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Zwei Tote auf Autobahnbrücke

Neue Erkenntnisse zum Ablauf: Beziehungsdrama endet auf A3 in Unterfranken tödlich

Im April hatte sich ein 31-Jähriger auf einer Autobahnbrücke bei Marktheidenfeld in den Tod gestürzt, nachdem er seine Ex-Freundin erstochen hatte.
Tödliches Ende einer Trennung: Mit seiner Ex-Freundin im Auto wollte sich ein 31-Jähriger Anfang April von einer Autobahnbrücke bei Marktheidenfeld in den Tod stürzen. Als das scheiterte, griff er zum Messer. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
 
Tödliches Ende einer Trennung: Mit seiner Ex-Freundin im Auto wollte sich ein 31-Jähriger Anfang April von einer Autobahnbrücke bei Marktheidenfeld in den Tod stürzen. Als das scheiterte, griff er zum Messer.

Viereinhalb Monate nach der Bluttat auf der Haseltalbrücke bei Marktheidenfeld lässt der Abschlussbericht von Kripo und Staatsanwaltschaft kaum Zweifel: Die Rekonstruktion der Ermittler weist darauf hin, dass ein 31-Jähriger an jenem Sonntagmorgen um 7 Uhr seine Ex und sich mit dem Auto von der Brücke in den Tod stürzen wollte. Beide stammen aus dem Landkreis Aschaffenburg.

Wie berichtet, hatten Zeugen am 09. April 2017 die Polizei verständigt und mitgeteilt, dass ein vermeintliches Unfallfahrzeug auf der Haseltalbrücke auf der A3 nahe Marktheidenfeld (Kreis Main-Spessart) stehe. Der 31-jährige Fahrer des Autos stieg aus und stürzte sich nach einem kurzen Wortgefecht mit den Zeugen von der Brücke in den Tod. Im Fahrzeug selbst wurde eine leblose Frau gefunden, die offensichtlich durch äußere Gewalteinwirkung zu Tode gekommen war.
Die in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft geführten Ermittlungen der Kriminalpolizei Würzburg konnten nun abgeschlossen werden. Auf Grundlage der Ermittlungsergebnisse wird folgender Geschehensablauf als am wahrscheinlichsten angesehen:


31-Jähriger wollte mit Auto von der Brücke stürzen

Es kann davon ausgegangen werden, dass der 31-jährige Tatverdächtige bereits gezielt mit seinem Fahrzeug zur Haseltalbrücke gefahren ist, um dort das Brückengeländer mit dem Auto zu durchbrechen und sich mit seiner Beifahrerin in den Tod zu stürzen. Nachdem dies gescheitert war, erstach er seine 26-jährige Ex-Lebensgefährtin im Fahrzeug und wollte wohl auch sich selbst mit dem Messer töten - wurde dabei allerdings von den Zeugen und Ersthelfern gestört. Während der Erstversorgung stürzte sich der 31-Jährige dann von der Brücke in die Tiefe.


Motiv war die Trennung

Die genauen Tatumstände des Fahrtantritts konnten nicht mehr ermittelt werden. Das Tatmotiv liegt vermutlich in der wenige Wochen vor der Tat erfolgten Trennung der Geschädigten vom Tatverdächtigen. Die Ermittlungen haben zudem keine Hinweise darauf erbracht, dass sich die Tat für Dritte nach außen erkennbar angedeutet hätte. Im Hinblick auf dieses Ergebnis hat auch die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren zwischenzeitlich eingestellt.

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