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Stadtratssitzung

Stadtrat lehnt weitere Stromtrassen ab

In einem einstimmigen Beschluss hat der Lichtenfelser Stadtrat seine ablehnende Haltung gegenüber neuen Stromtrassen deutlich gemacht.
Über die Pläne zu neuen Stromtrassen wird heute im Landratsamt gesprochen. Foto: hanseat - Fotolia
 
von RAMONA POPP
Hinter den Abkürzungen P 44 oder P 44 mod und weiteren Variationen verbergen sich Leitungsverläufe für überregionale Stromtrassen. In dem Sammelsurium, das die Bundesnetzagentur kürzlich präsentiert hat, sind fünf solcher möglicher Strecken enthalten, von denen der Landkreis und das Stadtgebiet von Lichtenfels betroffen wären. Deshalb erneuerte der Stadtrat am Montag seinen ablehnenden Beschluss. Als das Gremium ihn gefasst hatte, war nur eine dieser Stromtrassen noch in der Diskussion, die P 44 mod. Nun sollen aber alle im Netzentwicklungsplan enthaltenen Varianten, sogar die, die vom Netzbetreiber selbst abgelehnt worden waren, dem Bundestag zur Entscheidung vorgelegt werden - Anlass für die Stadträte, ihr Nein zu allen Varianten zu formulieren. Dies geschah einstimmig.

Durch die bestehenden 110- beziehungsweise 380-kV-Leitungen sei der Bereich der Stadt bereits stark vorbelastet, hieß es in dem Beschluss. Deshalb könnten darüberhinausgehende Belastungen nicht mehr akzeptiert werden. "Wir wollen das nicht, weiteren Leitungsbau lehnen wir ab", betonte Bürgermeister Andreas Hügerich (SPD). Und setzt hinzu: "...wenn er denn überhaupt erforderlich ist!"


Erforderlich oder nicht?

Stadträtin und Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner (CSU) stellte vor dem Hintergrund sämtlicher vorgelegter Trassen die Notwendigkeit der Bundesnetzagentur in Frage, die sich hier herausgezogen habe. Es werde nun auf eine politische Entscheidung hinauslaufen. Wichtig ist deshalb ein Abstimmung beim heutigen "Stromgipfel", zu dem (Kommunal-)Politiker auch umliegender Landkreise ins Landratsamt eingeladen wurden. Zeulner berichtete, die Netzbetreiber argumentierten auch mit dem Bedarf an Verbindungen als Folge der Wiedervereinigung Deutschlands. Dass die hiesige Region ganz verschont bleibt, könne sie nicht versprechen. Dulden könne man aber nur eine Variante, "die man vor Ort erklären kann", so die Abgeordnete.

Arnt-Uwe Schille (SPD) prangerte an, dass die neue Stromautobahn, die erst eingeweiht wurde, nicht gleich anders gestaltet wurde, wenn jetzt wieder eine neue gebraucht werde.


Für zusätzlichen "West-Bahnhof"

Einstimmig unterstützt wurde vom Stadtrat der Antrag des Landkreises für einen neuen Nahverkehrshaltepunkt Lichtenfels-West an den Gleisen in Seubelsdorf. Eine Machbarkeitsüberprüfung muss durch die Deutsche Bahn erfolgen.


Erschwinglichen Wohnraum schaffen

Stefan Hofmann (Freie Wähler) erinnerte an Fraktionsanträge zum Thema sozialer Wohnungsbau noch aus dem Vorjahr. Im Umfeld des Krankenhauses werden 80 kleine, günstige Wohnungen wegfallen. "Wo ist unser Beitrag als Stadt, das abzufangen", fragte Hofmann. Der Bürgermeister sagte eine Antwort zu: "Das Thema ist bei uns auf der Agenda."


Auftrag für Sanitärarbeiten

Die Sanitärarbeiten für den Neubau des Verwaltungs- und Lagergebäudes der Stadtwerke sind an die Firma Limmer & Söllner, Altenkunstadt, zum Angebotspreis von rund 107 055 Euro vergeben worden.
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