Bad Staffelstein
Brauchtum

Überraschung im Altenheim

Der Besuch des FT-Nikolaus im BRK-Heim in Bad Staffelstein war nur der Leitung bekannt, die Mitarbeiter wussten nichts.
Artikel einbetten Artikel drucken
Küchenleiter Axel Jörig und seine beiden Service-Kräfte Barbara Dillinger und Ramona Orleth (von rechts) hatten den Nikolaus nicht erwartet.
Küchenleiter Axel Jörig und seine beiden Service-Kräfte Barbara Dillinger und Ramona Orleth (von rechts) hatten den Nikolaus nicht erwartet.
+1 Bild
Warum nicht mal an die denken, an die sonst an einem solchen Tag keiner denkt? Das dachte sich auch der Nikolaus des Fränkischen Tags und so erhielten gestern die Mitarbeiter des BRK-Wohn- und Pflegeheims Am Staffelberg rotweißen Besuch: von den Pflegestationen bis hinunter in die Großküche.
Die Augen wurden groß, denn damit hat die Belegschaft nicht gerechnet. "Also sowas, das ist doch schön", entfuhr es an der Rezeption Heike Krauß. Um 10 Uhr morgens kam der Nikolaus zu ihr, um ungefragt und unangemeldet Süßigkeiten bei den Mitarbeitern zu verteilen und sich nach dem Wohl oder großen und kleinen Weihnachtswünschen zu erkundigen.
Eine Rolle, die FT-Redakteur Tobias Kindermann einnahm und ausfüllte. Eigens hierfür schaffte er sich ein Kostüm an, packte er seinen Sack voll mit Schokonikoläusen. Im Gepäck auch ein paar Fragen, die von den BRK-Mitarbeitern/-innen gerne beantwortet wurden.


"Ein wunderschöner Beruf"

Wie zum Beispiel von Schwester Claudia Semmelroch. Als der Nikolaus zu ihr und ihrer Kollegin Elfriede Dirauf ins Zimmer trat, waren die beiden Frauen für einen Moment doch angenehm geplättet. Aber was wünschen sich Pflegekräfte besonders zu Weihnachten? "Zeit mit der Familie", entfährt es Claudia Semmelroch. "Es wäre schön, wenn wir mehr Pflegekräfte hätten", bemerkt sie zur allgemeinen Lage in Deutschland. "Unser Beruf müsste viel attraktiver gemacht werden", empfiehlt die Pflegefachkraft dazu. Doch dann lacht sie und sagt über das ganze Gesicht strahlend zu ihrer Berufswahl: "Es ist ein wunderschöner Beruf und ich liebe ihn immer noch."
Diese Worte nimmt Nikolaus Tobias Kindermann mit in die nächste höhere Etage und begegnet weiteren Schwestern. Von Silvana Shehu wird er gleich herzlich umarmt und ihre Kollegin Ljuba Göhlich malt sich verschmitzt aus, wie ihr Mann reagieren wird, wenn sie ihm von ihrem Erlebnis mit dem Nikolaus erzählt: "Das nennt man Arbeit bei euch?", würde er wohl scherzen.
Auch hier im 2. Stock lässt der Nikolaus Schokolade zurück, dann geht er die Bewohner grüßend durch die Flure und erneut eine Etage höher. Neue Schwestern, neue überraschte Gesichter. "Schon mal auf Arbeit vom Nikolaus überrascht worden?", wird eine zunächst verblüffte Schwester Sintia Thiel gefragt. Ihre gutgelaunte Antwort darauf: "Nein, das könnte man einführen."
Auch hier entwickelt sich ein kurzer Plausch, bevor es nach ganz unten in den Keller geht, wo eine Reinigung und vor allem die Großküche untergebracht sind.
Erstaunen auch bei Küchenleiter Axel Jörig und seinen beiden Serivce-Kräften Barbara Dillinger und Ramona Orleth. "Hähnchenschenkel mit Karottengemüse und Kartoffelpüree" steht heute auf dem Speiseplan. "Haben die Bewohner denn auf ihren Tellern auch schon einen Nikolaus aus Schokolade gehabt?", wird Jörig gefragt und kann die Frage bejahen.
Ein Fazit des Besuchs lautet für den Nikolaus, dass es gar nicht so schwer ist, eine Freude zu bereiten. Ein weiteres ist, dass hier Weihnachten nicht zusätzlichen Stress bedeutet.
Und Schwester Helene Lehis fasst aus Sicht der Besuchten zusammen, was wohl alle Mitarbeiter von dieser FT-Aktion dachten: "Super, könnte öfter passieren." Doch bevor der Nikolaus wieder ging, leerte er noch ganz seinen Sack aus und ließ alle Schokoladenweihnachtsmänner mit Gruß da.
Für die Mitarbeiter, die zu späterem Zeitpunkt Schicht haben.
Verwandte Artikel
Verwandte Fotoserien
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren