Der FC Lichtenfels (12.) steckt in der Fußball-Landesliga Nordost gerade mitten in den Wochen der Spitzenmannschaften. Nach dem wirklich überraschend starken, aber erfolglosen Abschneiden beim unangefochtenen Spitzenreiter ATSV Erlangen (1:2) reist die Mannschaft der beiden Trainer Christian Goller und Alexander Grau am Sonntag, 15 Uhr, zum Tabellenzweiten TSV Nürnberg-Buch, ehe es eine Woche später vor heimischer Kulisse zum Duell mit dem Dritten TSV Neudrossenfeld kommt.


Landesliga Nordost

TSV Nürnberg-Buch -
FC Lichtenfels

Gegen den Tabellenführer aus der mittelfränkischen Unistadt hat der FC Lichtenfels bereits angedeutet, wie man auch in den Wochen der Spitzenmannschaften möglicherweise den ein oder anderen Überraschungspunkt verbuchen könnte. Ein engagierter Auftritt brachte den ATSV ordentlich ins Schwitzen, immerhin führten die Korbstädter lange Zeit mit 1:0 und hätten kurz nach Wiederbeginn sogar das 2:0 nachlegen müssen. "In gewisser Weise sind wir schon stolz auf das Team, auch wenn letztendlich natürlich nur Ergebnisse zählen", sagte FCL-Trainer Alexander Grau und war angetan vom Auftritt seiner Schützlinge gegen das Topteam der Landesliga Nordost. "Wir haben nach dem wirklich sehr schwachen Spiel gegen Frohnlach einen Schritt in die richtige Richtung gemacht und können daher sehr zuversichtlich in die kommenden, schweren Aufgaben gehen."
Diese angesprochenen, schweren Aufgaben sind dann am kommenden Sonntag um 15 Uhr das Gastspiel beim Tabellenzweiten TSV Nürnberg-Buch und eine Woche später das wohl ebenso herausfordernde Heimspiel gegen den TSV Neudrossnfeld (3.). Möglicherweise verleiht den Lichtenfelsern aber ausgerechnet die letzte 1:2-Niederlage beim ATSV Erlangen neuen Mut. Zwar war es bereits das siebte Spiel in Folge ohne Sieg, doch konnte man sehen, dass man auch gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner nicht chancenlos ist. "Wir haben gesehen, dass wir wirklich gegen jeden Gegner der Liga eine Chance haben, wenn wir an unsere Leistungsgrenze herankommen", unterstreicht daher auch Alexander Grau noch einmal eindringlich. Der TSV Nürnberg-Buch wird die Lichtenfelser Leistungsgrenze sicherlich auch austesten, schließlich stellt der kommende Gastgeber mit einem Torverhältnis 34:15 nicht nur den zweitbesten Angriff, sondern auch die zweitbeste Abwehr der Liga jeweils hinter Tabellenführer ATSV Erlangen.
Diese beeindruckende Bilanz sorgte auch dafür, dass die Mannschaft von Thomas Adler bisher nur eine Niederlage beim 0:2 gegen Bayernligaabsteiger SC Feucht (4.) hinnehmen musste. Seitdem sind die Bucher nun aber schon wieder seit neun Spielen ungeschlagen, trotzten dem ATSV Erlangen vor zwei Wochen auswärts ein spektakuläres 3:3-Unentschieden ab und fegten zuletzt die SpVgg Erlangen (14.) mit 5:1 vom heimischen Rasen. Ein Angriffstrio ist in einer sehr homogenen Mannschaft dabei sogar noch herausragend. Philip Lang (9 Tore), Christian Fleischmann (6 Tore und 8 Torvorlagen) und Udo Brehm (7) erzielten zusammen nämlich sage und schreibe 22 der 34 Bucher Treffer.
"Die Basis der Bucher Erfolgsserie ist nicht nur der Angriff", gibt Alexander Grau zu bedenken. "Gerade die sattelfeste Abwehr ist der Garant für einen dauerhaften Spitzenplatz und wir würden einen Fehler machen, wenn wir uns nur auf das Sturmtrio einstellen würden."

FC Lichtenfels: Schulz, Köster; Schardt, Hellmuth, Graf, Hönninger, Aumüller, Zollnhofer, S. Dietz, Jankowiak, L. Dietz, Mohr, Wige, Gutgesell, Mahr, Kremer, Oppel, Lulei (?).