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Rundgang

Von Maria I. kriegt in Lichtenfels jeder gerne einen Korb

Korbstadtkönigin Maria I. genoss bei einem Rundgang mit Mäc Härder sichtlich das Bad in der Menge.
Impressionen eines "Arbeitstags" der Korbstadtkönigin Maria I.Foto: Alicia Vetter
 
Drei Tage lang kommt Maria Tribale kaum zur Ruhe. Als Korbstadtkönigin Maria I. hastet sie beim Korbmarkt von Termin zu Termin. Wobei "hasten" das falsche Wort ist, denn die Islingerin genießt sichtlich das Bad in der Menge.

Bürgermeister Andreas Hügerich übergibt ihr am Samstagmittag auf dem Marktplatz unter dem Applaus von Tausenden von Zuschauern das Zepter. Mit dabei natürlich auch der Schirmherr und selbst ernannte Königs von Franken, Mäc Härder.
Ist die grazile Hoheit denn gar nicht aufgeregt, als sie beim Festakt auf dem Podium vor der riesigen Menschenmenge das Wort ergreift? "Nein", lächelt sie und schüttelt den Kopf. Ein Jahr nach der Krönung seien solche Auftritte für sie Routine geworden, sagt sie ganz gelassen und gewährt uns einen kleinen Einblick, wie es hinter den Kulissen aussieht.


Der erste Weg geht zum Pferd


Als die Korbstadtkönigin um 12 Uhr mittags Arm in Arm mit dem König von Franken vom Oberen Tor Richtung Rathaus schlendert, Landrat, Bürgermeister, weitere Amtsträgern und Musikanten im Gefolge, hat sie schon einen arbeitsreichen Vormittag hinter sich. Es ist 6 Uhr, als das Klingeln des Weckers Maria Tribale an diesem Morgen aus den Träumen reißt. Sie hat keine Zeit zu verlieren, denn Hooray Nifty Jac wartet längst auf sie. Nein, es ist nicht die neueste Trendfriseurin, es ist ein vierjähriger Quarter-Horse- Wallach, der in einem Stall bei Schwürbitz steht und um den sie sich - wie auch um ihren eigenen Hengst - kümmert.

Die beiden Pferde müssen, nachdem sie versorgt sind, den Rest des Tages ohne Maria zurechtkommen, denn heute muss sich die Korbstadtkönigin in erster Linie "ihrem Volk" widmen. Zurück in Isling muss sich die junge Frau schnellstmöglich für ihren großen Auftritt fertig machen. Sie selbst steckt sich ihre langen, lockigen Haare zu einem Dutt hoch. Nachdem sie ihr beigefarbenes Dirndl übergestreift und sich die geflochtene Krone aufgesetzt hat, geht es los nach Lichtenfels.

Nach dem Festakt zeigt sie dem König von Franken ihr Reich. Gemeinsam mit Bürgermeister Andreas Hügerich, dessen Stellvertretern Sabine Rießner und Winfried Weinbeer, dem Geschäftsführer des Vereins "Zentrum Europäischer Flechtkultur Lichtenfels", Manfred Rauh, und dem Kulturbeauftragten Arnt Schille begrüßen sie die Aussteller, die aus aller Welt zum 38. Korbmarkt nach Lichtenfels gekommen sind.


Große und kleine Bewunderer


Maria I. findet überall Bewunderer und Fans. Amelies Augen werden riesengroß und beginnen zu funkeln, als sie plötzlich ihrem Idol im Schatten der Bühne gegenübersteht. Sie kann es kaum fassen, eine echte Königin zu treffen. Maria beugt sich lächelnd zu der sprachlosen Vierjährigen hinunter und holt ein winziges Körbchen für das Mädchen hervor.

So geht es auch der begeisterten Frau aus Nordrhein-Westfalen, die ein Erinnerungsfoto mit der 26-Jährigen machen möchte, oder dem Herrn mittleren Alters, der sein Handy für ein Selfie mit der hübschen Majestät zückt. Den klitzekleinen Korb nimmt auch er gerne.

Die Korbstadtkönigin kommt bei ihrem Bummel durch ihr Reich nur langsam voran. Hier und da noch ein Interview für Radio und Fernsehen, dann wieder Fotos mit Besuchern. Der König von Franken wärmt zwischendurch mal die Hände, denn trotz des Sonnenscheins ist es kühl an diesem Septembertag.


"Stehe für Vielfalt eines traditionellen Handwerks"


Maria I. hat nicht nur viele Bewunderer, sie findet auch große Bewunderung für die Flechtwaren, die sie entdeckt. Wie die filigranen Ohrringe an einem Stand am Kirchplatz: "Ich bin sehr stolz, dass ich nicht nur für ein Produkt stehe, sondern für die ganze Vielfalt eines so traditionellen Handwerks.", sagt sie und staunt gleichzeitig über die modernen Werke.

Es gibt viel zu entdecken bis zu ihrem letzten offiziellen Termin am Samstag. Um 18 Uhr erwarten sie bereits Gäste aus Polen zum gemeinsamen Abendessen im Stadtschloss, bei dem es auch um die Zusammenarbeit der Fachschulen für Flechterei geht. Danach geht es weiter.
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