Bei der Ortsbesichtigung im Vorfeld der Bauausschusssitzung zeigten sich die Gremiumsmitglieder zufrieden mit dem Fortschritt der Maßnahme. Arbeiter waren bei Nieselregen fleißig zugange. Stadtbaumeister Andreas Ender ging auf das umfangreiche Projekt im Rahmen der Dorferneuerung ein.

Der Bau des Geländers hat begonnen, die Wasserleitungen sind an einer Stelle neu verlegt worden. Ab der Kirche wird die Bachmauer auf einer Länge von rund 600 Metern saniert. Mit vielen kleine, modernen Details soll der Ort aufgewertet werden. Mit einer Art Kneippanlage soll zudem das Element Wasser für jung und alt erlebbar werden. Bürgermeister Jürgen Kohmann brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass ein Großteil der Arbeiten noch heuer zum Abschluss gebracht werden kann. "Das wäre schön, denn die Beeinträchtigungen für die örtliche Gastronomie und für die Anwohner sind ja nicht unerheblich."


Jugendliche halfen bei Skateranlage mit


Auch bei der vor kurzem eröffneten neuen Skateranlage am Pferdsfelder Weg in Bad Staffelstein schaute das Gremium vorbei. Stadtbaumeister Ender wies noch einmal auf den wetterfesten und im Vergleich zur Vorgängeranlage bessere Fahreigenschaften aufweisenden Kunststoffbelag hin. Bürgermeister Kohmann dankte den Mitarbeitern des Bauhofs und den Jugendlichen, die sich tatkräftig bei der Realisierung eingebracht hätten.

Profitieren werden die Bürger von Stadel künftig vom erneuerten Feuerwehr- und Gemeinschaftshaus "Blumenschänke". Im Zuge des Umbaus entstehen Toiletten, Küche und Schulungsraum. Durch den Einbau von Normalfenstern im früherem Stall soll ein hellerer Charakter entstehen, betonte Kohmann. Im laufenden Haushaltsjahr seien zunächst 50 000 Euro eingestellt.


Mehrzweckhalle darf gebaut werden


Während die genannten Ortsbesichtigungen nur informativen Charakter aufwiesen, wurde es in der Horsdorfer Flur konkret. Hier ging es um eine Voranfrage für die künftige Nutzung eines aufgelassenen Schweinestalls. Der Bauwerber möchte auf dem relativ großen Gelände eine Mehrzweckhalle errichten und seine Schweinemast von derzeit 700 auf 1400 Tiere vergrößern. Dabei will er auch die exklusiven Iberico-Schweine züchten.

Unter der Maßgabe, dass er die notwendige landwirtschaftliche Privilegierung nachweist und mit der Halle von der dortigen Böschungskante wegrückt, stellte das Gremium das gemeindliche Einvernehmen in Aussicht. Dieses bezog sich aber wohlgemerkt nur auf den Bau der Halle. Legt der Bauwerber die landwirtschaftliche Privilegierung vor, wird das Gremium über die angedachte Erweiterung des Schweinemastbetriebs befinden.

In seiner Julisitzung hatte der Stadtrat die vom Grundstückseigentümer beantragte Aufstellung des Bebauungsplanes "Uetzing-Theisenort" beschlossen. Nun billigte der Bauausschuss den Vorentwurf sowie die frühzeitige Beteiligung von Öffentlichkeit, Behörden und Trägern öffentlicher Belange. Geplant sind seitens des Grundstückseigentümers neun Bauparzellen, die Zufahrt will dieser in Eigenregie über seinen Privatbesitz bewerkstelligen.


Stellplätze zu nah am Zebrastreifen


Nicht einfach "durchwinken" konnte das Gremium einen Bauantrag, der den Ausbau eines Dachgeschosses zu einer sechsten Wohneinheit in der Kilianstraße in Bad Staffelstein zum Gegenstand hatte - und zwar wegen der in den Planungen enthaltenen zwei zusätzlichen Stellplätze. Diese wären nämlich unmittelbar an einem Zebrastreifen, der auf dem Schulweg der Realschüler liegt. Unter der Bedingung, dass die beiden Stellplätze mindestens fünf Meter Abstand zum Fußgängerstreifen aufweisen und die Maßnahme in enger Abstimmung mit der Bauverwaltung erfolgt, wurde dem Antrag zugestimmt.

Anders gebaut als genehmigt - wie schon in der Vergangenheit hatte sich das Gremium auch diesmal mit einem solchen Fall zu beschäftigen. Obwohl für die Errichtung eines Einfamilienwohnhauses mit Garage in der Lessingstraße ein Abstand von 1,50 Metern festgelegt worden war, rückte der Bauwerber mit dem Gebäude direkt an die hintere Grundstücksgrenze heran und baute zudem höher als gestattet, was Bürgermeister Jürgen Kohmann missbilligte.


"Wir sollten Rückgrat zeigen"


Die vorgelegte Tektur sieht zwar einen Rückbau des hinteren Gebäudebereichs auf drei Meter Höhe vor. Einer seiner Nachbarn kann sich aber dennoch nicht dem Projekt arrangieren und schaltete mittlerweile sogar einen Anwalt ein. Auch der Bauausschuss äußerte angesichts des ungebührlichen Verhaltens des Bauwerbers scharfe Kritik. Man befürchtete, dies könnte Schule machen, wenn man nicht entgegen steuere. "Wir sollten Rückgrat zeigen und dem nicht zustimmen", meinte etwa Wolfgang Herold (CSU). Mit drei zu sieben -Stimmen. Somit wurde der eingereichten Tektur das gemeindliche Einvernehmen verweigert.

In der Bamberger Straße in Bad Staffelstein möchte der zur "Tedi"-Gruppe gehörende Anbieter "Black" die bis vor einiger Zeit von "Lidl" genutzten Räumlichkeiten beziehen und eine Nonfood-Filiale eröffnen. Das Gebäude selbst soll dabei unverändert bleiben. Der Bauausschuss sah keine Hindernisgründe, befürwortete den gestellten Antrag auf Nutzungsänderung.