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Vortäuschen einer Straftat

Großeinsatz der Polizei: 28-Jähriger täuscht Raubüberfall vor

Ein 28-Jähriger aus dem Landkreis Miltenberg hat einen Raubüberfall vorgetäuscht und damit einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Der Grund ist kurios.
Ein vorgetäuschter Raubüberfall in Miltenberg zog einen Großeinsatz der Polizei nach sich. Symbolfoto: Christopher Schulz
 
Ein 28-Jähriger aus dem Landkreis Miltenberg hat am Freitagmorgen einen Raubüberfall vorgetäuscht. Der Mann belog zuerst seinen Arbeitgeber, dann die Polizei. Die Beamten starteten daraufhin einen Großeinsatz. Die Spurenauswertung der Polizei und die dadurch erdrückende Beweislast brachten den 28-Jährigen dazu, den Schwindel zuzugeben.

Wie die Polizei mitteilte, berichtete der Mann anfänglich telefonisch, später auch persönlich, seinem Chef, dass er gegen 05:45 Uhr von drei maskierten Tätern überfallen worden wäre. Durch seine Gegenwehr ließen die Angreifer angeblich von ihm ab und schlugen stattdessen die Heckscheibe des Firmen-Transporters ein. Ein Arbeitskollege informierte unverzüglich die Polizei, welche eine groß angelegte Fahndung einleitete.

Den Beamten der Miltenberger Polizei kamen jedoch schnell Zweifel an der Räubergeschichte. Trotz erdrückender Beweislast beharrte der Mann anfänglich auf seiner Version. Erst als sich ein Puzzlestück zum nächsten fügte, gab er zu, beim Rückwärtsfahren gegen einen Baum geprallt zu sein.

Bei seiner unüberlegten Handlung bedachte er wohl nicht, dass er zum einen eine Straftat durch das Vortäuschen einer Straftat begangen hat und zum anderen einen großen Polizeieinsatz mit mehreren beteiligten Fahrzeugen ausgelöst hatte.

Neben mehreren Streifen aus Miltenberg und der umliegenden Dienststellen, waren auch Fahrzeuge aus Hessen und Baden-Württemberg im Einsatz. Die Kosten für den Einsatz, die unter Umständen dem Mann in Rechnung gestellt werden, dürften die Höhe des Unfallschadens um ein Vielfaches übersteigen. Die weiteren Ermittlungen führt die Miltenberger Polizei.

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