Freiburger SC, sieben Vorlagen) sowie dem Fürther Jurgen Gjasula (sechs Vorlagen), der teilt sich Platz drei übrigens mit dem Nürnberger Danny Blum, dem Freiburger Mike Frantz und Marco Terrazino vom VfL Bochum.

Geniales Mittelfeld: Der Club ist für seine Gegner eine nur schwer berechenbare Größe. 21 Mal machten Nürnbergs Mittelfeldspieler ein Tor. Kein Verein kann bei diesem Wert mithalten. Das gilt auch in Sachen Vorlagen. Aus dem Mittelfeld kamen ebenfalls 21 Zuspiele, die zu Treffern führten. 38 Tore hat der 1. FC Nürnberg auf der Haben-Seite. Nur Freiburg ist mit 43 Treffern noch besser.

Späte Treffer: Die Spieler von Trainer Weiler haben wohl auch die meiste Kraft in den Beinen und überzeugen durch späte Treffer: Nürnberg traf von allen Teams der Zweiten Liga am häufigsten nach der Halbzeit (24 Mal), am besten in den letzten 30 Minuten (17 Mal) und waren auch ab Spielminute 75 immer noch am torgefährlichsten (neun Treffer).

Viel probiert: Der Coach musste viel testen und tüfteln, um seine feste Wunschelf zu finden. 25 Spieler hat er ausprobiert. Spitzenreiter in dieser Tabelle ist der Karlsruher SC mit 28 Spielern.

Zuschauerschnitt: Soviel Einsatz honorieren mittlerweile auch die Fans. Die kehren ihren Lieblingen nicht mehr den Rücken, sondern kommen wieder gerne zu den Heimspielen ins Grundig-Stadion. 25690 Zuschauer hatte Nürnberg und nimmt damit Rang fünf ein - den besten Schnitt hat Leipzig mit 29304 Fans.


Abgänge von Kutschke und Evseev keine Schwächung für den Club

Die Wechsel von Stefan Kutschke zu Dynamo Dresden und von Willi Evseev zu Holstein Kiel in der Winterpause bedeuten für den 1. FC Nürnberg keine Schwächung. Beide Spieler wurden verliehen und belasten so vorübergehend den Gehaltsetat nicht mehr.

Auch bei Timo Gebhart (26) tut sich etwas: Als großer Hoffnungsträger kam der Allgäuer 2012, sorgte sportlich aber für keine Schlagzeilen. Jetzt laufen Gespräche mit Steaua Bukarest über einen vorzeitigen Wechsel. Eine Ablöse darf sich der Club wohl leider nicht erhoffen.

Torhüter-Urgestein Raphael Schäfer hat dagegen wegen des Erfolgs mit der jungen, frischen Truppe wieder Lust aufs Kicken bekommen und verschiebt vielleicht seinen Ruhestand um eine weitere Saison.

Ein neues Angebot liege ihm zwar noch nicht vor, aber falls der Verein länger mit ihm planen wolle, würde er es sich auf jeden Fall stark überlegen. "Die Tendenz wäre eher positiv als negativ", fügt er an. Ursprünglich hatte der Keeper seinen Kindern versprochen, im Sommer endlich einmal länger Urlaub zu machen.


Aufstieg als großer Schritt

Beim Club stehen die Zeichen also auf Aufschwung! Und wie sieht es mit dem Aufstieg aus? Der kaufmännische Vorstand des 1. FCN Michael Meeske stellt klar: "Er wäre für uns wirtschaftlich ein großer Schritt! Für die Schritte, die wir in der Bundesliga machen können, benötigen wir in der 2. Liga viele Jahre. Steigen wir nicht auf, werden wir zwar deutliche Einsparungen im Sommer vornehmen, aber wir wollen dann trotzdem einen aufstiegsfähigen Kader haben."

zum Thema "1. FC Nürnberg"






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