Neustadt an der Aisch
Unkrautvernichter

Protest in Neustadt/Aisch gegen Glyphosat

Mitglieder einer Bürgerbewegung haben Bundesagrarminister Christian Schmidt in Mittelfranken Unterschriften gegen Glyphosat überreicht.
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Glyphosat ist der weltweit am meisten eingesetzte Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln. Unklar ist, welche Gefahr von ihm ausgeht.  Patrick Pleul, dpa
Glyphosat ist der weltweit am meisten eingesetzte Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln. Unklar ist, welche Gefahr von ihm ausgeht. Patrick Pleul, dpa
Als Schmetterlinge verkleidete Mitglieder des Kampagnennetzwerks Campact haben fast 500 000 Unterschriften gegen den Einsatz des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat an Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) übergeben. Glyphosat stehe im Verdacht, das Krebsrisiko zu erhöhen und gefährde die Artenvielfalt, sagte eine Sprecherin am Donnerstagabend in Neustadt an der Aisch.

Das Gift vernichte zahlreiche Pflanzenarten und raube damit unter anderem Schmetterlingen und Vögeln die Nahrungsgrundlage. Die Unterschriften waren im Rahmen einer Europäischen Bürgerinitiative gesammelt worden, die Unterzeichner setzen sich für ein Verbot des Unkrautvernichtungsmittels ein.

Schmidt befürwortet eine Verlängerung der Glyphosat-Zulassung - anders als Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Über die EU-Zulassung des Unkrautvernichters für weitere zehn Jahre soll im Herbst entschieden werden. Der Stoff wird auch auf deutschen Feldern breit eingesetzt. Nach einer Studie der europäischen Chemikalienagentur Echa hält die EU-Kommission den Krebsverdacht für ausgeräumt und die Substanz für sicher.

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