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Lebensmittel

Zweiter Rückruf binnen zwei Wochen: Darum ruft "Steigerwald" wieder Wasser zurück

Nach dem Fund von Scherben und Splittern in einer Flasche hat der mittelfränkische Getränkehersteller seine Produkte vom Markt genommen.
Unfreiwillige Dusche? Sollte Wasser in das Smartphone eindringen, hilft vor allem eines: Schnelligkeit: Mit ein paar Handgriffen können Nutzer versuchen. Schlimmeres zu vermeiden. Foto: Franziska Gabbert, dpa
 
Der mittelfränkische Getränkehersteller Steigerwald hat ein massives Problem: Weil in dieser Woche eine Glasscherbe und Glassplitter in einer Flasche gefunden wurden, hat die Firma all ihre Produkte vom Markt genommen.

Der Betrieb steht still. Das Familienunternehmen liefert nach eigenen Angaben vor allem an Händler im Raum Würzburg-Nürnberg-Bamberg und muss innerhalb von zwei Wochen die zweite Rückrufaktion bewältigen. Im ersten Fall war es nach Firmenangaben um einen nicht näher beschriebenen Fremdkörper in einer Flasche gegangen. Betroffen vom neuesten Rückruf sind alle Mineralwasser-Sorten von Steigerwald, zudem die Marken Schwarzenbergquelle, Owalis, Marktquelle und elements sowie die Süßgetränke von Steigerwald, Owalis und Marktquelle.

Die Glasscherbe wurde nach Unternehmensangaben in einer der grünen Mineralwasserflaschen der Marke Steigerwald Naturell gefunden. "Aus Gründen des konsequenten Verbraucherschutzes ruft Steigerwald alle Lebensmittel zurück", war am Donnerstag auf einer Internetseite des Betriebes in Oberscheinfeld (Lkr. Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) zu lesen. Demnach können Kunden die genannten Steigerwald-Getränke "in allen Verkaufsstellen" zurückgeben und bekommen - auch ohne Kassenbon - den Kaufpreis erstattet.


"Zwei bis drei Mal"

Im ersten Fall konsultierte ein Mann aus dem Kreis Würzburg die Behörden, weil er in einer Steigerwald-Flasche einen Fremdkörper gefunden hatte.

Einige Tage später erschien eine Frau aus dem Kreis Kitzingen aus gleichem Grund im Landratsamt in Neustadt/Aisch. Wie der Sprecher des Landratsamtes, Rainer Kahler, auf Anfrage weiter sagte, haben sich in den vergangenen Tagen Vertreter seiner Behörde sowie des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit "zwei bis drei Mal" bei Steigerwald umgeschaut.

"Es ist aber offen", wie die Fremdkörper in beiden Fällen in die Wasserflaschen gekommen waren. Der aktuelle Rückruf wirft Fragen auf.

So jene, warum Steigerwald wegen eines Einzelfundes von Scherben gleich sein komplettes Sortiment zurücknimmt. Das sei unüblich, sagte ein Anwalt in München, der das Unternehmen in dem Fall vertritt, namentlich aber nicht genannt werden will. Üblich sei vielmehr, bei Einzelfunden nur die entsprechende Charge vom Markt nehmen zu lassen. Was Steigerwald zum großen Rundumschlag bewogen habe, könne er nicht sagen.


Unklarer Umfang

Das Unternehmen selbst gab am Donnerstag selbst keine Stellungnahme ab. Wie viele Flaschen aktuell zurückgerufen wurden und wie groß der Schaden für Steigerwald ist, war dem Anwalt am Donnerstag ebenfalls nicht klar.

Die Produktion in Oberscheinfeld stehe schon seit dem 24. Februar still, was Landratsamtssprecher Kahler bestätigte.

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