Marktheidenfeld
Verkehrsunfall

Zwei Verletzte, Vollsperrung und 20 Kilometer Stau nach Unfall auf A3

Ein Unfall nach nicht gewährter Vorfahrt hat auf der A3 bei Marktheidenfeld für weitere Unfälle und lange Staus gesorgt.
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Symbolfoto: Michael Gründel
Symbolfoto: Michael Gründel
An der Anschlussstelle Marktheidenfeld kam es am Donnerstagnachmittag nach einer Vorfahrtsverletzung zunächst zu einem Auffahrunfall zwischen zwei Pkw. Dieser Unfall löste direkt einen weiteren Auffahrunfall und vier Folgeunfälle aus.

Angaben der Polizei zufolge fuhr ein Pkw gegen 14.35 Uhr an der Anschlussstelle Marktheidenfeld in Richtung Würzburg auf die A 3 auf. Dabei verletzte er die Vorfahrt des durchgehenden Verkehrs und sorgte damit für eine Kettenreaktion an Bremsmanövern im fließenden Verkehr. Dabei kam es unmittelbar zu zwei Auffahrunfällen, an denen insgesamt fünf Pkw beteiligt waren.

Verletzt wurde niemand, die Schadenshöhe beläuft sich auf rund 8.000 Euro. Die Unfallfahrzeuge dieser beiden Unfälle blieben auf der Fahrbahn stehen. Ein Standstreifen ist hier derzeit baustellenbedingt nicht vorhanden. Im Zug der weiteren Bremsmanöver kam es kurz darauf vor der Anschlussstelle Marktheidenfeld zu einem Auffahrunfall zwischen einem Kleintransporter und einem vorausfahrenden Sattelzug. Anschließend driftete der Kleintransporter nach links und drängte einen dort fahrenden Seat gegen die Mittelleitplanke zwischen den beiden Fahrbahnen.

Der Seat geriet dabei auf die Mittelabtrennung, warf sie auf einer Länge von rund 200 Meter um und drückte sie auf die Fahrbahn der Gegenrichtung. Aufgrund der Position der Unfallfahrzeuge - Sattelzug und Klein-Lkw rechts, Pkw links - war die Richtungsfahrbahn Würzburg komplett blockiert.

Der 35-jährige Fahrer des Kleintransporters und die 20-jährige Fahrerin des Seat wurden bei dem Unfall verletzt. Der 35-Jährige wurde mit dem Rettungshubschrauber in die Uniklinik nach Würzburg geflogen. Lebensgefahr besteht nach ersten Erkenntnissen nicht. Die 20-Jährige kam per Rettungswagen ins Krankenhaus nach Marktheidenfeld. Auch hier liegen keine lebensbedrohlichen Verletzungen vor.

In der Folge war die A 3 in Richtung Würzburg für zwei Stunden voll gesperrt. In Richtung Frankfurt musste bis zum Wiederaufrichten der Mittelabtrennung der linke von zwei Fahrstreifen für etwa 45 Minuten gesperrt werden. Auch hier bildete sich ein größerer Rückstau. Der Kleintransporter und der Seat mussten abgeschleppt werden, der Sattelzug konnte die Fahrt fortsetzen. Die Schadenshöhe beträgt etwa 50.000 Euro.

Während der Vollsperrung bildete sich in Richtung Würzburg ein Rückstau von über 20 Kilometern Länge. Dieser reichte bis in den Kauppenaufstieg bei Waldaschaff zurück. In dem Rückstau, der bis in die Abendstunden andauerte, ereigneten sich insgesamt noch drei Folgeunfälle.

Gegen 15.10 Uhr kam es ebenfalls im Bereich von Marktheidenfeld zu einem Auffahrunfall zwischen einem Sattelzug und einem Lastzug. Bilanz: 10.000 Euro Sachschaden. Beide Fahrzeuge blieben fahrbereit und konnten später die Fahrt fortsetzen.

Später krachte es dann im Rückstau gegen 19.10 Uhr und 20.00 Uhr bei Weibersbrunn und Waldaschaff erneut, wobei vorausfahrende Lastzüge beim Berganfahren am Kauppenaufstieg rückwärts rollten und gegen dahinter stehende Lastzüge stießen. Der Schaden an den vier beteiligten Zügen summiert sich auf rund 8.000 Euro. Auch hier blieben die Lkw fahrbereit. Es dauerte schließlich noch bis in den späten Abend, bis sich die Verkehrslage in Richtung Süden wieder einigermaßen normalisiert hatte.
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